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13.02.26

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WIWA INJECT HD 3: Praxis-Guide für sicheres Injizieren & Verpressen (1K Harze)

Praxis-Guide

WIWA INJECT HD 3: Sicher injizieren & verpressen – in der Praxis

Die WIWA INJECT HD 3 ist ein kompaktes, pneumatisches 1K-Injektionsgerät für das Injizieren und Verpressen niedrigviskoser Epoxy- oder Polyurethanharze. Dieser Guide hilft dir, das Gerät sauber aufzubauen, sinnvoll einzustellen (als Richtwerte), typische Fehler schnell zu lösen und die Anlage langfristig zuverlässig zu betreiben.

WIWA INJECT HD 3 Injektionsgerät

Produktabbildung: WIWA INJECT HD 3 (Shop-Asset)

KPI
33:1
Druckübersetzung (HD 3)
KPI
27 cm³
Fördermenge pro Hub/Zyklus (HD 3)
KPI
264 bar
Max. Betriebsdruck (HD 3)

Produktüberblick: WIWA INJECT HD-Serie (Einordnung)

Die HD-Serie umfasst mehrere 1K-Geräte. Für HD 1–3 wird eine pneumatische PROFIT-Kolbenpumpe beschrieben, mit Fokus auf portablem Arbeiten, geringer wahrnehmbarer Pulsation und wartungsfreundlichem Aufbau. Die HD 3 ist dabei die kompakte Option mit erhöhter Fördermenge gegenüber HD 1/2.

Modell Fördermenge / Zyklus Druckübersetzung Max. Luft-Eingang Max. Betriebsdruck Materialbehälter
HD 1 14 cm³ 33:1 8 bar 264 bar 1,5 l
HD 2 14 cm³ 33:1 8 bar 264 bar 6 l
HD 3 27 cm³ 33:1 8 bar 264 bar 1,5 l
HD 4/5 43–72 cm³ 30–32:1 8 bar 240–256 bar DAS / 6 l / ASL (je nach Version)

Hinweis: Werte zusammengefasst aus der WIWA Injektion/Building-Protection Broschüre (HD-Serie Übersicht & Daten).

Praxis-Tipp (schnell & wirksam) Nutze den Vorteil der pneumatischen Kolbenpumpe: Bei gefüllter Injektionsstelle „beruhigt“ sich der Förderprozess. Starte daher immer mit möglichst niedriger Luftzufuhr und steigere die Luft-/Injektionsleistung nur so weit, bis das Harz sauber läuft – so behältst du Kontrolle über Fortschritt, Reaktionszeit und Materialverbrauch. Die maximale Luft-Eingangsdruckgrenze liegt bei 8 bar.

Empfohlene Grundeinstellungen (als Richtwerte)

Die Broschüre nennt keine „fixen“ Baustellen-Setpoints, aber klare technische Grenzen und sinnvolle Stellgrößen. Daher gelten die folgenden Punkte als Richtwerte (material-, temperatur- und bauteilabhängig):

  • Luftversorgung: Druck über den Druckluftregler fein dosieren – nie über 8 bar Luft-Eingang.
  • Druckaufbau: Injektionsdruck ist stufenlos einstellbar; steigere schrittweise, bis Material sauber einspritzt (nicht „auf Verdacht“ maximal).
  • Material/Harz: Für die HD-Geräte werden niedrigviskose Epoxy- oder PU-Harze als typische Materialien genannt.
  • Sicherheit: Nutze Sicherheitsventil und kontrolliere Druckverläufe (bei Bedarf über Manometer/Arbeitsweise).
  • Schlauch & Anschluss: Hochdruck-Materialschlauch (typisch 7,5 m) und Injektionslanze mit 4-Klauen-Kupplung sauber, dicht und spannungsfrei verlegen.

Profi-Workflow: 6 Schritte von Aufbau bis Abschluss

  1. Arbeitsplatz & Ziel klären: Injektionsmethode passend wählen (z. B. Rissinjektion, Hohlraumfüllung, nachträgliche Horizontalsperre).
  2. Gerät aufbauen: Druckluftregler, Sicherheitsventil, Hochdruckschlauch und Injektionslanze montieren; Kupplungen prüfen.
  3. Material vorbereiten: Harz nach Herstellervorgabe konditionieren (Temperatur/Topfzeit beachten), in den Behälter/Fördertrichter füllen.
  4. Anschließen & anfahren: Mit niedriger Luftzufuhr starten, Materialfluss stabilisieren; dann an Packer/Injektionspunkt ankoppeln (4-Klauen-System).
  5. Injizieren / verpressen: Druck stufenlos nur so weit erhöhen, bis das Harz sauber läuft. Fortschritt beobachten (die langsame Hubbewegung hilft beim „Mitlesen“ des Prozesses).
  6. Druck entlasten & Abschluss: Injektionspunkt beenden, System entlasten, Kupplung lösen. Anschließend reinigen/konservieren (Trenn-/Lösemittel gemäß Materialvorgabe).

Fehlerbehebung: 4 typische Probleme (mit Sofortmaßnahmen)

1) Kein oder zu wenig Materialfluss
  • Luftversorgung prüfen: Regler korrekt eingestellt, Kupplungen dicht, Luftversorgung stabil.
  • Materialzufuhr prüfen: Behälterfüllstand, Ansaug-/Zuführweg frei, keine Lufteinträge.
  • Anschluss prüfen: 4-Klauen-Kupplung vollständig verriegelt, Schlauch nicht geknickt.
2) Druck steigt schnell an, Injektion „blockiert“
  • Druck langsam reduzieren und neu anfahren (stufenlos regelbar).
  • Packer/Bohrung prüfen: Sitz, Durchgang, möglicher „Verschluss“ am Injektionspunkt.
  • Material prüfen: Topfzeit/Temperatur; bei zu schneller Reaktion Arbeitsweise anpassen.
3) Leckage an Kupplung, Schlauch oder Lanze
  • Sofort entlasten (Sicherheits-/Entlastungsfunktion nutzen) und dann abdichten/neu verbinden.
  • Dichtflächen/Seals prüfen, verschmutzte Kupplungen reinigen.
  • Schlauchführung spannungsfrei verlegen, Scheuerstellen vermeiden.
4) Harz härtet an / Reinigung wird schwierig
  • Arbeitsablauf straffen: Material nur in benötigter Menge ansetzen (Materialhersteller-Vorgaben beachten).
  • Nach Jobende zeitnah spülen/konservieren (Trenn-/Reinigungsmittel entsprechend Material).
  • Auf wartungsfreundlichen Aufbau setzen: Verschraubungen/Komponenten regelmäßig kontrollieren.

Wartung (5 Punkte für dauerhaft zuverlässigen Betrieb)

  • Schmierung/Schutz: Schmier-/Trennmittel sinnvoll nutzen; die Bauweise mit geschlossener Schmierkammer schützt Dichtungen und Kolbenstange.
  • Dichtungen & Packungen: Auf Dichtheit achten (gerade an Kupplung, Lanze, Schlauch); Verschleißteile frühzeitig tauschen.
  • Materialwege sauber halten: Nach Einsätzen reinigen, damit keine Rückstände aushärten und Querschnitte verengen.
  • Druckluftseite prüfen: Regler/Fittings dicht, Luft sauber und trocken (konstante Regelbarkeit).
  • Rahmen/Handling: Gerät standsicher transportieren; Schläuche und Lanze geschützt lagern (Knicke/Schlag vermeiden).

FAQ zur WIWA INJECT HD 3 (praxisnah)

Für welche Materialien ist die HD 3 typischerweise gedacht?
Für niedrigviskose Epoxy- oder Polyurethanharze (1K-Injektionsbereich). Außerdem wird erwähnt, dass pneumatische Kolbenpumpen auch bei 2K-Materialien mit längerer Reaktionszeit eingesetzt werden können – das hängt jedoch vom Prozess und Material ab.
Wie stelle ich den Druck „richtig“ ein?
Als Richtwert: so niedrig wie möglich starten und nur so weit erhöhen, bis das Material sauber läuft. Technische Grenze: Luft-Eingang bis 8 bar, daraus resultiert (modellabhängig) ein hoher Betriebsdruck.
Was gehört zur Basisausstattung?
Genannt werden u. a. Hochdruckpumpe, Druckluftregler, Sicherheitsventil, Hochdruck-Materialschlauch, Injektionslanze mit 4-Klauen-Kupplung sowie Trennmittel und Betriebsanleitung/Ersatzteilliste.
Wofür wird die HD 3 typischerweise eingesetzt?
Beispiele: Rissinjektion, nachträgliche Horizontalsperre, Verpressen von Injektionsschläuchen, kleinere Hohlräume sowie Anwendungen in der Bauwerkssanierung (z. B. Kanal/Sewer-Reha wird in der HD 1–3 Übersicht genannt).
Warum pneumatisch statt elektrisch?
Als Vorteil wird beschrieben, dass der Förderprozess besser „mitgelesen“ werden kann (langsamere Hubgeschwindigkeit) und sich das System am gefüllten Injektionspunkt beruhigt/stoppt – außerdem keine zusätzliche Erwärmung durch einen Elektromotor, die Reaktionszeiten beeinflussen könnte.

CTA: Jetzt passend ausrüsten (max. 2 Buttons)

Wenn du die HD 3 regelmäßig einsetzt, lohnt sich eine saubere, komplette Ausstattung (Regler, Schlauch, Lanze/Kupplung, passende Verschleiß- und Zubehörteile). Hier findest du das Gerät direkt im Shop:

Fazit

Die WIWA INJECT HD 3 ist eine kompakte, robuste Lösung für das Injizieren und Verpressen niedrigviskoser 1K-Harze. Mit kontrolliertem Druckaufbau (stufenlos) und sauberem Zubehör-Setup (Regler, Schlauch, 4-Klauen-Kupplung/Lanze) erreichst du reproduzierbare Ergebnisse, reduzierst Stillstände – und hast typische Fehlerquellen schnell im Griff.