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11.06.26

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Sundström SR 200 Pro Pack: Der ultimative Atemschutz-Guide für professionelle Beschichter

Praxis-Guide

Sundström SR 200 Pro Pack: Der ultimative Atemschutz-Guide für professionelle Beschichter

Beim professionellen Beschichten, Lackieren und Sandstrahlen gehört belastete Atemluft zu den größten Gesundheitsrisiken. Gase, Lösemitteldämpfe und ultrafeine Partikel durchdringen Standardmasken mühelos. Wer langfristig gesund bleiben und gleichzeitig maximale Performance abliefern möchte, benötigt ein zertifiziertes Oberklasse-System. Das Sundström SR 200 Pro Pack Atemschutzset kombiniert kompromisslosen Schutz der Klasse EN 136 mit exzellentem Tragekomfort und Langlebigkeit. Erfahren Sie in diesem Praxis-Guide, wie Sie das Set optimal einsetzen, einstellen und warten.

Produktüberblick & Technische Highlights

Parameter / Komponente Spezifikation & Praxisvorteil
Vollmaske SR 200 PC Aus hochwertigem Silikon, extrem hautverträglich, Visier aus stoßfestem Polycarbonat mit breitem Sichtfeld (120 m/s Schlagbeständigkeit).
Schutzfaktor (Nominal) 1000 für Partikel (P3) und Gase in Kombination, bis zu 2000 bei reinen Gasfiltern.
Filtermedien im Set Partikelfilter SR 510 P3 R + Gasfilter SR 315 ABE1 + Vorfilter SR 221 (inkl. Halter) für maximalen Kombinationsschutz.
Einsatzbereich (Temp.) Zugelassen von -10 °C bis +55 °C bei einer Luftfeuchtigkeit von unter 90 % RH.
Zertifizierungen EN 136:1998, EN 14387:2004 + A1:2008, Richtlinie (EU) 2016/425 PSA.
1000-fach
Nominaler Schutzfaktor gegen toxische Partikel
Premium
Hautfreundliches Silikon & beschlagfreies Polycarbonat-Visier
5 Jahre
Lagerfähigkeit ab Werk unter optimalen Bedingungen
Profi-Tipp für Kosteneffizienz: Wechseln Sie den günstigen Vorfilter SR 221 täglich oder sobald er optisch verfärbt ist. Dies schützt den teureren Kombinationsfilter (SR 510 und SR 315) vor vorzeitiger Sättigung durch groben Lacknebel und verlängert dessen Standzeit um das bis zu Vierfache!
Sundström SR 200 Pro Pack Atemschutzset

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Empfohlene Grundeinstellungen (Richtwerte)

Atemschutzsysteme müssen präzise auf die Umgebung und den Anwender angepasst werden. Die folgenden Werte basieren auf Herstellerdaten und technischen Zulassungen und dienen als Richtwerte für die Praxis:

  • Maximaler Grenzwert für Gase: Einsatz bei Gaskonzentrationen von maximal 0,1 Vol.-% (1000 ppm) gemäß Filterklasse 1 (ABE1).
  • Lagertemperatur (unbenutzt): Zwischen -20 °C und +40 °C bei einer relativen Luftfeuchtigkeit unter 90 % RH lagern, um die 5-jährige Haltbarkeit zu garantieren.
  • Bänderungs-Anzugsdruck: Gleichmäßiger, moderater Zug an allen 9 Punkten der Kopfbebänderung. Ein zu starker Zug verformt den Silikonkörper und führt zu Leckagen.
  • Sichtscheibenreinigung: Ausschließlich milde Seifenlauge oder die originalen Reinigungstücher (SR 344) verwenden. Lösungsmittel beschädigen die Anti-Beschlag-Beschichtung der Polycarbonatscheibe permanent.

Profi-Workflow: Anlegen und Dichtigkeitsprüfung

  1. Sichtprüfung durchführen: Maskenkörper, Ventile (Ein- und Ausatmen) sowie das Visier auf Risse, Verformungen oder Verschmutzungen prüfen.
  2. Filterpaket montieren: Vorfilter in den Vorfilterhalter einlegen. Diesen auf den Partikelfilter SR 510 clippen. Anschließend den Partikelfilter mit dem Gasfilter SR 315 verbinden (durch festes Zusammendrücken, Pfeilrichtung beachten). Das Gesamtpaket mittels Adapter SR 280-3 fest in den Maskenanschluss eindrehen.
  3. Kopfbebänderung lockern: Alle Riemen der elastischen 9-Punkt-Bänderung vollständig bis zum Anschlag lösen.
  4. Maske aufsetzen: Das Kinn zuerst in die Maske setzen, dann die Bänderung über den Kopf ziehen. Die Riemen paarweise von unten nach oben gleichmäßig straff anziehen.
  5. Unterdruck-Dichtigkeitsprüfung (Wichtigster Schritt): Die Öffnung des Vorfilterhalters flach mit der sauberen Handinnenfläche vollständig abdecken. Tief einatmen und den Atem für ca. 10 Sekunden anhalten. Die Maske muss sich leicht festsaugen und darf keine Außenluft einströmen lassen.
  6. Arbeitsbeginn: Nach erfolgreicher Prüfung den Arbeitsbereich betreten. Bei Wahrnehmung von Gerüchen oder Atemwiderstand den Bereich sofort verlassen und Filter tauschen.

Fehlerbehebung in der Praxis

1. Maske besteht die Unterdruck-Dichtigkeitsprüfung nicht
  • Prüfen Sie auf störende Barthaare oder Brillenbügel im Dichtbereich (Glatte Rasur ist Pflicht).
  • Kontrollieren Sie, ob die Riemen gleichmäßig angezogen sind oder ob das Silikon verdreht aufliegt.
2. Plötzlicher, starker Atemwiderstand während der Arbeit
  • Der Partikelfilter SR 510 oder der Vorfilter SR 221 ist durch Staub/Lacknebel vollständig zugesetzt.
  • Verlassen Sie sofort die Kabine und wechseln Sie primär den Vorfilter, falls nötig auch den Hauptfilter.
3. Geruch von Lösemitteln oder Gasen in der Maske spürbar
  • Der Gasfilter SR 315 ABE1 ist erschöpft (Durchbruch). Filtertausch ist umgehend zwingend erforderlich.
  • Überprüfen Sie den korrekten, spielfreien Sitz des Filters im Gewindeadapter SR 280-3.
4. Das Visier beschlägt von innen
  • Die Ein- und Ausatemventile oder die Steuerventile der Innenmaske blockieren oder schließen nicht bündig.
  • Reinigen Sie die hauchdünnen Ventilmembranen vorsichtig oder ersetzen Sie diese bei Dehnung/Rissen.

Wartung und Pflege (5-Punkte-Plan)

  • Reinigung nach jedem Einsatz: Maske von Filtern befreien und mit den feuchten Reinigungstüchern SR 344 auswischen oder in lauwarmer Seifenlauge spülen.
  • Trocknung im Schatten: Die Maske niemals auf Heizkörper oder unter direkte Sonneneinstrahlung legen, da das Silikon spröde werden kann.
  • Prüfung der Ventilmembranen: Einmal pro Monat die Membranen der Ein- und Ausatemventile auf Flexibilität und makellose Planlage prüfen.
  • Geschützte Aufbewahrung: Die gereinigte, trockene Maske ausschließlich in der mitgelieferten robusten Aufbewahrungsbox SR 344 lagern, um Staubzutritt zu verhindern.
  • Haltbarkeitskontrolle: Notieren Sie das Anbruchdatum auf dem Gasfilter. Geöffnete Gasfilter müssen unabhängig von den Betriebsstunden nach maximal 6 Monaten ersetzt werden.

Häufige Fragen aus der Praxis (FAQ)

Q1: Kann ich die Maske auch als Brillenträger nutzen?

A1: Standard-Brillenbügel zerstören die Dichtlippe und verursachen Leckagen. Sundström bietet dafür ein spezielles Brillenuntergestell an, das direkt im Maskeninnenraum fixiert wird.

Q2: Wann genau muss der Gasfilter SR 315 getauscht werden?

A2: Sobald Sie den ersten Hauch von Lösemittel oder Gas riechen oder schmecken, oder nach spätestens 6 Monaten nach dem Entfernen der Schutzfolie.

Q3: Was bedeutet die Kennzeichnung „R“ beim Partikelfilter SR 510?

A3: Das „R“ steht für „Reusable“ (wiederverwendbar). Der Filter darf über mehrere Arbeitsschichten hinweg verwendet werden, bis der Atemwiderstand zu hoch wird.

Q4: Kann die Polycarbonatscheibe bei Kratzern getauscht werden?

A4: Ja, die Sichtscheibe der SR 200 ist als Ersatzteil separat erhältlich und lässt sich über den Spannrahmen wechseln. Nutzen Sie Schutzfolien, um Kratzer im Vorfeld zu vermeiden.

Q5: Schützt das Set auch gegen hochtoxische Isocyanate bei PU-Lacken?

A5: Für Isocyanate gelten extrem strenge Grenzwerte. Bei unzureichender Belüftung oder hohen Konzentrationen wird ein fremdbelüftetes Druckluftsystem (z.B. Sundström SR 200 mit Druckluftzusatz SR 307) empfohlen.

Fazit: Konsequenter Atemschutz zahlt sich aus

Das Sundström SR 200 Pro Pack bietet professionellen Beschichtern ein Höchstmaß an Sicherheit, exzellente Ergonomie und ein unschlagbares Sichtfeld. Dank des modularen Filterkonzepts und der extrem robusten Bauweise amortisiert sich das Set bereits nach kurzer Zeit durch verlängerte Filterstandzeiten und minimale Ausfallzeiten. Wer bei Gefahrstoffen keine Kompromisse eingeht, investiert mit diesem Atemschutzset direkt in seine langfristige Gesundheit und Arbeitsqualität.