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19.02.26

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WIWA Rohrinnenbeschichtung: Praxis-Guide für Pipe Coating (50–800 mm)

Praxis-Guide
WIWA Pipe Coating: Rohrinnenbeschichtung (50–800 mm) – ohne Rohr zu drehen
In diesem Guide sehen Sie, wie Sie das passende Zubehör (Rotationszerstäuber, Zentrierungen, Lanzen, Ventil/Regler) auswählen, praxistaugliche Setup-Richtwerte ableiten und einen sauberen Ablauf etablieren – mit Troubleshooting & Wartungscheckliste.
WIWA Rohrinnenbeschichtung / Pipe Coating Zubehör
Hinweis: Bild dient der Orientierung (Zubehör/Prinzipdarstellung).
Ø-Bereich
50–800 mm
Innenbeschichtung von Rohren über Rotationszerstäuber/“spinning wheel” – ohne das Rohr zu drehen.
Manuell möglich
bis 3 m
Handgeführte Innenbeschichtung von Rohren sowie Bögen/Abzweigen bis ca. 3 m Länge (Richtwert).
Zentrierung
stabiler Lauf
Für Ø 50–100 mm wird i. d. R. mit zwei Zentrierungen geführt; ab Ø 100–400 mm (optional bis 800 mm) gibt es verstellbare Zentrierlösungen.
Warum WIWA Pipe Coating in der Praxis überzeugt
  • Kein Rohrdrehen nötig: Der Auftrag erfolgt beim Rückzug der beweglichen Lanze.
  • Skalierbar: von manuellen Lanzen bis zu automatisierten/robotischen Anwendungen (je nach Setup).
  • Modular: Rotationszerstäuber-Räder, Zentrierungen, Ventil/Reglereinheit und Lanzen werden passend zum Durchmesser kombiniert.
Produktüberblick: Zubehör & Varianten (aus PDF/Herstellerseite)
Baustein Wofür? Auswahl/Variante Bestell-Nr. (Beispiele)
Rotary atomizer wheel Innenauftrag über rotierendes Rad Ø 33 / 45 / 90 mm 0656957 / 0656958 / 0656959
Automatic valve (Ventil) Steuerung/Schalten im System für interne Rohrbeschichtung 0655976
Centering guide Führung/Zentrierung im Rohr mit Rollen, z. B. 69–78,5 mm / 77,5–97 mm 0657948 / 0657949
Ringe/Einlagen (Ø) Abstimmung auf kleinere Durchmesser Ø 50 / 60 / 65 mm 0658050 / 0658051 / 0658052
Lance (motorisiert) Antrieb/Handling im Rohr Lanze mit Motor, 600 mm 0656960
Hand lance mit Gun Manueller Auftrag Handlanze, 1800 mm 0656948
Guides für Lanze Führung je nach Rohr-Ø Ø 100–400 / Ø 400–800 (für Lanze) 0656954 / 0656956
Conversion kit Umbau/Erweiterung im Ø-Bereich Ø 400–800 (von Pos. 1 zu Pos. 2) 0649924
Regulator unit Regler/Einheit für Montage an der Pumpe inkl. Material- & Luftschläuche (systemabhängig) 0655044
PU 4040 Automatic Gun (Polyurea) Automatische Gun für interne Rohrbeschichtung Guide Ø 210–400 mm (größere Ø auf Anfrage) 0659289
Hinweis: Bestellnummern/Ø-Bereiche sind aus Herstellerunterlagen übernommen; Verfügbarkeit/Set-Umfang kann je nach Version/Markt variieren.
Typische Anwendungen
  • Innenbeschichtung mit automatischen Guns für manuelle oder automatische Sprühlanzen.
  • Innenbeschichtung von verlegten/„in-situ“ Rohren mit Robotik & Rotationszerstäuber.
  • Rotationszerstäuber-Systeme für Rohre größer als 50 mm Durchmesser.
  • Beschichtung von Bögen/Abzweigen mit Rotationszerstäuber auf einer Handlanze.
  • Spezialequipment für Muffen/Verbindungen bei Gussrohren (Richtwert: 80–800 mm).
Praxis-Tipp: Zentrierung zuerst, „Spritzbild“ danach
Wenn die Lanze nicht sauber zentriert läuft, wirkt das Spritzbild „zufällig“ – obwohl Material/Luft korrekt sind. Stellen Sie daher zuerst die passende Führung (Ø-Guide/Rollenführung) ein und prüfen Sie den ruhigen Lauf beim Ein- und Auszug – erst dann feinjustieren Sie Material- und Luftführung am Regler.
Empfohlene Grundeinstellungen (als Richtwerte aus PDF/Herstellerlogik abgeleitet)
In den verfügbaren Unterlagen stehen vor allem Auswahl- und Systemhinweise (Ø-Bereiche, Zubehör, Aufbau). Konkrete Druckwerte sind material- und pumpenabhängig – daher hier bewusst als Richtwert-Checkliste statt Zahlen:
  1. Durchmesser festlegen: Rohr-Ø messen (inkl. Toleranzen/Innenmaß), dann passende Guides/Zentrierungen wählen.
  2. Rotationsrad passend wählen: Zerstäuber-Rad (Ø 33/45/90 mm) nach Rohr-Ø und Materialviskosität vorselektieren (Richtwert).
  3. Systemeinheit aufbauen: Regler/Einheit inkl. Ventil sowie Material- & Luftschläuchen korrekt an der Pumpe montieren.
  4. Rückzugs-Applikation: Auftrag erfolgt beim kontrollierten Rückzug der Lanze – Geschwindigkeit konstant halten (Richtwert).
  5. Erst Test, dann Serie: Kurzen Probelauf durchführen (Lauf ruhig? Zentrierung ok? gleichmäßiger Auftrag?), danach in Serie gehen.
Profi-Workflow (5–7 Schritte)
  1. Bauteil prüfen: Rohr innen sauber/trocken? Kanten, Schweißnähte, Übergänge prüfen.
  2. Ø-Setup wählen: Passenden Guide/Zentrierung montieren (bei kleinen Ø i. d. R. zwei Zentrierpunkte).
  3. Zerstäuber & Lanze konfigurieren: Rotationsrad auswählen, Lanze (motorisiert oder Handlanze) montieren.
  4. Regler/Ventil anschließen: Material- und Luftleitungen gemäß Systemaufbau verbinden; Dichtheit prüfen.
  5. Probelauf ohne Material: Ein-/Auszug testen, Zentrierung und ruhigen Lauf verifizieren.
  6. Probespritzung: Kurzer Auftrag im Rohr, dann Ergebnis prüfen (Deckung, Gleichmäßigkeit, „Nasen“).
  7. Serienauftrag: Konstante Rückzugsgeschwindigkeit beibehalten, bei Ø-/Geometriewechsel neu testen.
Fehlerbehebung: 4 typische Probleme
1) Unregelmäßiger Auftrag / Streifenbildung
  • Zentrierung prüfen: Guide/Rollenführung passend zum Innen-Ø?
  • Rückzugsgeschwindigkeit stabilisieren (nicht „ruckeln“).
  • Rotationsrad passend zum Ø/Material prüfen (Richtwert-Auswahl).
2) Lanze „schlägt“ an / läuft nicht ruhig
  • Guide-Position und Rollenlauf kontrollieren, ggf. auf verstellbare Zentrierung wechseln.
  • Bei Ø 50–100 mm: zwei Zentrierpunkte/Guides konsequent nutzen.
  • Rohr-Innenkontur (Kanten/Schweißnähte) vorab prüfen.
3) Materialauftrag zu „dick“ an Rohrenden
  • Rückzug am Ende nicht verlangsamen – gleichmäßige Bewegung bis zum Austritt.
  • Prozess so planen, dass Start-/Stopp-Punkte außerhalb kritischer Bereiche liegen (wenn möglich).
  • Kurzen Testlauf durchführen und Parameter/Handling feinjustieren.
4) Zu wenig Deckung in Bögen/Abzweigen
  • Für Geometrien (Bögen/Abzweige) Handlanze/Setup gemäß Anwendung wählen.
  • Zentrierung so einstellen, dass der Lauf in der Geometrie stabil bleibt.
  • Probespritzung an Musterstücken, bevor Serie startet.
Wartung: 5 Punkte für dauerhaft saubere Ergebnisse
  • Rollen/Zentrierführungen sauber halten, auf Leichtlauf prüfen (Ablagerungen vermeiden).
  • Material- und Luftleitungen regelmäßig auf Dichtheit & Beschädigung prüfen.
  • Rotationsrad/Atomizer auf Verschleiß und saubere Oberfläche kontrollieren.
  • Regler/Ventil-Einheit funktionsprüfen (Schalten/Ansprechverhalten).
  • Nach jedem Einsatz: systemgerechte Reinigung/Spülung gemäß Materialvorgaben durchführen.
Passende WIWA Rohrbeschichtung-Modelle direkt im Shop
Wählen Sie das Modell, das am besten zu Ihrem Ø-Bereich und Einsatz (manuell/automatisiert) passt – wir unterstützen Sie gern bei der Auslegung.
FAQ: Häufige Praxisfragen
1) Für welche Rohrdurchmesser ist WIWA Pipe Coating gedacht?
Für die Innenbeschichtung wird ein Bereich von ca. 50–800 mm beschrieben (je nach Zentrierung/Setup).
2) Muss das Rohr während der Beschichtung gedreht werden?
Nein – der Auftrag erfolgt über den Rotationszerstäuber beim kontrollierten Rückzug der Lanze aus dem Rohr.
3) Warum sind bei kleinen Ø oft zwei Zentrierungen nötig?
Bei ca. Ø 50–100 mm wird eine Führung mit zwei Zentrierpunkten beschrieben, um den Lauf stabil zu halten und Streifen/Schlagen zu vermeiden.
4) Kann ich Bögen und Abzweige beschichten?
Ja – als typische Anwendung werden Bögen/Verzweigungen genannt, z. B. mit Rotationszerstäuber auf einer Handlanze (Setup abhängig).
5) Gibt es eine Lösung für Polyurea in der Rohrinnenbeschichtung?
In den Unterlagen wird ein „PU 4040 Automatic Gun for internal pipe coating with Polyurea“ inklusive Guide-Hinweis genannt (weitere Auslegung je nach Ø auf Anfrage).
Fazit
WIWA Pipe Coating ist besonders dann stark, wenn Sie den Prozess konsequent über Ø-passende Zentrierung, ein sauberes Lanze-Handling und die passende Rotationsrad-Auswahl stabilisieren. Nutzen Sie diesen Guide als Checkliste – und wählen Sie danach das passende Modell im Shop, um Ihre Rohrinnenbeschichtung sicher in Serie zu bringen.