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16.02.26

wiwa-dosieranlage

WIWA DOSYS M: 2K-Mischen & Dosieren ohne Lufteinschlüsse – Praxis-Guide für Epoxy, PU & Dichtstoffe

Praxis-Guide

WIWA DOSYS M: 2K-Mischen & Dosieren ohne Lufteinschlüsse – so setzt du Kleinstmengen sicher um

Wenn 2K-Epoxy, PU-Klebstoffe oder Dichtstoffe von Hand gemischt werden, ist ein Klassiker fast immer dabei: Luft wird eingetragen – und die Blasen tauchen später in der Oberfläche oder im Klebespalt wieder auf. Die WIWA DOSYS M ist genau für diesen Alltag gebaut: blasenfrei mischen, Mischungsverhältnis konstant halten und auch kleinste Mengen kontrolliert abgeben – bis hin zum präzisen Stoppen mitten im Hub für selektive Anwendungen.

WIWA DOSYS M Dosieranlage
Kurzfazit für Entscheider
  • Konstantes Mischungsverhältnis statt Tagesform
  • Saubere, gleichmäßige Ergebnisse durch blasenarmes/blasenfreies Fördern & Mischen
  • Kleinstmengen exakt dosierbar (selektiv, stoppbar)
  • Pneumatisch, einfach in der Bedienung (ideal für Werkstatt & Montage)

Produktüberblick: Varianten, Einsätze, Vorteile

Variante / Mischungsverhältnis Typische Materialien Stärke im Alltag Richtwert: Output pro Doppelhub*
1:1 2K-Epoxy, 2K-PU, Füller/Spachtel Konstantes Verhältnis, gleichmäßige Qualität ca. 0,82 l
2:1 Klebstoffe, Dichtstoffe, thixotrope Systeme Saubere Dosierung kleiner Chargen ca. 0,62 l
10:1 Klebstoffe/Dichtstoffe mit geringem B-Anteil Prozesssicher trotz “kleinem” Härteranteil ca. 0,32 l
100:3 (extrem) Spezial-Systeme (z. B. sehr kleiner B-Anteil) Extreme Mischverhältnisse prozessstabil umsetzen ca. 0,42 l

*Richtwerte aus der System-Übersicht; reale Werte hängen u. a. von Materialviskosität, Peripherie und Setup ab.

KPI 1
Weniger Ausschuss
Gleichbleibende Mischung reduziert Nacharbeit (Blasen/Poren, ungleiches Aushärten).
KPI 2
Konstante Qualität
Mischungsverhältnis bleibt stabil – unabhängig von Anwender & Tagesform.
KPI 3
Kleinstmengen kontrolliert
Selektiv dosieren – bei Bedarf sogar mitten im Hub stoppen (praxisstark bei Spot-Applikationen).
Praxis-Tipp: Blasen & Oberflächenfehler sofort entschärfen Starte bei kritischen Sichtflächen mit kurzen Testbeads auf Abfallmaterial und stelle die Abgabe so ein, dass der Strang gleichmäßig ohne “Spucken” läuft. Bei Spot-Applikationen nutze die Start-/Stop-Funktion (z. B. per Fußsteuerung) und stoppe bewusst, sobald die Zielmenge erreicht ist – statt “nach Gefühl” nachzudrücken.

Jetzt passende WIWA DOSYS M Variante auswählen

Direkt zu den Produktvarianten im Shop (max. 4 Buttons):

Empfohlene Grundeinstellungen (Richtwerte)

  • Max. Lufteinlassdruck: bis 6 bar (Richtwert) – für Material & Prozess so niedrig wie möglich, so hoch wie nötig.
  • Mischungsverhältnis: wähle die passende Variante (z. B. 1:1, 2:1, 10:1, 100:3) passend zum Materialdatenblatt.
  • Dosiermenge (Richtwert pro Doppelhub): je nach Verhältnis ca. 0,32–0,82 l – nutze Testabgaben zur Feinabstimmung.
  • Kleinstmengen/Spot-Jobs: nutze kontrolliertes Start-Stop und – wenn erforderlich – Abbruch mitten im Hub für die Zielmenge.
  • Optionen nach Bedarf: Druckbehälter für Komponente B, Kartuschen-Befülleinheit (Hub reduziert), Fußschalter-Montagekit.

Hinweis: Werte sind Richtwerte aus der Produktübersicht; projektspezifische Auslegung (Material, Schlauchlängen, Viskosität, Umgebung) kann Anpassung erfordern.

Profi-Workflow (5–7 Schritte)

  1. Materialcheck: Mischungsverhältnis & Topfzeit aus dem Materialdatenblatt prüfen; passende DOSYS-M-Variante wählen.
  2. Gebinde vorbereiten: Komponente A/B korrekt anschließen; saubere Entnahme sicherstellen (kein Schmutz, keine Feuchtigkeit bei sensiblen Systemen).
  3. Druck anfahren: Luftversorgung anschließen und mit moderatem Druck starten (Richtwert im System: max. 6 bar).
  4. Testabgabe: Kurze Probeabgabe durchführen, bis ein gleichmäßiger Strang ohne Unterbrechungen läuft.
  5. Applizieren: Zielmenge dosieren; bei Spot-Anwendungen Start-/Stop nutzen und bei Bedarf mitten im Hub stoppen.
  6. Qualitätscheck: Oberfläche/Strangbild prüfen (Blasen, Schlieren, ungleichmäßige Konsistenz) und ggf. Druck/Handling nachjustieren.
  7. Reinigung/Stillstand: Nach Arbeitsschluss material- und herstellerkonform reinigen bzw. sichern – besonders bei schnell reagierenden Systemen.

Fehlerbehebung: 4 typische Probleme

1) Blasen/Poren im Ergebnis
  • Probeabgaben verlängern, bis der Strang wirklich stabil läuft.
  • Dosieren mit ruhiger, gleichmäßiger Trigger-/Start-Stop-Führung (kein “Pumpen”).
  • Materialhandling prüfen: zu kaltes/zu zähes Material begünstigt Lufteinschlüsse → ggf. temperieren (projektspezifisch).
2) Unsaubere Mischung (Schlieren, weiche Stellen)
  • Sicherstellen, dass die richtige Mischungsverhältnis-Variante verwendet wird.
  • Zuführungen/Anschlüsse A & B auf Vertauschung und Dichtheit prüfen.
  • Optionen/Setup (z. B. Druckbehälter B) passend zur Anwendung konfigurieren.
3) Abgabe schwankt / “Spucken”
  • Luftdruck stabilisieren (Regler/Versorgung prüfen) und nicht höher als nötig fahren.
  • Schlauchführung auf Knicke/zu enge Radien prüfen; saubere, spannungsfreie Verlegung.
  • Vor dem eigentlichen Auftrag kurze Stabilisations-Abgabe machen.
4) Material härtet an / Stillstand-Probleme
  • Bei kurzen Pausen konsequent sichern (Start-Stop) statt Material “stehen lassen”.
  • Reinigungs-/Sicherungsroutine an Topfzeit anpassen (materialabhängig).
  • Für Kartuschen-Jobs passende Kartuschen-Befüll-Option nutzen (Setup sauber halten).

Wartung (5 Punkte)

  • Täglich: Sichtprüfung auf Leckagen an Anschlüssen, Schläuchen und Kupplungen.
  • Regelmäßig: Reinigungszustand am Misch-/Abgabebereich prüfen (materialabhängig).
  • Luftversorgung: Wasser/Öl im Druckluftnetz minimieren (Filter/Wartungseinheit nach Betriebsvorgabe).
  • Peripherie: Zubehör (Fußschalter, Kartuschen-Setup, Druckbehälter B) auf Funktion & Dichtheit prüfen.
  • Ersatzteile/Service: Verschleißteile vorausschauend bevorraten – besonders bei hochfrequenten Spot-Jobs.

FAQ (praxisrelevant)

1) Welche Materialien passen zur DOSYS M?
Typisch sind 2K-Füller auf Epoxy/PU/Peroxid-Basis, Klebstoffe, Dichtstoffe, Verdicker, Mastics und Isoliermaterialien – überall dort, wo konstantes Verhältnis & saubere Abgabe zählen.
2) Kann ich wirklich Kleinstmengen sicher dosieren?
Ja, der Fokus liegt auf kleinen Mengen – für selektive Anwendungen kann die Abgabe sehr fein kontrolliert werden, inklusive Stoppen mitten im Hub (ideal für punktuelle Klebungen).
3) Welche Mischungsverhältnisse gibt es?
In der Systemübersicht werden u. a. 1:1, 2:1, 10:1 und extreme Verhältnisse wie 100:3 geführt – wähle passend zum Materialdatenblatt und Prozess.
4) Wie hoch darf der Luftdruck sein?
Als Richtwert ist ein max. Lufteinlassdruck von 6 bar angegeben. In der Praxis: so niedrig wie möglich für sauberen Lauf, so hoch wie nötig für die gewünschte Förderstabilität.
5) Welche Optionen lohnen sich am häufigsten?
Häufig genutzt werden Start-Stop per Fußsteuerung, Druckbehälter für Komponente B sowie Kartuschen-Befüll-Zubehör – je nach Anwendung und Taktung.

Fazit

Die WIWA DOSYS M ist ein praxisstarkes 2K-System für alle, die kleine Mengen wiederholbar, sauber und wirtschaftlich verarbeiten müssen: konstantes Mischungsverhältnis, kontrollierbares Dosieren und spürbar weniger Nacharbeit durch typische Handmisch-Effekte. Wenn du regelmäßig Spot-Jobs, Kartuschen-Befüllung oder präzise Klebungen machst, ist das Setup eine klare Prozess-Aufwertung.

Hinweis: Alle Einstellungen/Leistungswerte im Artikel sind als Richtwerte zu verstehen und können je nach Material, Setup und Umgebung abweichen.