SATAjet 1000 A richtig einstellen: RP/HVLP, Düsensätze & Profi-Workflow
Die SATAjet 1000 A ist eine intern gesteuerte Automatikpistole für Lackierautomaten und Roboter – gemacht für universelle Beschichtungsaufgaben. In diesem Guide bekommst du eine praxistaugliche Struktur: Auswahl der passenden Variante, Düsengrößen-Logik, Richtwerte für die Grundeinstellung, ein sauberer Workflow sowie typische Fehlerbilder – damit deine Linie stabil läuft und du schneller zum reproduzierbaren Ergebnis kommst.
Produktüberblick: Varianten, Einsätze, Vorteile
| Bereich | SATAjet 1000 A – Praxisrelevante Punkte |
|---|---|
| Einsatz | Intern gesteuerte Hochleistungs-Automatikpistole für automatische Lackiermaschinen und Lackierroboter – geeignet für universelle Beschichtungsaufgaben. |
| Technologien | RP für hohe Arbeitsgeschwindigkeit und geringe Overspray-Tendenz, HVLP für besonders hohe Transfer-Effizienz (je nach Prozessziel wählen). |
| Düsengrößen (Range) | RP: 0,8 / 1,1 / 1,3 / 1,5 / 2,0 / 3,0 – (je nach Variante und Ausführung). Auswahl folgt Materialviskosität und gewünschter Schichtdicke. |
| Prozessfeatures | Vor-/Nachluft integriert, stufenlose Fächergeometrie, Zirkulationsbetrieb möglich, schnell & wartungsfreundlich (Komponenten gut tauschbar). |
| Profi-Tipp zur Auswahl | Wenn du in der Linie zwischen Materialien wechselst: eher auf reproduzierbare Parameter (saubere Luft, stabile Materialförderung, definierte Düsensätze) setzen als auf „Fein-Drehen“ am Materialmengenregler – das reduziert Verschleiß und Varianz. |
Passende Düse direkt bestellen (rote CTA)
Starte mit einem passenden RP-Düsensatz für deine Anwendung (Material & Zielschicht). Wenn du unsicher bist, nimm eine bewährte „Basis-Düse“ und optimiere anschließend über Materialförderdruck und Fächerbild.
Empfohlene Grundeinstellungen (Richtwerte)
Die exakten Parameter hängen von Material, Fördertechnik, Düsensatz und Anlagenlayout ab. Die folgenden Punkte sind Richtwerte aus der Betriebslogik (kein Ersatz für ein produktspezifisches Datenblatt deiner Kombination):
| Parameter | Richtwert / Vorgehen | Warum das hilft |
|---|---|---|
| Steuerluft | mind. 3 bar anlegen (Richtwert laut Anleitung). | Saubere, stabile Ansteuerung der internen Ventile – weniger Timing-Probleme. |
| Spritzluft | Auf den notwendigen Eingangsdruck einstellen (prozessabhängig). | Konstantes Spritzbild – besonders wichtig für reproduzierbare Robotikbahnen. |
| Materialfluss | In Normalbetrieb Materialmengenregler voll öffnen und Materialmenge über Materialförderdruck einstellen (Feindosierung nur bei sehr kleinen Mengen). | Reduziert Düsenverschleiß und hält die Linie stabil (weniger „drehende“ Eingriffe am Regler). |
| Fächerbild | Flach-/Rundstrahl über die Regler sauber auf Bauteil/Geometrie anpassen. | Kantenaufbau & Overspray kontrollieren – weniger Nacharbeit. |
Profi-Workflow (5–7 Schritte) für stabile Ergebnisse
- Luftqualität sichern: Nur saubere Druckluft verwenden (Filterkonzept prüfen), bevor du Parameter bewertest.
- Düsensatz passend wählen: Größe nach Material/Schichtziel – nicht „gegen die Düse“ regeln.
- Montage & Anschlüsse: Steuerluft, Spritzluft und Material sauber anschließen; Verschraubungen handfest und geprüft.
- Grundparameter setzen: Steuerluft (≥ 3 bar) anlegen, Spritzluft auf notwendigen Eingangsdruck einstellen.
- Materialfluss stabilisieren: Materialmengenregler in Normalbetrieb weit öffnen; Materialmenge über Förderdruck einstellen.
- Fächerbild einstellen: Flach-/Rundstrahl so setzen, dass Überlappung und Kanten sauber laufen.
- Dokumentieren & sperren: Wenn das Ergebnis passt: Parameter dokumentieren (Material, Düse, Drücke, Abstand/Speed) und Änderungen nur kontrolliert durchführen.
Fehlerbehebung: 4 typische Probleme (mit Maßnahmen)
- Saubere Druckluft sicherstellen (Filter prüfen), erst dann Parameter nachstellen.
- Spritzluft auf notwendigen Eingangsdruck bringen (nicht „unterversorgen“).
- Bei Bedarf den kompletten Düsensatz als Einheit tauschen (Nadel/Luftkappe/Farbdüse).
- Materialmengenregler im Normalbetrieb vollständig öffnen; Materialmenge über Materialförderdruck einstellen.
- Materialmengenregler nur für sehr kleine Durchflüsse zur Feineinstellung nutzen.
- Wenn trotz stabiler Förderung keine Reproduzierbarkeit entsteht: Düsensatz prüfen/ersetzen.
- Ursache häufig Dichtung/Manchette oder Dichtungshalter: betroffene Teile ersetzen.
- Reinigung gemäß Anleitung durchführen (ungeeignete Reinigungsmittel vermeiden).
- Steuerluftdruck entlasten und Ansteuerung/Signal prüfen.
- Wenn die Automatik Luft nicht sauber abschaltet: Sitz/Komponenten reinigen, Dichtungen bei Bedarf ersetzen.
Wartung & Pflege (5 Punkte für Prozesssicherheit)
- Vor Wartung immer drucklos: Pistole entleeren und von Druckluft- und Materialversorgung trennen.
- Nur passende Werkzeuge: Spezielle SATA-Werkzeuge nutzen, um Beschädigungen zu vermeiden.
- Bewegliche Teile schmieren: Bewegliche Teile mit geeignetem Fett (SATA Hochleistungsfett ist als Artikel benannt) warten.
- Düsensatz als Einheit tauschen: Nadel, Luftkappe, Farbdüse als geprüfte Kombination komplett ersetzen – nicht „mixen“.
- Nach Produktionsende: Bei längeren Pausen Spritzluft und Materialversorgung trennen und sauber lagern/entsorgen.
FAQ aus der Praxis (Automatik & Roboter-Beschichtung)
Fazit
Mit der SATAjet 1000 A bekommst du eine robuste, intern gesteuerte Automatikpistole für vielseitige Beschichtungsaufgaben. Wenn du Düsensatz, Luftqualität und Materialförderung sauber definierst, erreichst du schnell ein stabiles Spritzbild – und optimierst anschließend kontrolliert über Spritzluft, Förderdruck und Fächerbild. Für schnelle Conversion: wähle jetzt deinen passenden RP-Düsensatz im Shop und starte mit einer belastbaren Basis.