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16.02.26

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WIWA DOSYS XL Praxis-Guide: 2K dosieren & mischen ohne Unterbrechungen

Praxis-Guide

WIWA DOSYS XL richtig einrichten – konstant mischen, großflächig beschichten

Dieser Guide zeigt Ihnen praxisnah, wie Sie die DOSYS XL für kontinuierliche 2K-Förderung und blasenfreies Mischen vorbereiten – inklusive Richtwerten, Workflow, Fehlerbehebung und Wartung.

Large-Area Coatings 2K Kleben & Dichten Konstantes Mischungsverhältnis
WIWA DOSYS XL 2K Dosier- und Mischsystem
WIWA DOSYS XL – stationär/rollbar für hohe Förderleistungen

Einleitung: Was Sie mit der DOSYS XL in der Praxis gewinnen

Wenn 2K-Materialien von Hand gemischt werden, schwankt das Ergebnis oft – je nach Tagesform, Anwender und Prozessdisziplin. Die DOSYS XL ist dafür ausgelegt, diese Streuung zu reduzieren: Sie wurde speziell für großflächige Industriebeschichtungen entwickelt, bei denen kontinuierliche Förderleistung zählt, und setzt auf blasenfreies Mischen bei konstantem Mischungsverhältnis.

Gleichzeitig sorgt die Entnahme aus großen und unterschiedlich dimensionierten Gebinden für einen wirtschaftlichen Materialfluss – ideal, wenn Stillstände und Nacharbeit teuer werden.

Produktüberblick: Varianten, Einsätze, Vorteile (Kurzvergleich)

Variante / Best.-Nr. Mischungsverhältnis (Beispiel) Ausstoß pro Zyklus Max. Betriebsdruck Typische Nutzung
DOSYS XL 0671751 1:1 (Beispielsystem) 2106 cm³ 208 bar Großflächig, kontinuierlich, 2K Kleben/Dichten
DOSYS XL 0671752 1:1 (Beispielsystem) 2106 cm³ 270 bar Höherer Druckbedarf bei zähen Materialien
DOSYS XL 0671758 5:1 (Beispielsystem) 1263 cm³ 192 bar Andere Mischungsverhältnisse / Prozessfenster
Hinweis: Die DOSYS XL ist modular konfigurierbar (z. B. andere Förderleistungen, Mischungsverhältnisse, Zuführ-Varianten).

KPI-Boxen: Woran Sie “gute Einstellung” in 3 Punkten erkennen

KPI 1
Konstantes Mischungsverhältnis
Keine sichtbaren Schwankungen im Auftrag über die Schichtlänge.
KPI 2
Blasenfreies Mischen
Weniger Nacharbeit (z. B. Spachteln/Schleifen) durch saubere Oberfläche.
KPI 3
Stabile Förderleistung
Gleichmäßiger Materialfluss ohne Pulsation – auch bei zähen Medien.
Praxis-Tipp (gelbe Box): Stabiler Auftrag durch Druckregelung + Temperatur Wenn Ihr Material zu Pulsation neigt oder der Auftrag “atmet”, setzen Sie auf eine saubere Druckführung: Materialdruckregler können Outlet-Druck stabilisieren und Pulsation ausgleichen – besonders hilfreich, wenn Kolbenpumpen fördern. Bei sehr hochviskosen Medien bringt zusätzlich eine beheizte Folgeplatte den Materialfluss deutlich nach vorn (geringeres “Zerren” am System).

CTA: DOSYS XL direkt auswählen

Wählen Sie die passende DOSYS XL-Variante – wir helfen Ihnen gern bei Mischungsverhältnis, Förderleistung und Zubehör.

Empfohlene Grundeinstellungen (Richtwerte)

Die folgenden Werte sind Richtwerte aus typischen DOSYS XL-Beispielsystemen. Ihr tatsächlicher Bedarf hängt stark von Materialviskosität, Schlauchlängen, Temperatur und Werkzeug (z. B. Mischer/Düse) ab.

Parameter Richtwert / Startpunkt Warum das hilft
Luft-Eingangsdruck bis max. 8 bar Grundlage für stabile Förderleistung (nicht über Maximalwert hinaus).
Ausstoß pro Zyklus 1263–2106 cm³ (modellabhängig) Dimensioniert Ihre Taktung / Durchsatzplanung.
Max. Betriebsdruck ca. 192–270 bar (modellabhängig) Relevant bei zähen Medien, langen Leitungen, restriktiven Mischern.
Druckregelung Material (optional) z. B. Regelbereiche 10–320 bar / 20–250 bar / 25–275 bar (je nach Regler) Hilft, Ausgangsdruck zu stabilisieren und Pulsation zu kompensieren.
Tipp: Wenn das Material “zäh” läuft, prüfen Sie zuerst Temperaturführung (z. B. beheizte Folgeplatte) und erst danach Druck erhöhen.

Profi-Workflow (5–7 Schritte) – so starten Sie sauber in die Produktion

  1. Variante & Mischungsverhältnis festlegen: Wählen Sie das Beispiel-Mischungsverhältnis (z. B. 1:1 oder 5:1) und die passende Best.-Nr. für Ihr Prozessfenster.
  2. Gebinde & Zuführung vorbereiten: Nutzen Sie Großgebinde/Fasszuführung, um Stillstände zu minimieren. Achten Sie auf saubere Ansaugwege und Dichtheit.
  3. Temperatur stabilisieren: Bei hochviskosen Medien: Folgeplatte/Heizung nutzen, bis ein gleichmäßiger Materialfluss entsteht (nicht “kalt anfahren”).
  4. Druckführung einstellen: Luftversorgung auf stabilen, reproduzierbaren Wert bringen (Start unterhalb der Max.-Grenzen). Optional Materialdruckregler einsetzen, um den Ausgangsdruck zu glätten.
  5. Materialwege entlüften/primen: Beide Komponenten separat sauber anfahren, bis keine Luftnester/Unterbrechungen mehr sichtbar sind.
  6. Testauftrag + Mischbild prüfen: Kurzer Probeauftrag (z. B. auf Testplatte) – Oberfläche und Reaktionsbild beurteilen. Dann erst Serienauftrag freigeben.
  7. Serienprozess sichern: Parameter dokumentieren (Druck/Temperatur/Materialcharge). Bei langen Schichten in festen Intervallen visuell prüfen.

Fehlerbehebung: 4 typische Probleme + schnelle Maßnahmen

1) Blasen / Poren im Auftrag
  • Priming/Entlüftung wiederholen, bis beide Komponenten absolut gleichmäßig laufen.
  • Mischer/Leitungen auf Luftziehen prüfen (Dichtheit, Anschlüsse, Ansaugseite).
  • Materialtemperatur stabilisieren (hochviskos = eher heizen als “mehr Druck”).
2) Mischungsverhältnis driftet / reagiert “komisch”
  • Zuführung beider Komponenten prüfen (Füllstand, Ansaugung, Verstopfung, Rückschlag).
  • Konfiguration/Mischungsverhältnis der Einheit verifizieren (Beispielsystem vs. Projektbedarf).
  • Bei stark schwankender Viskosität Temperatur konstant halten (Charge/Umgebung).
3) Förderleistung bricht ein / “hungert”
  • Ansaugseite prüfen: Kavitation vermeiden, Gebinde sauber entlüften/abdichten.
  • Heizung/Folgeplatte nutzen, um Materialfluss zu verbessern (hochviskos).
  • Filter/Mischer auf partielle Verstopfung prüfen und reinigen.
4) Pulsation / unruhiger Strang
  • Materialdruckregler einsetzen/korrekt dimensionieren, um Pulsation zu kompensieren.
  • Schlauchführung schützen (keine Knicke, Mindestbiegeradien), Leitungslängen pragmatisch halten.
  • Filterzustand prüfen (bei Teilverstopfung “pumpt” das System).

Wartung (5 Punkte) – damit die DOSYS XL konstant liefert

  • Filterpflege: Filter regelmäßig prüfen/reinigen, um Durchsatz und Druckstabilität zu sichern.
  • Dichtheit checken: Ansaug- und Druckseite auf Luftziehen/Leckage prüfen (häufige Ursache für Blasen).
  • Mischer/Dispenser reinigen: Restriktionen vermeiden – sonst steigt Druckbedarf unnötig.
  • Heizkomponenten prüfen: Folgeplatte/Heizkreise auf stabile Temperaturführung kontrollieren (hochviskose Medien profitieren stark).
  • Parameter dokumentieren: “Best setup” je Material/Charge festhalten (Druck, Temperatur, Werkzeug, Schlauchlänge).

FAQ (praxisrelevant)

1) Welche DOSYS XL-Variante ist die richtige?
Richten Sie sich nach Mischungsverhältnis, benötigtem Ausstoß pro Zyklus und dem Druckfenster Ihres Materials. Für höhere Druckanforderungen ist die 270-bar-Variante naheliegend, andere Prozesse profitieren von 192/208 bar.
2) Muss ich für zähe Materialien immer den Druck erhöhen?
Nicht zwingend. Häufig ist eine konstante Temperaturführung (z. B. beheizte Folgeplatte) der bessere Hebel, weil sie den Materialfluss verbessert, bevor Sie den Prozess “hart” fahren.
3) Wie bekomme ich Pulsation in den Griff?
Ein Materialdruckregler kann Ausgangsdruck stabilisieren und Pulsation kompensieren. Zusätzlich helfen saubere Schlauchführung (ohne Knicke) und gepflegte Filter.
4) Welche Materialien passen typischerweise zur DOSYS XL?
Typisch sind 2K-Füllstoffe (z. B. Epoxy/PU/Peroxid-Basis), Klebstoffe, Dichtstoffe, Verdicker, Spachtelmassen und Dämm-/Isoliermaterialien – besonders, wenn kontinuierliche Förderung gefragt ist.
5) Kann ich Mischungsverhältnis und Förderleistung projektbezogen anpassen?
Ja – die DOSYS XL ist modular und kann in vielen Parametern konfiguriert werden (z. B. Mischungsverhältnis, Förderleistung, Zuführvarianten). Für die optimale Auslegung lohnt die Abstimmung anhand Ihres Materials und Prozessziels.

Fazit

Die WIWA DOSYS XL spielt ihre Stärke aus, wenn Sie großflächig und kontinuierlich verarbeiten müssen: konstantes Mischungsverhältnis, blasenfreies Mischen und stabiler Durchsatz reduzieren Nacharbeit und machen Ihren Prozess reproduzierbar. Starten Sie mit Richtwerten, sichern Sie Temperatur und Druckführung – und dokumentieren Sie Ihr “Best Setup” je Material.