WIWA PU GUN 4040 richtig einsetzen: Hand- oder Automatikpistole – so gelingt der Job
Die WIWA PU GUN 4040 ist eine pneumatisch betriebene 2K-Spritzpistole für PUR-Schäume/Polyurethane und schnell reagierende Systeme wie Polyurea – entwickelt für ergonomisches, ermüdungsarmes Arbeiten und flexibel anpassbar über wechselbare Mischkammern und Düsen. In diesem Guide bekommst du einen praxistauglichen Überblick, Richtwerte (keine starren „One-fits-all“-Settings), einen Profi-Workflow und eine schnelle Fehlerhilfe – mit direkter Kauf-CTA zu den passenden Varianten.
Produktbild
Hinweis: Abbildung kann je nach Ausführung/Adapter/Düsenkonfiguration abweichen.
Produktüberblick: Varianten, Einsätze, Vorteile (Tabelle)
| Variante | Kurzprofil | Wichtige Daten | Typische Einsätze |
|---|---|---|---|
| Handpistole WIWA PU GUN 4040 |
Ergonomisch für manuelles Beschichten, variable Schlauchanschlüsse, geeignet für Rund- und Flachstrahldüsen. |
Max. Betriebsdruck: 250 bar Max. Lufteingangsdruck: 8 bar Max. Materialtemperatur: 100 °C Pistolen-Gewicht (Richtwert): 1,5 kg Leistungsbereich: 1,2–22 kg/min Teilenummer (Hersteller): 0667480 Max. Förderleistung (Shop-Angabe): 22 l/min |
Flächenbeschichtung, Ausbesserungen, schwer zugängliche Bereiche, wechselnde Düsen-/Mischkammer-Setups. |
| Automatikpistole WIWA PU GUN 4040 |
Für automatische Beschichtungsanlagen: Griff wird durch Adapter ersetzt, weiterhin flexibel konfigurierbar. |
Max. Betriebsdruck: 250 bar Max. Lufteingangsdruck: 8 bar Max. Materialtemperatur: 100 °C Pistolen-Gewicht (Richtwert): 1,25 kg Leistungsbereich: 1,2–22 kg/min Teilenummer (Hersteller): 0667797 Max. Förderleistung (Shop-Angabe): 22 l/min |
Serienprozesse, reproduzierbare Bahnen/Tracks, Robotik/Automatik, Teilautomatisierung. |
Richtwerte: Pistolen-Gewichte und Leistungsbereich stammen aus dem WIWA-Prospekt; Förderleistung (l/min) ist als Shop-Angabe geführt. Beide sind je nach Setup (Mischkammer/Düse/Material) auslegungsspezifisch.
CTA: Passende Ausführung direkt bestellen
Du willst direkt loslegen oder dein Setup standardisieren? Wähle die Variante, die zu deinem Prozess passt (Handbetrieb vs. Automatik/Anlage).
Empfohlene Grundeinstellungen (aus Daten abgeleitet – als Richtwerte)
Die folgenden Punkte sind Richtwerte/Start-Checks aus den zulässigen Grenzdaten und dem Konzept der Pistole (2K-Mischung in der Mischkammer kurz vor Austritt). Exakte Prozesswerte hängen immer von Materialdatenblatt, Anlage (Pumpe/Heizung/Schläuche) und Düse/Mischkammer ab.
- Pneumatik: Lufteingangsdruck so einstellen, dass der Prozess stabil läuft – max. 8 bar (Grenzwert).
- Druckbereich: System-/Materialdruck im sicheren Arbeitsfenster betreiben – max. 250 bar (Grenzwert).
- Materialtemperatur: nach Materialvorgabe temperieren – max. 100 °C (Grenzwert an der Pistole).
- Ausbringung/Output: über Mischkammerwechsel und Düsenwahl anpassen (Rund-/Flachstrahl möglich). Standardsetup: Rundstrahl-Mischkammer + 60 mesh Sieb (Richtwert/Referenz).
- Leistungsfenster: als grober Orientierungsrahmen 1,2–22 kg/min (material-/setupsensitiv).
Profi-Workflow (5–7 Schritte)
- Setup festlegen: Handbetrieb oder Automatik (Adapter/Handle-Konfiguration), passende Schlauchführung und ergonomische Ausrichtung der Anschlüsse.
- Mischkammer & Düse wählen: Rund- oder Flachstrahl, gewünschte Ausbringung über passende Mischkammer dimensionieren.
- Sieb/Filter prüfen: Material-Sieb (z. B. 60 mesh im Standardsetup) einsetzen und auf Sauberkeit achten – besonders bei reaktiven Systemen.
- Material- und Pneumatik-Checks: Temperatur-/Druckgrenzen einhalten (max. 100 °C Material, max. 250 bar, max. 8 bar Luft) und an Materialdatenblatt ausrichten.
- Testauftrag: Spritzbild, Mischverhalten und Ausbringung auf Testfläche beurteilen. Bei Abweichungen zuerst Mischkammer/Düse/Sieb prüfen.
- Beschichten: Gleichmäßige Bahnen, konstante Bewegung. Bei großen Flächen auf ermüdungsarmes Handling achten (Anschlüsse/Griffposition).
- Nacharbeit & Sicherung: Pistole druckfrei/sicher gemäß Anlagenprozess, Mischkammer bei Bedarf reinigen/wechseln. Optional: Spül-/Flush-Setup nutzen.
Fehlerbehebung (4 typische Probleme + Maßnahmen)
- Düse (Rund/Flach) und Mischkammer auf Passung/Abnutzung prüfen, ggf. wechseln.
- Sieb/Filter (z. B. 60 mesh) reinigen/ersetzen, um Partikel/Verengungen zu vermeiden.
- Mischkammer wechseln: Die Ausbringung lässt sich laut Konzept durch Austausch der Mischkammer anpassen.
- Prozessfenster prüfen (innerhalb der Grenzwerte) und an Materialdatenblatt ausrichten.
- Anschlüsse/Schlauchführung neu positionieren (variable Anordnung ist vorgesehen) – Zugkräfte reduzieren.
- Griff-/Adapter-Konfiguration passend wählen (Handgriff vs. Automatikadapter).
- Mischkammer und Press-/Düsenteile zeitnah reinigen bzw. wechseln (Option: Spül-/Flushing-Device).
- Sieb/Filterzustand prüfen, Schutzabdeckung nutzen und sauberes Handling sicherstellen.
Wartung (5 schnelle Punkte)
- Mischkammer pflegen: regelmäßig reinigen/bei Bedarf ersetzen (Setup ist als wechselbar ausgelegt).
- Filter/Sieb prüfen: Material-Sieb (z. B. 60 mesh im Standardsetup) sauber halten.
- Schmierpunkte beachten: mitgelieferte Fettpresse/Gefetteteile gemäß Betriebspraxis nutzen.
- Schutz & Transport: Schutzabdeckung nutzen und in robustem Koffer lagern (Lieferumfang).
- Optional spülen: bei häufigen Materialwechseln/Stopps Spül-/Flush-Lösung als Zubehör einplanen.
FAQ (praxisnah)
Fazit
Wenn du bei PUR/Polyurea saubere Ergebnisse willst, beginnt die Optimierung bei der WIWA PU GUN 4040 fast immer mit dem richtigen Setup aus Mischkammer, Düse (rund/flat) und sauberem Sieb – und erst danach mit Prozessparametern innerhalb der Grenzwerte. Wähle die Handpistole für maximale Flexibilität oder die Automatikpistole für reproduzierbare Serienprozesse – beide Varianten bekommst du direkt bei Beschicht.com.