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28.01.26

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Sagola 4600 einstellen: Düse, Druck & Workflow für Basislack & Profi-Finish

Praxis-Guide

Sagola 4600 richtig einstellen: Düse, Druck & Workflow für ein Profi-Finish

Du willst schnelle Deckung, saubere Metallic-Orientierung und weniger Overspray? In diesem Guide bekommst du praxiserprobte Richtwerte (Druck, Abstand, Fan) und eine klare Entscheidungshilfe zur passenden Düse – inklusive Workflow, Fehlerbehebung und Wartung.

Produktbild (Blog-Asset)

Sagola 4600 Lackierpistole

Hinweis: Werte & Setups im Artikel sind als Richtwerte zu verstehen (Material, Klima, Viskosität und Technik variieren).

Warum die Sagola 4600 so oft “einfach sitzt”

  • Gleichmäßiges Spritzbild von oben bis unten – hilft besonders bei Metallics, Silber & Perlmutt.
  • Feine Zerstäubung bei geringeren Arbeitsdrücken (DFT™).
  • Weniger Verschleiß-/Dichtungsteile im Produktbereich (M2M™) – schnellere Reinigung & geringere Folgekosten.
Profi-Tipp (Metallic/Perl) Starte mit leicht reduziertem Materialfluss und arbeite mit sauberen, gleichmäßigen Überlappungen. Wenn das Metallic “wolkt” oder streifig wirkt: minimal mehr Abstand oder etwas weniger Material – nicht sofort den Druck hochdrehen. (Richtwerte unten)

Schnellentscheidung: Welche Sagola-4600 Variante passt wofür?

Variante Typische Anwendung Druck (Richtwert) Air-Consumption (Richtwert) Stärken
DVR BASE Basislack (WB & Lösemittel), schwierige Farben ca. 1,8–2,0 bar ca. 280 L/min Stabiles Fanbild, saubere Metallic-Orientierung
DVR HVLP HVLP-Anwendungen, Overspray reduzieren ca. 2,0 bar ca. 450 L/min Sehr schnell im HVLP, maximale Overspray-Reduktion
DVR CLEAR Klarlack / Uni / OEM-Qualität ca. 2,2 bar ca. 295 L/min Sehr feine Zerstäubung, wenig Overspray
DVR CLEAR PRO High-Gloss / “Mirror Finish”, Express-Clears & Unis ca. 2,2 bar ca. 315 L/min Max. Kontrolle + große Fanbreite

Richtwerte aus Herstellerangaben – je nach Lack (Viskosität), Temperatur, Verdünnung und Technik feinjustieren.

KPI-Boxen: Was du mit dem richtigen Setup spürbar verbesserst

Weniger Overspray
Mehr Transfer, weniger “Nebel” – besonders hilfreich bei Klarlack & großen Flächen.
Stabileres Fanbild
Gleichmäßige Verteilung von oben bis unten – saubere Übergänge, leichteres Überlappen.
Weniger Nacharbeit
Weniger Wolken/Striping bei Metallics und weniger “Patch coats”, wenn Düse & Druck passen.

Empfohlene Grundeinstellungen (Richtwerte aus Datenblatt)

Parameter DVR BASE (Basis) DVR CLEAR / CLEAR PRO (Klarlack)
Arbeitsdruck (Lufteinlass) ca. 1,8–2,0 bar ca. 2,2 bar
Spritzabstand ca. 18–20 cm ca. 18–20 cm
Fanbreite ca. 290–315 mm* ca. 275–310 mm*
Luftverbrauch ca. 280 L/min ca. 295–315 L/min

*Herstellerangaben zur Fanbreite werden je nach Quelle/Format unterschiedlich angegeben – als praxisnaher Richtwert interpretieren und am Musterblech final einstellen.

Düsenauswahl: 1.20, 1.20XL, 1.30, 1.30XL oder 1.40?

Die Sagola 4600 wird mit Düsensätzen (Nadel/Düse) in 1.20 / 1.20XL / 1.30 / 1.30XL / 1.40 angeboten. In der Praxis gilt: kleiner = feiner & kontrollierter, größer = mehr Materialdurchsatz & Tempo.

Düse Typischer Nutzen Wenn du das siehst… Dann lieber…
1.20 Feiner Auftrag, hohe Kontrolle Zu trockener Auftrag / wenig Materialfilm Minimal mehr Material oder 1.20XL/1.30
1.20XL Etwas mehr Durchsatz, bleibt kontrolliert Du brauchst Tempo, willst aber “sicher” bleiben 1.20XL als Allround-Upgrade
1.30 Allround (sehr beliebt), guter Durchsatz Uneinheitliche Deckung bei schneller Arbeit 1.30 oder 1.30XL (bei hohem Tempo)
1.30XL Mehr Material, schnellerer Aufbau Du willst schneller “nass” stehen Mehr Kontrolle über Tempo/Abstand behalten
1.40 Max. Durchsatz (z. B. Uni/HS), zügig arbeiten Zu leicht Läufer / zu viel Material pro Gang Auf 1.30/1.30XL wechseln oder Material reduzieren

Profi-Workflow (5–7 Schritte) für Basislack mit sauberer Orientierung

  1. Druck als Richtwert setzen (Basis: ca. 1,8–2,0 bar am Lufteinlass) und am Musterblech prüfen.
  2. Fan voll öffnen, dann 1–2 Klicks zurück, bis der Rand sauber bleibt (kein “Ausfransen”).
  3. Materialfluss starten mit moderater Öffnung: lieber 2 saubere, gleichmäßige Gänge als “zu nass” im ersten Durchgang.
  4. Abstand halten (Richtwert: ca. 18–20 cm) und konstante Geschwindigkeit für gleichmäßige Metallic-Verteilung.
  5. Überlappung konsequent (gleichmäßig, ohne “Stop-and-Go”). So vermeidest du Wolken/Striping.
  6. Kontrollgang: wenn nötig, ein leichter “Orientierungs”-Gang (minimal weniger Material), um Metallic ruhig zu legen.
  7. Zwischencheck unter gutem Licht (z. B. LED) – bevor du weiter aufbaust.

Fehlerbehebung (4 typische Probleme + Maßnahmen)

1) Wolken / Streifen (Metallic-Orientierung unruhig)
  • Material leicht reduzieren und gleichmäßiger überlappen.
  • Abstand minimal erhöhen (innerhalb des Richtwertbereichs) statt Druck stark zu erhöhen.
  • Wenn du “zu trocken” stehst: 1.20XL/1.30 statt zu viel Druck.
2) Trockenspray / raues Bild
  • Abstand leicht verringern und Geschwindigkeit anpassen.
  • Materialfluss etwas öffnen (statt “noch mehr Luft”).
  • Prüfen, ob Luftversorgung/Kompressor genug Volumen liefert (L/min beachten).
3) Orangenhaut (v. a. Klarlack/Uni)
  • Bei CLEAR/CLEAR PRO den Richtwertdruck einhalten (ca. 2,2 bar) und “nass” aber kontrolliert arbeiten.
  • Material ggf. leicht erhöhen und Geschwindigkeit reduzieren.
  • Düse passend wählen: zu kleine Düse kann zu wenig Materialfilm erzeugen.
4) Läufer / Absacker
  • Materialfluss reduzieren oder auf kleinere Düse (z. B. von 1.40 auf 1.30/1.30XL).
  • Abstand halten (nicht zu nah) und die Handbewegung gleichmäßig durchziehen.
  • In zwei kontrollierten Gängen arbeiten statt einen “zu nassen”.

Wartung: 5 Punkte, die dir Finish & Lebensdauer sichern

  • Sofort nach dem Einsatz reinigen: Aircap, Düse, Nadel – keine Lackreste antrocknen lassen.
  • Produktfilter checken (80-mesh) – bei unruhigem Strahlbild oft der schnellste “Fix”.
  • Aircap schnell sauber halten: gleichmäßige Bohrungen = gleichmäßiger Fan.
  • Schonend montieren: Düsensatz korrekt setzen, nicht verkanten.
  • Verschleißteile gezielt tauschen: M2M™ reduziert Dichtungs-/Seal-Themen im Produktbereich, aber mechanische Teile regelmäßig prüfen.

FAQ (kurz & praxisnah)

1) Welcher Druck ist ein guter Startpunkt?
Für Basislack (DVR BASE) liegt der Hersteller-Richtwert bei ca. 1,8–2,0 bar am Lufteinlass; für CLEAR/CLEAR PRO ca. 2,2 bar. Danach am Musterblech feinjustieren.

2) Warum wirkt Metallic manchmal streifig?
Häufig ist es eine Kombination aus zu viel Material, unruhigem Tempo oder inkonsequenter Überlappung. Erst Material/Technik stabilisieren – erst danach Druck anpassen.

3) Was bringt “XL” bei 1.20/1.30?
XL-Varianten stehen in der Praxis oft für etwas mehr Materialdurchsatz bei ähnlicher Kontrolle – ideal, wenn du schneller arbeiten willst, ohne gleich “groß” (1.40) zu gehen.

4) Reicht mein Kompressor?
Checke den Richtwert-Luftverbrauch der gewählten Variante (z. B. DVR BASE ca. 280 L/min; HVLP deutlich höher). Unterversorgung zeigt sich oft als unruhiges Spritzbild oder “trockener” Auftrag.

5) Welche Düse ist die sicherste Allround-Wahl?
Viele Profis greifen für einen universellen Mix aus Kontrolle & Tempo zu 1.30 (oder 1.30XL, wenn mehr Durchsatz gewünscht ist). Entscheidend bleibt Lack/Setup.

Fazit

Die Sagola 4600 spielt ihre Stärke aus, wenn du Düse, Druck, Abstand und Überlappung sauber zusammenbringst: stabiler Fan, feinere Zerstäubung und weniger Nacharbeit. Nutze die Richtwerte als Startpunkt – und entscheide die Düse konsequent nach gewünschtem Materialdurchsatz und Kontrolle.

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Hersteller-Info & technische Richtwerte basieren auf Sagola-Unterlagen und der offiziellen Produktseite. Werte können je nach Version/Aircap, Lack-System und Umgebung abweichen.