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17.02.26

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DeVilbiss AG361 Automatikpistole richtig einstellen – HVLP & Trans-Tech Praxis-Guide

Praxis-Guide

DeVilbiss AG361 Automatikpistole – Einstellungen, Luftkappen & Düsenauswahl in der Praxis

Die DeVilbiss AG361 ist eine Low-Pressure-Air-Atomisation Automatikpistole für industrielle Beschichtungen – geeignet für wasser- und lösemittelbasierte Materialien. In diesem Guide zeigen wir Ihnen, wie Sie HVLP- und Trans-Tech-Varianten optimal einstellen, die richtige Düse/Luftkappe kombinieren und typische Fehlerbilder sicher beheben.

DeVilbiss AG361 Automatikpistole

Produktüberblick AG361

Merkmal Spezifikation (Richtwerte laut Service Manual)
Max. Luft-Eingangsdruck bis 7 bar
Zylinder-Luftdruck ca. 4–7 bar (modellabhängig)
Gewicht ca. 670 g
Materialien Edelstahl-Flüssigkeitswege, QuickClean™ beschichtetes Aluminiumgehäuse
Einsatzbereiche Industriebeschichtung, Feinfinish, wasser- & lösemittelbasiert
Transfereffizienz
HVLP & Trans-Tech Varianten erreichen > 65 % Übertragungsrate (Herstellerangabe).
Spritzabstand
Empfohlen: ca. 150–200 mm.
Luftkappen-Optionen
Conventional, Trans-Tech, HVLP – je nach Material & Zieloberfläche.
Tipp aus der Praxis: Öffnen Sie ATOM- und FAN-Ventil zunächst vollständig und stellen Sie den Eingangsdruck erst bei betätigter Pistole ein. So erreichen Sie reproduzierbare Startbedingungen.

Empfohlene Grundeinstellungen (Richtwerte)

  • Trans-Tech Luftkappen: ca. 2,0 bar Eingangsdruck
  • Conventional Luftkappen: ca. 3,0 bar Eingangsdruck
  • HVLP (HV30): ca. 1,75 bar Eingangsdruck (ca. 0,7 bar an der Kappe)
  • Spritzabstand: 150–200 mm
  • Flüssigkeitsmenge über Nadelverstellung feinjustieren

Werte abhängig von Material, Viskosität und gewählter Düsengröße. Angaben als Richtwerte gemäß Performance-Tabellen.

Profi-Workflow für stabile Prozesse

  1. Nadelverstellung vollständig öffnen.
  2. FAN- und ATOM-Ventil vollständig öffnen.
  3. Flüssigkeitsdruck gemäß gewünschter Fördermenge einstellen.
  4. Lufteingangsdruck bei betätigter Pistole auf Richtwert einstellen.
  5. Testbild spritzen – ggf. Luft oder Material anpassen.
  6. Feinjustierung über Nadel und Musterbreite.
  7. Nach Betrieb: Luft & Material schließen, Druck entlasten, reinigen.

Typische Fehlerbilder & Lösungen

  • Schwerer Rand links/rechts: Luftkappe reinigen, Hornbohrungen prüfen.
  • Schwerer Mittelpunkt: Materialmenge reduzieren oder Luftdruck erhöhen.
  • Split-Spray: Zu viel Hornluft – Musterregelventil reduzieren.
  • Spucken beim Start: Düse/Nadel prüfen, Sitz kontrollieren.

Wartungsempfehlungen

  • Tägliche Reinigung von Luftkappe und Düse.
  • Düsensitz und Nadel regelmäßig auf Verschleiß prüfen.
  • Dichtungen/O-Ringe kontrollieren.
  • Nur geeignete Lösungsmittel verwenden.
  • Vor Wartung Druck vollständig entlasten.

FAQ zur AG361

1. Welche Düsengröße für 2K-Lack?
Typisch 1,2–1,4 mm – abhängig von Viskosität.

2. Unterschied HVLP vs. Trans-Tech?
HVLP mit niedrigerem Kappendruck, Trans-Tech mit höherer Energieeffizienz.

3. Empfohlener Spritzabstand?
150–200 mm.

4. Warum entsteht ein flatterndes Spritzbild?
Lose Düse oder verstopfte Fluidpassage prüfen.

5. Ist die Pistole ATEX geeignet?
Geeignet für Zone 1 & 2 (II 2 G X T6 laut Herstellerangabe).

Fazit: Mit der richtigen Kombination aus Luftkappe, Düsensatz und präziser Druckeinstellung bietet die AG361 eine stabile, effiziente Lösung für industrielle Beschichtungsprozesse. Entscheidend sind reproduzierbare Startwerte, saubere Komponenten und systematische Feinjustierung.