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26.02.26

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Graco ToughTek S340e (230V/10A) einstellen: Praxis-Guide für sauberes Spritzbild

Praxis-Guide
Graco ToughTek S340e (230V/10A) richtig einstellen
Von der ersten Spülung bis zum stabilen Spritzbild: empfohlene Richtwerte, Profi-Workflow, Fehlerbehebung und Wartung – kompakt für die Baustelle.
Einleitung: Was du nach 10 Minuten sicher im Griff hast
  • Richtwerte für Anschluss, Schlauch-Setup und Start-Prozedur (ohne Rätselraten).
  • So stellst du Material- und Luftmenge sauber auf ein gleichmäßiges, rundes Spritzbild ein.
  • Typische Probleme (Pack-out, niedriger Durchsatz, Blinkcodes) – und was du sofort tun kannst.
Hinweis: Einstellungen sind material- und temperaturabhängig. Werte in diesem Guide sind Richtwerte und werden immer am Testspritzbild feinjustiert.
Graco ToughTek S340e 230V/10A (Produktbild)
Abbildung: ToughTek S340e (230V/10A)
Produktüberblick: Varianten, Einsatz & Vorteile (kompakt)
Punkt Richtwert / Info
System / Modell Graco ToughTek S340e, elektrische Kolbenpumpe, 230V / 10A (Hersteller-Nr. 25A304)
Typische Materialien Wasserbasierte Stucco-/Putz-Basis, Finish-Coats sowie EIFS-Systeme (Praxis: immer Herstellerdatenblatt beachten)
Max. Arbeitsdruck 600 psi / 41,3 bar (Richtwert: mit „so wenig Druck wie möglich“ fahren)
Max. Fördermenge bis ca. 24,6 L/min (Material und Setup entscheiden)
Viskositätsbereich bis 10.000 cps (Richtwert; Pumpbarkeit muss praktisch geprüft werden)
Schlauch-Setup min. 25 ft (~7,6 m), min. 1,0" Schlauchdurchmesser, Schlauchdruck min. 600 psi
Temperatur (Umgebung/Material) Umgebung ca. 4–49°C, Material min. ca. 4°C (Richtwerte)
Warum S340e in der Praxis punktet Portabel, hoher Druck, klare Spül-/Priming-Prozeduren, Diagnose per Status-LED (Blinkcodes)
KPI 1
41,3 bar
Max. Arbeitsdruck – im Alltag so niedrig wie möglich.
KPI 2
~24,6 L/min
Max. Flow – abhängig von Material, Düse, Schlauch.
KPI 3
10.000 cps
Max. Viskosität – Pumpbarkeit immer praktisch prüfen.
Praxis-Tipp: Pumpbarkeit blitzschnell prüfen (ohne Labor) Für Stucco-Base/Base-Coats kannst du die „Plumb-Bob“-Daumenprobe nutzen: Ein Standard-Lot (ca. 8 oz / 4 in.) nur leicht auf das Material setzen und fallen lassen. Sinkt es ca. ¾ oder mehr ein, ist die Konsistenz meist pumpbar. Ist es deutlich weniger: Material nach Herstellervorgabe nachstellen (mischen/ggf. anpassen) und erneut testen.
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Tipp: Wenn du schon weißt, welches Material (Base/Finish/EIFS) und welche Schlauchlängen du nutzt, bekommst du schneller die richtige Empfehlung.
Empfohlene Grundeinstellungen (Richtwerte aus Handbuch)
Bereich Richtwert / Vorgehen
Stromversorgung 230V, einphasig, dedizierter Stromkreis min. 10A. Nur geerdete Steckdosen nutzen.
Verlängerung Wenn nötig: 3-adrig, intakte Erde; Querschnitt mindestens 12 AWG / 2,5 mm² (Spannungsabfall vermeiden).
Schlauch Mindestens 25 ft (~7,6 m), Druckfestigkeit mind. 600 psi; Schlauch von groß nach klein aufbauen.
TSL (Wet Cup) TSL im Packungsmutter-/Wet-Cup-Bereich ½ voll halten (Schutz vor Anhaftungen/Verschleiß).
Start (Priming) Flow-Knob ganz gegen den Uhrzeigersinn bis Anschlag, dann Motor ON. Druck/Flow langsam erhöhen, bis Wasser/Material sauber austritt (nie in trockenem System starten).
Atomizing Air Luft am Applikator vor und nach Materialfluss aktiv (hält Passagen frei). Luftmenge auf „minimum für gutes Bild“ einstellen.
Spritzabstand Pole-Applikator: ca. 45–76 cm. HTX: ca. 15–46 cm. Immer auf Karton testweise einstellen.
Profi-Workflow (5–7 Schritte) – so läuft’s stabil
  1. Setup & Sicherheit: Gerät erden, dedizierten Stromkreis nutzen, Schläuche/Fittings prüfen (Dichtungen, Camlocks sauber).
  2. TSL checken: Wet Cup ½ voll – verhindert Materialaufbau und Packungsverschleiß.
  3. Mit Wasser primen: Flow-Knob ganz zu, dann langsam öffnen bis Wasser sauber austritt; Clean-out-Ball(s) durchlaufen lassen.
  4. Material mischen & managen: Nur nach Bedarf mischen, Topfzeit im Blick behalten, Hopper-Wände sauber halten.
  5. Mit Material primen: Applikator zum Priming abnehmen, Restwasser in Abfallbehälter rausdrücken, dann Material zirkulieren lassen bis stabiler Materialstrom kommt.
  6. Spritzbild einstellen: Erst Tip/Nozzle passend zur Körnung wählen, dann Fluid-Flow und Luft feinbalancieren (Test auf Karton, 50% Überlappung).
  7. Spülen bevor es kritisch wird: Wenn Flow sinkt oder Material Richtung Aushärtung geht: sofort Spülprozedur (Wasser, Ventil mitspülen, Hose mit Clean-out-Ball reinigen).
Fehlerbehebung: 4 typische Probleme + Sofortmaßnahmen
1) Niedriger Durchsatz / Pumpe läuft, aber wenig Material
  • Check-Valves/Bälle: reinigen, Sitze prüfen (Auslass-/Einlasskugel muss sauber sitzen).
  • Schlauch-Setup prüfen: zu lang/zu klein → Länge reduzieren oder Durchmesser erhöhen.
  • Applikator/Tipp verstopft: reinigen oder ersetzen; Camlock-Dichtungen prüfen.
2) Unregelmäßiges Spritzbild / „schlechter Finish“
  • Atomizing Air zu niedrig: Luftventil/Nadel am Applikator fein öffnen bis rundes, gleichmäßiges Bild entsteht.
  • Düse/Tipp verschlissen oder falsche Größe: Tip-Größe an Körnung & gewünschte Struktur anpassen.
  • Material wird dicker: Konsistenz nach Herstellerangaben nachstellen und erneut testen.
3) Motor läuft – es kommt nichts / Pack-out (Material ausgehärtet)
  • Druck entlasten: Flow-Knob zu, Motor OFF, Tip/Retainer ab, Drain/Purge-Ventil langsam öffnen.
  • Hose/Pumpe spülen: Wenn möglich mit Wasser spülen; bei verhärtetem Material Pumpe zerlegen und reinigen.
  • Ursache abstellen: zu hoher Druck/zu kleine Düse/zu dickes Material → künftig „niedrigster Druck + größte passende Düse“.
4) Status-LED blinkt (Elektronikschutz)
  • Mehrfach-Spannungsspitzen oder zu niedrige Spannung: Stromversorgung/Leitung prüfen, andere Verbraucher vom Kreis nehmen.
  • Überhitzung: Gerät abkühlen lassen, für gute Belüftung sorgen, Lufteinlass nicht blockieren.
  • Blockade/Obstruktion: Druck entlasten, Verstopfung entfernen, Strom aus/an (Power Cycle).
Wartung: 5 Punkte, die Pack-out & Verschleiß massiv reduzieren
  • Täglich spülen: immer bevor Material Richtung Aushärtung geht; System mindestens zweimal spülen und Wasser dazwischen komplett ablassen.
  • Hopper sauber halten: Wände mit Bürste/Pad reinigen, alte Materialreste entfernen.
  • Schläuche & Camlocks prüfen: Verschleiß, Dichtungen, feste Verbindungen – vor jedem Einsatz.
  • Drain/Purge-Ventil mitspülen: nach jeder Nutzung des Ventils spülen (sonst härtet Material im Ventil aus).
  • TSL-Stand halten: Wet Cup ½ voll; zusätzlich regelmäßig Check-Balls/Wear-Parts inspizieren (wöchentlich je nach Einsatz).
Extra-Hinweis: Wasser/Wasserbasierte Fluids nicht über Nacht in der Pumpe lassen (Rostschutz).
FAQ (praxisnah)
Welche Schlauchlänge ist sinnvoll?
So kurz wie möglich, aber mindestens ca. 7,6 m (25 ft). Mehr Schlauch erhöht Druckverlust und Pack-out-Risiko – lieber Durchmesser erhöhen statt Länge.
Warum soll ich „niedrigster Druck + größte passende Düse“ fahren?
Das reduziert Pack-out, schont Dichtungen und Wear-Parts und stabilisiert den Materialfluss – das Spritzbild wird über Tip/Nozzle und Luft fein eingestellt.
Muss die Luft am Applikator ständig an sein?
In der Praxis: Luft vor und nach Materialfluss an – damit bleiben Luftpassagen frei und das Spritzbild wird gleichmäßiger. Für Priming kann die Luft je nach Applikator offen bleiben.
Was mache ich, wenn das Material im System „anzieht“?
Nicht „durchdrücken“: frühzeitig spülen, Ventil mitspülen, Hose mit Clean-out-Ball reinigen. Je näher an der Topfzeit, desto konsequenter reinigen.
Welche Stromversorgung ist empfehlenswert auf Baustellen?
Dedizierter 230V-Kreis mit mindestens 10A; nur 3-adrige Verlängerung mit ausreichendem Querschnitt (Spannungsabfall vermeiden), Gerät immer erden.
Fazit
Wenn du die S340e sauber mit Wasser primest, Material konsistent mischst, mit minimalem Druck und passender Düse arbeitest und rechtzeitig spülst, bekommst du ein stabiles Spritzbild ohne Pack-out-Stress. Für ein passendes Setup (Material + Schlauch + Applikator) findest du das 230V/10A-System direkt bei beschicht.com.