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12.02.26

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MASPRA EP45 richtig einstellen: Druck, Workflow, Reinigung (Praxis-Guide)

Praxis-Guide

MASPRA EP45: Airless-Pumpe richtig einstellen, sauber spritzen & schneller fertig werden

In diesem Guide bekommst du praxisnahe Richtwerte für Druck, Start- & Reinigungsroutine sowie typische Fehlerbilder – damit die EP45 bei Farbe, Lack und Spachtel konstant sauber zerstäubt und du Ausfallzeiten reduzierst.

Kurzüberblick

  • Richtwerte für Arbeitsdruck je Material (Farbe/Lack/Spachtel)
  • Profi-Workflow: Von Ansaugen bis perfektes Spritzbild
  • Fehlerbehebung & Wartung (Filter, Schlauch, Pistole, Düse)
MASPRA EP45 Airless

Produktüberblick: Varianten & Einsätze (EP45 / SprayPack)

Die EP45 ist als Grundgerät auf Fahrwagen und als SprayPack (spritzfertiges Set) verfügbar. Für lange Schlauchwege und hochviskose Materialien ist ein stabiler Materialfluss entscheidend; das passende Schlauch-Setup reduziert Druckverluste. (Werte je nach Konfiguration.)

Produkt Ausführung Ansaugsystem / Zubehör Ausstattung Technische Kerndaten
Airless Pumpe EP45 auf Fahrwagen EP45 auf Fahrwagen Direktsaugung Grundgerät ohne Schlauch- und Pistolen-Set Max. Düsengröße: 0,045"
Förderleistung: 8,0 l/min
Gewicht: ca. 62 kg
EP45 SprayPack Airless SprayPack Airless Direktsaugung 2× Schlauch 1/2" – 15 m – 1/2" NPS
Schlauchpeitsche 3/8" – 3,5 m
Pistole 250 bar – 5 mm Kugel
Düse & Halter: MT-U – 531 & 541
Düsen- und Bürstenreinigung
Max. Düsengröße: 0,045"
Förderleistung: 8,0 l/min
Gewicht: ca. 67 kg
Schlauchaufroller für EP45 Schlauchaufroller Für EP45 Für 1/2" Hochdruckschläuche Ordnung & Arbeitssicherheit
Großmengenbehälter 60 Liter Großmengenbehälter 60 Liter Inklusive Sackpresse & Deckel Für Farbe & Spachtel

Hinweis: Technische Kerndaten in der Tabelle sind konfigurations-/versionsabhängig und als Richtwerte zu verstehen.

KPI #1 (Praxis)

20–25 cm Spritzabstand

Konstanten Abstand halten und Pistole parallel führen – das stabilisiert das Spritzbild.

KPI #2 (Finish)

~30% Überlappung

Jede Bahn leicht überdecken – so werden Wolken, Streifen und Kanten deutlich seltener.

KPI #3 (Richtwerte)

100–220 bar je Material

Mit minimal möglichem Druck arbeiten, der noch sauber zerstäubt (Richtwerte siehe unten).

Praxis-Tipp (gelbe Box): „Minimaldruck-Regel“ Stell den Druck nach dem Ansaugen zunächst niedrig ein und erhöhe ihn in kleinen Schritten, bis die Zerstäubung sauber ist. Sobald das Spritzbild passt: wieder leicht zurückdrehen – du reduzierst Overspray, Verschleiß und Pulsation (und sparst Material).

CTA: EP45 direkt auswählen (max. 2 Buttons)

Wenn du schon weißt, welche Ausstattung du brauchst, hier geht’s direkt zu den passenden Produktseiten:

Empfohlene Grundeinstellungen (Richtwerte aus Handbuch)

Die Werte hängen stark von Material, Düse, Temperatur und Viskosität ab. Nutze diese Angaben als Startpunkt – und geh dann über Spritzbild & Minimaldruck.

Material Start-Druck (Richtwert) Feintuning
Farbe (z. B. Dispersion) ca. 100–120 bar Nur so hoch, dass keine „Kanten/Strips“ im Strahl sichtbar sind.
Lack / Varnish ca. 120–140 bar Bei zu viel Nebel: Druck leicht reduzieren und ggf. Material gemäß Hersteller fein einstellen/filtern.
Spritzspachtel ca. 150–220 bar Für Spachtel sind Filter/Setup materialabhängig – bei Bedarf Filter anpassen und konsequent reinigen.

Richtwerte basieren auf der Quick-Start-Übersicht im Handbuch; Materialdatenblatt & Spritztest sind entscheidend.

Profi-Workflow (5–7 Schritte)

  1. Material vorbereiten: gut aufrühren, getrocknete Reste entfernen, ggf. nach Herstellerangabe verdünnen und zusätzlich fein filtern (reduziert Verstopfung & Düsenschäden).
  2. Setup & Sicherheit: Schlauch komplett abrollen (keine Knicke), alle Verbindungen prüfen, korrekte Erdung sicherstellen, Pistole verriegeln wenn nicht gespritzt wird.
  3. Ansaugen (PRIME): Druck auf Minimum, Bypass/Relief auf PRIME, Gerät einschalten und Druck langsam erhöhen, bis Material sauber über den Rücklauf kommt.
  4. Umschalten auf SPRAY: Ventil auf SPRAY, Pistole in Sammelbehälter abdrücken, bis Material ohne Unterbrechung austritt.
  5. Druck einstellen: Druck nur so weit erhöhen, bis das Spritzbild fehlerfrei ist – danach minimal zurückdrehen (Minimaldruck-Regel).
  6. Spritzen: 20–25 cm Abstand, Pistole parallel zur Fläche, Armbewegung gleichmäßig, Abzug erst während der Bewegung ziehen und vor Bewegungsende lösen; Bahnen ca. 30% überlappen.
  7. Pausen richtig: Druck runter, PRIME öffnen, Gerät aus; bei Verdacht auf verstopfte Düse/Schlauch: Druckanzeige prüfen und sicher druckentlasten.

Fehlerbehebung (4 typische Probleme + Maßnahmen)

1) Gerät startet nicht

  • Stromversorgung prüfen (Netz/Steckdose/RCD) und Schalterstellung kontrollieren.
  • Druckregler nicht auf Minimum „festgenagelt“ lassen – bei Bedarf leicht erhöhen.

2) Pumpe saugt kein Material an

  • Relief/Bypass muss zum Ansaugen auf PRIME stehen (nicht SPRAY).
  • Ansaugfilter unter Materialniveau halten; Filter reinigen/ersetzen und Anschlüsse auf Nebenluft prüfen.

3) Material kommt, aber Druck baut nicht auf

  • Düse prüfen: stark verschlissen/zu groß → tauschen; Druck schrittweise erhöhen.
  • Filter (Ansaug-/Geräte-/Pistolenfilter) reinigen; wenn Material über Rücklauf bei SPRAY zurückläuft: Reliefventil reinigen/ersetzen lassen.

4) Schlechtes Spritzbild / Streifen / „Kanten“

  • Druck zu niedrig oder Viskosität zu hoch → Druck moderat erhöhen oder Material gemäß Hersteller einstellen.
  • Bei Pulsation: Druck ggf. senken, nur geeignete (geerdete) Hochdruckschläuche verwenden und Düse auf Verschleiß prüfen.

Wartung & Reinigung (5 Punkte, kompakt)

  • Nach jedem Einsatz reinigen: Nichts antrocknen lassen – das ist die häufigste Ursache für Störungen.
  • Filter-Routine: Ansaugfilter sauber halten; Geräte-/HD-Filter regelmäßig reinigen, wenn das Spritzbild nachlässt oder Düse häufiger verstopft.
  • Pistole & Düsenpflege: Düse in geeigneter Reinigungslösung einlegen, schonend reinigen (keine scharfen Metallwerkzeuge).
  • Schlauch-Check: Vor Einsatz auf Scheuerstellen/Leckagen prüfen; Knickradius klein halten (ca. 20 cm) und nicht überfahren.
  • Service-Intervall: Regelmäßige Prüfung (z. B. Filter/Schläuche/Stecker); Hochdruckschläuche nicht „ewig“ fahren – Alter erhöht das Risiko.

FAQ (praxisrelevant)

Welche Spritzdistanz ist ideal?

Als Richtwert 20–25 cm. Wichtiger als „exakt“ ist: konstant bleiben und parallel führen.

Warum habe ich Streifen/Kanten im Spritzbild?

Meist Druck zu niedrig oder Material zu zäh. Druck in kleinen Schritten erhöhen oder Material gemäß Datenblatt einstellen.

Muss ich Material zusätzlich filtern, wenn ich schon Filter im System habe?

Ja, empfohlen: Zusätzlich fein filtern reduziert Fremdpartikel, Verstopfung und unnötigen Verschleiß (besonders bei Lacken/Farben).

Wie mache ich eine sichere Arbeitspause?

Druck runter, PRIME öffnen, Gerät aus und Restdruck über Pistole in den Eimer entlasten. Pistole sichern.

Was ist der häufigste Grund für „keinen Druck“ trotz Materialfluss?

Düse verschlissen/zu groß, Filter zugesetzt oder Reliefventil verschmutzt. Erst Düse/Filter prüfen, dann Ventil.

Fazit

Wenn du bei der EP45 konsequent mit sauberem Material, sauberem Filter-Setup und der Minimaldruck-Regel arbeitest, bekommst du schneller ein ruhiges Spritzbild – und reduzierst gleichzeitig Overspray, Stillstände und Verschleiß. Für die passende Ausstattung (Grundgerät oder SprayPack) findest du oben die direkten Produktlinks.

Quellenhinweis: Bedienungsanleitung EP-45G (PDF) sowie Produktseiten auf beschicht.com.