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20.09.25

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SATAjet X 5500 PHASER: Einstellungen, Workflow & Profi-Tipps

Praxis-Guide

SATAjet X 5500 PHASER: Einstellungen, Workflow und Profi-Tipps

Mit der SATAjet X 5500 PHASER erreichen Sie reproduzierbare Ergebnisse bei Basis- und Klarlacken – mit maximaler Kontrolle, hoher Materialeffizienz und erstklassiger Oberflächenqualität. In diesem Praxis-Guide finden Sie kompakte Richtwerte, einen erprobten Workflow und schnelle Hilfe bei typischen Lackierproblemen.

SATAjet X 5500 PHASER

Produktüberblick

Die PHASER ist eine Design-Edition der SATAjet X 5500 mit X-Düsentechnologie. Erhältlich als HVLP- und RP-Variante für unterschiedliche Anforderungen in der Fahrzeuglackierung.

Variante Einsatz Vorteile
HVLP (High Volume Low Pressure) Höchste Übertragungsrate, feine Kanten, Spot- bis Flächenapplikation Sehr geringer Overspray, materialsparend, präzise Steuerung
RP (Reduced Pressure) Schnelle Flächenleistung bei konstantem, gleichmäßigem Spritzbild Hohe Arbeitsgeschwindigkeit, glatter Verlauf, universell einsetzbar
X-Düsentechnologie
Konstantes Spritzbild, minimierte Geräuschentwicklung, reproduzierbare Ergebnisse.
Düsensätze
Typisch: 1.2–1.4 (HVLP), 1.2–1.3 (RP) – je nach Material.
Druckbereich
Max. Eingangsdruck i. d. R. 10 bar; Arbeitsdruck siehe Richtwerte unten.
Tipp: Stellen Sie den Materialmengenregler zunächst 1,5–2 Umdrehungen offen ein und arbeiten Sie sich über ein Probeblechn zur optimalen Viskosität/Druck-Kombination vor. So vermeiden Sie Orangenhaut und Läufer.

Empfohlene Grundeinstellungen (Richtwerte)

  • HVLP: Eingangsdruck ca. 2.0 bar an der Pistole; Spritzabstand 15–20 cm; Luftmengenregler 3/4–voll offen; Materialmengenregler 1.5–2 Umdrehungen.
  • RP: Eingangsdruck ca. 2.2–2.5 bar; Spritzabstand 17–22 cm; Luftmengenregler 3/4–voll offen; Materialmengenregler 1.25–1.75 Umdrehungen.
  • Düse: Basislack häufig 1.2–1.3; Klarlack häufig 1.3 (RP) oder 1.4 (HVLP), abhängig vom System.
  • Strahlbreite: Fächer weit öffnen, dann bei Randzonen leicht reduzieren, um Overspray zu begrenzen.

Hinweis: Je nach Lackhersteller, Temperatur und Viskosität anpassen. Herstellerangaben haben Vorrang.

Profi-Workflow (5–7 Schritte)

  1. Untergrund vorbereiten: reinigen, entfetten, staubfrei blasen; Maskierung prüfen.
  2. Düse/Variante wählen (HVLP für Effizienz/Feinheit, RP für Tempo/Flächen) und Richtdruck einstellen.
  3. Probeblechn lackieren: Fächer und Materialmenge feinjustieren, ggf. Viskosität anpassen.
  4. Basislack in gleichmäßigen Bahnen mit 70–75% Überlappung applizieren; Kanten zuerst.
  5. Ablüften nach Systemvorgabe; Klarlack mit gleichmäßigem Tempo, konstantem Pistolenabstand auftragen.
  6. Endkontrolle: Läufer, Trockenansätze, Staubeinschlüsse prüfen; punktuell nacharbeiten.
  7. Zwischen Reinigungsschritten: Düse und Luftkappe kurz spülen, um Anhaftungen zu vermeiden.

Fehlerbehebung

Unruhiger/elliptischer Spritzfächer
  • Luftkappe/Düse reinigen und korrekt ausrichten.
  • Druck leicht erhöhen, Materialmenge geringfügig reduzieren.
  • Sieb/Becher prüfen (Verstopfung vermeiden).
Läufer/Brennen
  • Materialmenge reduzieren, eine Bahn schneller führen.
  • Viskosität erhöhen (Verdünner anpassen) und Kreuzgang prüfen.
  • Abstand leicht vergrößern, Zwischentrocknung beachten.
Orangenhaut
  • Druck moderat erhöhen; Fächerweite optimieren.
  • Viskosität reduzieren oder Umgebungstemperatur berücksichtigen.
  • Gun-Speed minimal verlangsamen, gleichmäßige Überlappung.
Trockene Ränder/Overspray
  • Druck etwas senken, Spritzabstand verringern.
  • Überlappung erhöhen; Rand zuerst „benetzen“.
  • Luftfeuchte/Temperatur beachten, Verdünnung anpassen.

Wartung (kompakt)

  • Nach jedem Einsatz: Materialkanal, Düse, Luftkappe gründlich reinigen.
  • Dichtungen, Nadelführung, Federn regelmäßig inspizieren und bei Verschleiß ersetzen.
  • Nur kompatible Reinigungsmittel verwenden; keine aggressiven Bürsten/Drähte.
  • Gewinde leicht fetten; O-Ringe nicht quellen lassen.
  • Staubgeschützte, trockene Lagerung; Becher getrennt und sauber aufbewahren.

FAQ zur SATAjet X 5500 PHASER

Welche Düsengröße für Klarlack?
Häufig 1.3 (RP) oder 1.4 (HVLP). Auf das Lacksystem abstimmen.
Wie stelle ich den Druck richtig ein?
Richtwerte siehe oben; an Probefläche final abstimmen. Herstellerangaben beachten.
Kann ich Wasser- und Lösemittellacke verarbeiten?
Ja, mit passender Düse und konsequenter Reinigung/Materialverträglichkeit.
Unterschied HVLP vs. RP?
HVLP: maximale Übertragungsrate, feine Kanten. RP: mehr Tempo, sehr glatter Verlauf.
Max. Eingangsdruck?
Typisch 10 bar; arbeiten Sie jedoch im empfohlenen Arbeitsdruckbereich.

Fazit

Die SATAjet X 5500 PHASER kombiniert Design und Performance mit der X-Düsentechnologie. Mit den oben genannten Richtwerten, einem klaren Workflow und konsequenter Pflege erzielen Sie konstant hochwertige Flächen – effizient, schnell und reproduzierbar.