Beratung +49 7546 3520019

  Gratis DE-Versand ab 250 €

  14 Tage kostenloser Umtausch

  Marktführende Bestpreisgarantie

21.09.25

SATAjetX5500PHASERB_1512x

SATAjet X 5500 PHASER: High‑Gloss Klarlack richtig aufbauen

Praxis-Guide

SATAjet X 5500 PHASER: Hochglanz-Klarlack mit System

Dieser Guide konzentriert sich auf spiegelglatte Klarlackoberflächen ohne Orangenhaut. Sie erhalten geprüfte Richtwerte, einen präzisen Ablauf für Glanzgrad und Verlauf sowie schnelle Hilfen bei Klarlack-spezifischen Problemen.

SATAjet X 5500 PHASER für High-Gloss Klarlack

Einsatzprofil & Varianten

Die PHASER baut auf der X‑Düsentechnologie auf und ist für Klarlackarbeiten prädestiniert – wahlweise als HVLP oder RP, je nach gewünschter Kombination aus Oberflächenbild und Taktzeit.

Variante Klarlack-Eignung Stärken im Finish
HVLP Hohe Materialausnutzung, feine Kantenführung Sehr kontrollierter Auftrag, geringer Overspray
RP Schneller Schichtaufbau, großer Flächenfortschritt Sehr glatter Verlauf, ausgezeichnete Ebenheit
Empf. Klarlack-Düsen
RP: häufig 1.3; HVLP: häufig 1.4 – materialabhängig (Richtwerte).
Arbeitsdruckbereich
HVLP ca. 2.0 bar; RP ca. 2.2–2.5 bar an der Pistole (Richtwerte).
Max. Eingangsdruck
Typisch 10 bar; im empfohlenen Arbeitsfenster bleiben.
Praxis-Tipp: Für spiegelglatten Verlauf im Klarlack Materialmengenregler minimal weiter öffnen, danach Druck in 0,1‑bar‑Schritten feinjustieren und auf Probefläche prüfen. So finden Sie die Balance aus Fülle und Verlauf.

Klarlack: Grundeinstellungen (Richtwerte)

  • HVLP: ~2.0 bar; 17–20 cm Abstand; Fächer weit; Material 1.5–2 Umdrehungen.
  • RP: ~2.3–2.5 bar; 18–22 cm Abstand; Fächer weit; Material 1.25–1.75 Umdrehungen.
  • Düse: HVLP oft 1.4; RP oft 1.3 – abhängig von Viskosität und System.
  • Überlappung: ~70–75% für gleichmäßige Schichtbildung ohne Trockenränder.

Stets die Vorgaben des Lackherstellers und die Umgebung (Temperatur/Feuchte) berücksichtigen.

High-Gloss Ablauf (6 Schritte)

  1. Bauteil entstauben, entfetten; Kanten und Übergänge sorgfältig abkleben.
  2. Passende Düse wählen, Druck einstellen; Probeblechn für Verlauf/Glanz anlegen.
  3. Erste Lage Klarlack dünn, gleichmäßig vorlegen; Fächer sauber ausrichten.
  4. Nach Ablüftzeit zweite Lage mit minimal erhöhtem Materialfluss für „Nass-in-Nass“‑Verlauf.
  5. Kritische Zonen (Kanten/Randbereiche) mit konstantem Abstand führen, Übersättigung vermeiden.
  6. Finish prüfen; bei Bedarf Staubeinschlüsse punktuell auspolieren nach Trocknung.

Klarlack: schnelle Abhilfe

Orangenhaut
  • Druck moderat anheben, Fächer stabilisieren.
  • Viskosität reduzieren; Temperatur beachten.
  • Gleichmäßigerer Pistolenlauf, konstante Überlappung.
Läufer/Ansacken
  • Materialfluss geringfügig zurücknehmen.
  • Eine Stufe kleinere Düse testen oder Abstand erhöhen.
  • Zwischentrocknung strikt einhalten.
Trockene Kanten
  • Druck etwas senken; Randzonen zuerst benetzen.
  • Abstand leicht verringern; Überlappung erhöhen.
  • Spritzrichtung an Luftstrom im Raum anpassen.
Unruhiger Fächer
  • Luftkappe/Düse gründlich reinigen und korrekt montieren.
  • Sieb/Becher auf Verstopfung prüfen.
  • Luftmengenregler öffnen, Druck feinjustieren.

Pflege & Service

  • Nach Einsatz: Materialkanäle, Düse, Luftkappe sofort reinigen.
  • Dichtungen, Nadel, Federn regelmäßig prüfen und bei Bedarf erneuern.
  • Nur geeignete Reinigungsmittel nutzen; keine harten Werkzeuge.
  • Gewinde leicht fetten; O‑Ringe vor Lösungsmitteln schützen.
  • Trocken, staubfrei lagern; Becher separat sauber halten.

FAQ: Klarlack mit der PHASER

Welche Düse für hochglänzenden Verlauf?
Oft 1.3 (RP) bzw. 1.4 (HVLP); an Viskosität/Herstellerdaten ausrichten.
Wie stabilisiere ich den Glanzgrad?
Konstanten Abstand einhalten, Überlappung ~70–75%, Druck in kleinen Schritten justieren.
Kann ich Wasser- und Lösemittelklarlacke verarbeiten?
Ja, mit passender Düse und konsequenter Reinigung/Materialverträglichkeit.
Gibt es einen Maximaldruck?
Typisch 10 bar Eingangsdruck; innerhalb der Arbeitsbereiche bleiben.
Wie verhindere ich Staubeinschlüsse?
Bauteil und Umgebung entstauben, saubere Luftführung, Zwischenreinigung der Luftkappe.

Fazit

Für High‑Gloss‑Klarlack spielt die PHASER ihre Stärken aus: ruhiger Fächer, reproduzierbarer Verlauf und fein dosierbarer Materialfluss. Mit den Richtwerten und dem Ablauf oben erreichen Sie verlässlich einen brillanten, ebenen Glanz.