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24.02.26

wiwa_nd-pumpen_2023

WIWA Niederdruckpumpen GX: Modelle, Einstellungen & Praxis-Workflow für Lack, Wasser, Leim & ISO

Praxis-Guide

WIWA Niederdruckpumpen GX richtig wählen & einrichten

Dieser Guide zeigt dir praxisnah, wie du die passenden WIWA Low-Pressure Pumps GX für Lack, Wasser, Leim oder ISO-Material auswählst, sinnvoll einstellst (als Richtwerte) und im Alltag stabil betreibst – inkl. Workflow, Fehlerbehebung und Wartung.

Modellwahl Richtwerte Setup Troubleshooting Wartung
WIWA Niederdruckpumpen GX

Tipp: Für zähe Medien zählt nicht nur Druck – sondern vor allem ein stabiler Materialfluss und saubere Förderung.

Warum die GX Niederdruckpumpen im Alltag so beliebt sind

  • Optimierter Materialfluss für leichteres Reinigen und stabilere Versorgung.
  • Servicefreundlich durch gröbere Gewinde – Montage/Demontage geht deutlich entspannter.
  • Große Materialventile: auch höherviskose Medien lassen sich leichter ansaugen.
  • Federbelastete Packungen: wartungsfreundlich und auf Langlebigkeit ausgelegt.
  • Für ISO-Anwendungen interessant: geschlossenes System über eine kapselbare Trennmittelkammer (vorteilhaft bei ISO-Materialien).

(Zusammenfassung aus Broschüre/Produktseite – Werte und Ausführungen können je nach Variante abweichen.)

KPI #1
4,33–8,8 l/min
Max. Output pro 60 Zyklen (modellabhängig)
KPI #2
14,4–60,8 bar
Max. Betriebsdruck (je nach Modell)
KPI #3
Wartungsfokus
Servicefreundliche Konstruktion (Gewinde/Packungen)

Produktüberblick: GX-Modelle, Varianten & typische Einsätze

Modell (Beispiel) Output / 60 Zyklen Druckübersetzung Max. Betriebsdruck Wann passt’s?
72.03.7
Standard / ISO / Water / Glue
4,33 l/min 3,7:1 29,6 bar Stabile Versorgung bei moderaten Drücken, z. B. Beschichtungs- und Förderaufgaben mit “ruhigem” Druckbedarf.
72.07.6
Standard / ISO / Water / Glue
4,33 l/min 7,6:1 60,8 bar Wenn du bei gleichem Volumen mehr Druckreserve brauchst (z. B. längere Leitungen, höherer Widerstand, zähere Medien).
146.01.8
Standard / ISO / Water / Glue (kurz/lang)
8,8 l/min 1,8:1 14,4 bar Wenn du mehr Durchsatz bei niedrigen Drücken brauchst (z. B. Versorgung, Umlauf, Medien mit geringerer Druckanforderung).
Kurz erklärt: Standard / ISO / Water / Glue
  • Standard: allgemeine Ausführung (kurz/lang möglich, je nach Modell).
  • ISO: mit geschlossenem Packungs-/Dichtkonzept und speziellen Dichtungen – vorteilhaft bei isocyanathaltigen Medien.
  • Water: Edelstahl/Sonderdichtungen, teils mit Doppelpistonen (auf wässrige Medien ausgelegt).
  • Glue: für Kaltleim/Leimversorgung (z. B. Etikettier-/Dübelanwendungen).
Materialien & Branchen (Auszug)

Typische Medien: spritzfähige Lacke/Farben, wasserbasierte und lösemittelbasierte Beschichtungen, Öle/Fette, Trennmittel, Beizen, Klebstoffe/Leime, Plastisole, Dichtmassen, Bitumen, Epoxide, Unterbodenschutz, Dämm-/Dickschichtmedien sowie weitere hochviskose Medien (auch ISO/Isocyanate je nach Variante).

Praxis-Tipp: Viskosität “entstressen”, bevor du am Druck drehst
Wenn der Materialfluss zäh ist (kalt, hochviskos, lange Leitungen), ist eine beheizte Folgeplatte oft der sauberere Hebel: Sie unterstützt die Förderung hochviskoser Medien und kann je nach Ausführung bis max. 85 °C ausgelegt sein (modell-/ausstattungsabhängig). Ergebnis: weniger “Ruckeln”, stabiler Durchsatz, häufig leichter zu reinigen – und du musst die Anlage nicht unnötig “hochdrücken”.

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Wähle die Variante passend zu Medium & Anwendung (Edelstahl/kurz/lang, ISO/Water/Glue). Bei Unsicherheit: lieber 1–2 Eckdaten (Medium, Viskosität, gewünschter Durchsatz, Leitungslänge) prüfen – dann ist die Auswahl treffsicher.

Empfohlene Grundeinstellungen (Richtwerte aus Unterlagen abgeleitet)

Die folgenden Punkte sind Richtwerte, weil konkrete Anlagenparameter (Leitungslänge, Temperatur, Medium, Viskosität, Düsen/Verbraucher) stark variieren. Grundregel: nie über den max. Betriebsdruck des gewählten Modells gehen – und Druck nur so hoch wie nötig.

Parameter Richtwert Warum
Materialdruck-Regelung Regler so wählen/einstellen, dass die benötigte Arbeitsdruck-Spanne abgedeckt ist (z. B. Handregler 10–320 bar je nach Ausführung/Teilenummer). Regler begrenzen den Ausgangsdruck, helfen bei schwankenden Eingangsdrucken und können Pulsation von Kolbenpumpen ausgleichen – für gleichmäßigeren Materialfluss.
Start “sanft” Mit niedriger Druckluft-/Systemleistung starten, Material anfahren, dann schrittweise erhöhen bis Prozess stabil ist. Verhindert unnötige Scherung, reduziert Risiko von Leckagen/Überdruck und macht das Entlüften leichter.
Temperatur/Viscosity-Hebel Bei zähen Medien eher Heizoptionen prüfen (Folgeplatte/Schlauch) – z. B. Folgeplatte bis max. 85 °C (ausstattungsabhängig). Stabilerer Durchfluss, weniger Kavitation/Unterbrechungen – häufig sauberer als “Druck hoch”.

Profi-Workflow (5–7 Schritte)

  1. Medium & Variante festlegen: Standard vs. ISO/Water/Glue passend zu Material (Feuchteempfindlichkeit, Wasser, Kaltleim etc.).
  2. Modell nach Druck/Flow wählen: Durchsatz (l/min) und benötigte Druckreserve (bar) gegen max. Betriebsdruck abgleichen.
  3. Container-Setup stabil machen: Folgeplatte/-deckel passend zum Behälter wählen (O-Ring vs. Lipseal), Ziel: ruhige Ansaugung und gleichmäßiger Fluss.
  4. Regelung/Anzeige einplanen: Materialdruckregler einsetzen, damit der Ausgangsdruck nicht überschritten wird und der Fluss stabil bleibt.
  5. Sanft anfahren: Niedrig starten, entlüften, dann schrittweise erhöhen, bis am Verbraucher der gewünschte Auftrag stabil erreicht ist.
  6. Bei Zähigkeit: Temperatur statt Druck: Heizoptionen (Folgeplatte/Schlauch) nutzen, bevor du aggressiv hochregelst.
  7. Reinigung/Wartung als Routine: Kurze Reinigungs- und Checkpunkte fest im Schichtende verankern.

Fehlerbehebung (4 typische Probleme → Maßnahmen)

1) Pulsation / unruhiger Auftrag
  • Materialdruckregler richtig dimensionieren und sauber einstellen – er hilft, Druckspitzen zu begrenzen und Pulsation zu kompensieren.
  • Leitungen/Verbraucher auf Engstellen prüfen (Filter, Ventile, Kupplungen).
  • Temperatur/Viskosität stabilisieren (bei zähen Medien eher Heizoptionen prüfen).
2) Zu geringer Durchsatz / “zieht Luft”
  • Ansaugung stabilisieren: Folgeplatte/-deckel passend zum Behälter, Dichtungen prüfen, Ziel ist konstanter Produktfluss (Kavitation vermeiden).
  • Viskosität senken (Wärme) statt nur Druck erhöhen.
  • Materialventile/Reinigung: Ablagerungen und eingetrocknete Reste sind Klassiker.
3) ISO-Material reagiert / Aushärtungsthemen
  • ISO-Ausführung einsetzen (geschlossenes System/Trennmittelkammer-Konzept ist hier vorteilhaft).
  • Feuchteeintrag minimieren: Behälter/Deckel dicht, kurze Standzeiten, saubere Abläufe.
  • Wartung/Wechselintervalle für Dichtungen diszipliniert einhalten.
4) Leckage / Druck baut sich schlecht auf
  • Max. Betriebsdruck des Modells respektieren, danach systematisch abdichten (Anschlüsse, Dichtungen, Packungen).
  • Montagezustand prüfen: servicefreundliche Gewinde helfen, aber korrektes Anziehen/Einsetzen ist entscheidend.
  • Bei abrasiven/reaktiven Medien passende Regler-/Dichtungsvarianten wählen (Membran vs. Kolben je nach Material).

Wartung (5 Punkte, die wirklich zählen)

  • Reinigung als Standardprozess: Der optimierte Materialfluss unterstützt die Reinigbarkeit – trotzdem konsequent spülen/sauber halten.
  • Packungen/Dichtungen prüfen: Federbelastete Packungen sind robust, aber Verschleißkontrolle verhindert Stillstand.
  • Materialdruckregler warten: Regler stabilisieren den Prozess und kompensieren Pulsation – sauberer Zustand = stabiler Auftrag.
  • Ansaug-/Containertechnik checken: Folgeplatte/-deckel und Dichtungen dicht halten, um Kavitation und “Luftziehen” zu vermeiden.
  • Heizoptionen sicher betreiben: Temperaturgrenzen beachten (z. B. Folgeplatte bis max. 85 °C je nach Ausführung) und Verkabelung/Regler prüfen.

FAQ (praxisrelevant)

Welche GX-Pumpe ist “besser”: 72.03.7 oder 72.07.6?
Beide liefern im Beispiel 4,33 l/min, der Unterschied ist die Druckübersetzung und der max. Betriebsdruck. Wenn du mehr Druckreserve brauchst, ist 72.07.6 oft die passendere Wahl.
Wann nehme ich 146.01.8 statt 72er Modelle?
Wenn du mehr Durchsatz bei niedrigeren Drücken willst: 146.01.8 ist auf 8,8 l/min bei 1,8:1 ausgelegt (modellabhängig).
ISO-Version: Muss ich die wirklich nehmen?
Bei isocyanathaltigen/feuchteempfindlichen Medien ist ISO sinnvoll, weil das Dicht-/Packungskonzept und das geschlossene System (Trennmittelkammer) dafür ausgelegt sind.
Was bringt ein Materialdruckregler konkret?
Er sorgt dafür, dass ein eingestellter Ausgangsdruck nicht überschritten wird bzw. der Arbeitsdruck erreicht wird, auch wenn der Eingangsdruck schwankt – zusätzlich kann er Pulsation ausgleichen, was die Applikationsqualität stabil hält.
Druckprobleme bei zähem Material – was ist der schnellste Hebel?
Häufig: Temperatur/Fluss verbessern (z. B. beheizte Folgeplatte/Schlauch) statt nur Druck erhöhen. Das reduziert Stress im System und macht den Prozess ruhiger.

Fazit

WIWA Niederdruckpumpen GX sind eine starke Lösung, wenn du Material zuverlässig fördern und deine Versorgung stabil halten willst – von Lack bis Leim, von Wasser bis ISO. Wenn du Modell (Druck/Flow) und Variante (Standard/ISO/Water/Glue) sauber trennst, mit Reglern stabilisierst und bei zähen Medien eher Temperatur/Ansaugung optimierst, bekommst du einen ruhigen Prozess mit hoher Alltagstauglichkeit.

Hinweis: Alle Werte sind aus Herstellerunterlagen/Produktseiten zusammengefasst und können je nach Konfiguration/Version abweichen. Im Zweifel Typenschild/Unterlagen der konkreten Ausführung prüfen.