Produktüberblick: Varianten, Einsätze, Vorteile (als Tabelle)
| Variante | Typischer Einsatz | Mix Ratio | Richtwerte aus Specs | Vorteil im Alltag |
|---|---|---|---|---|
| M2K 6:1 Air-Assist – Wandmontage Graco 24V891 | Fester Arbeitsplatz, kurze Wege, standardisierte Abläufe | 6:1 | Max. Arbeitsdruck 2400 psi / 163 bar, Fluid/Air Ratio 20:1, Max. Durchfluss 3500 cc/min, Max. Luftdruck 100 psi / 7 bar | Konstante Installation, wiederholbare Einstellungen, weniger Rüstzeit |
| M2K 6:1 Air-Assist – Fahrgestell/Cart Graco 24V885 (Shop-Konfiguration) | Flexible Station, wechselnde Kabinen/Arbeitsplätze | 6:1 | Max. Arbeitsdruck 3000 psi / 204 bar, Fluid/Air Ratio 20:1, Max. Durchfluss 3500 cc/min, Max. Luftverbrauch (bei 20 cpm) 26 scfm, Max. Luftdruck 100 psi / 7 bar | Mobil, schnell am Einsatzort, ideal für kleinere 2K-Verbräuche |
KPI-Boxen (3 Items)
Empfohlene Grundeinstellungen (als Richtwerte)
- Druckluftversorgung: Plane die Anlage so, dass der max. Luftdruck des Systems eingehalten wird (Richtwert: 100 psi / 7 bar).
- Arbeitsdruck Materialseite: Begrenze den Prozess auf den jeweiligen max. Arbeitsdruck der Paketvariante (z. B. Wandmontage 24V891: 2400 psi / 163 bar; Cart 24V885: 3000 psi / 204 bar).
- Durchflussfenster: Für die Prozessplanung kannst du den Max.-Durchfluss als Orientierung nutzen (Richtwert: 3500 cc/min bei 6:1 Air-Assist Varianten).
- Air-Assist Feintuning: Zerstäuberluft und Materialdruck immer in kleinen Schritten anpassen, bis Atomisierung und Transfer passen (exakte Gun-Werte sind material- und düsenspezifisch).
- Materialkompatibilität: M2K ist u. a. für 2K Epoxid, PU und Polyester ausgelegt – prüfe trotzdem immer das Datenblatt deines Materials (Topfzeit, Viskosität, Temperaturfenster).
Profi-Workflow (5–7 Schritte)
- Materialcheck: A-/B-Komponente prüfen (MHD, Temperatur, Viskosität, Topfzeit) und Gebinde korrekt vorbereiten.
- Luft & Sicherheit: Druckluft sauber/konstant bereitstellen; Prozess so auslegen, dass Systemgrenzen (z. B. max. Luftdruck) eingehalten werden.
- Priming/Anfahren: System anfahren und Materialfluss stabilisieren – Ziel ist ein gleichmäßiger Förderstrom ohne Luft-/Gasblasen.
- Ratio-Konstanz sichern: Bei festem 6:1 System steht Prozessstabilität im Fokus: konstante Versorgung, saubere Leitungen, keine Leckagen.
- Spritzbild einstellen: Erst Materialdruck auf “sauberen Auftrag” bringen, dann Zerstäuberluft auf gewünschte Atomisierung feinjustieren.
- Kurze Kontrollläufe: Probe auf Referenzteil: Oberfläche, Verlauf, Wolken/Orangenhaut, Kantenaufbau prüfen und in kleinen Schritten nachregeln.
- Spülen mit Plan: Sobald Pause/Materialwechsel ansteht, zügig und methodisch spülen, um Mischmaterial im System zu minimieren.
Fehlerbehebung (4 Teilprobleme + Maßnahmen)
- Zerstäuberluft in kleinen Schritten anpassen (nicht “überblasen”).
- Materialzufuhr stabilisieren (gleichmäßiger Förderstrom, keine Luft im Material).
- Verschleiß-/Verschmutzung an Luftkappe/Tip prüfen und reinigen.
- Materialdruck und Luft fein abstimmen (Atomisierung vs. Nassfilm-Bildung).
- Materialtemperatur/Umgebung prüfen (zu kalt/zu warm verändert Viskosität & Verlauf).
- Applikationsabstand und Geschwindigkeit konsistent halten.
- Workflow an Topfzeit anpassen: kürzere Mischstrecken/Standzeiten, Pausen vermeiden.
- Spülroutine standardisieren (sofort bei Unterbrechung, konsequente Schritte).
- Bei häufigen Unterbrechungen Prozess so planen, dass möglichst wenig Mischmaterial stehen bleibt.
- Versorgung A/B prüfen (Gebinde, Saugschläuche, Dichtheit, keine Nebenluft).
- Konstante Betriebsbedingungen herstellen (Druckluft, Temperatur, Materialstand).
- Dokumentiere Referenz-Setup (Düse, Abstand, Druckfenster), um Abweichungen schnell zu finden.
Wartung (5 Punkte)
- Spülroutine: Nach Schichtende/Materialwechsel konsequent spülen – Spülabfall sinkt, wenn der Ablauf standardisiert ist.
- Luftqualität: Saubere, trockene Druckluft unterstützt Prozessstabilität und reduziert Störungen.
- Dichtheit: Regelmäßig auf Leckagen prüfen (Saugseite, Anschlüsse, Schläuche).
- Gun-Pflege: Luftkappe/Tip sauber halten; Verschleißteile rechtzeitig wechseln (beugt Spritzbildfehlern vor).
- Dokumentation: Referenz-Setups (Material, Düse, Druckfenster) als “Rezept” festhalten – spart Zeit bei Wiederholaufträgen.