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11.02.26

SATA_ROB_AUTOMATIKPISTOLEN_SATAJ

SATAjet 1000 A einstellen: RP/HVLP, Düsengrößen & Praxis-Workflow für stabile Automatik-Beschichtung

Praxis-Guide

SATAjet 1000 A richtig einstellen: RP/HVLP, Düsensätze & Profi-Workflow

Die SATAjet 1000 A ist eine intern gesteuerte Automatikpistole für Lackierautomaten und Roboter – gemacht für universelle Beschichtungsaufgaben. In diesem Guide bekommst du eine praxistaugliche Struktur: Auswahl der passenden Variante, Düsengrößen-Logik, Richtwerte für die Grundeinstellung, ein sauberer Workflow sowie typische Fehlerbilder – damit deine Linie stabil läuft und du schneller zum reproduzierbaren Ergebnis kommst.

Automatikpistole RP & HVLP Düsensätze Prozesssicherheit
SATAjet 1000 A Automatikpistole
Produktbild: SATAjet 1000 A

Produktüberblick: Varianten, Einsätze, Vorteile

Bereich SATAjet 1000 A – Praxisrelevante Punkte
Einsatz Intern gesteuerte Hochleistungs-Automatikpistole für automatische Lackiermaschinen und Lackierroboter – geeignet für universelle Beschichtungsaufgaben.
Technologien RP für hohe Arbeitsgeschwindigkeit und geringe Overspray-Tendenz, HVLP für besonders hohe Transfer-Effizienz (je nach Prozessziel wählen).
Düsengrößen (Range) RP: 0,8 / 1,1 / 1,3 / 1,5 / 2,0 / 3,0  –  (je nach Variante und Ausführung). Auswahl folgt Materialviskosität und gewünschter Schichtdicke.
Prozessfeatures Vor-/Nachluft integriert, stufenlose Fächergeometrie, Zirkulationsbetrieb möglich, schnell & wartungsfreundlich (Komponenten gut tauschbar).
Profi-Tipp zur Auswahl Wenn du in der Linie zwischen Materialien wechselst: eher auf reproduzierbare Parameter (saubere Luft, stabile Materialförderung, definierte Düsensätze) setzen als auf „Fein-Drehen“ am Materialmengenregler – das reduziert Verschleiß und Varianz.
KPI #1
440 Nl/min (Air Consumption)
Als Orientierungswert für die Luftauslegung deiner Anlage (techn. Daten, produktbereichsbezogen).
KPI #2
Vor-/Nachluft integriert
Einfachere Integration in die Steuerung – weniger externe „Bastelei“, stabilere Taktung.
KPI #3
Quick-Change möglich
Schneller Wechsel in der Linie (z. B. Düsensatz/Adapter) – weniger Stillstandzeit.
Praxis-Tipp (Zirkulationsbetrieb): Wenn du mit Materialumlauf fährst, plane einen Gegendruckregler am Materialausgang ein und halte die Rücklauf-Querschnittsfläche kleiner als die Zuleitung – so bleibt Material zuverlässig an der Düse anliegend und die Applikation wird ruhiger.

Passende Düse direkt bestellen (rote CTA)

Starte mit einem passenden RP-Düsensatz für deine Anwendung (Material & Zielschicht). Wenn du unsicher bist, nimm eine bewährte „Basis-Düse“ und optimiere anschließend über Materialförderdruck und Fächerbild.

Weitere Varianten (z. B. 1,3 IP) findest du ebenfalls im Shop: hier ansehen.

Empfohlene Grundeinstellungen (Richtwerte)

Die exakten Parameter hängen von Material, Fördertechnik, Düsensatz und Anlagenlayout ab. Die folgenden Punkte sind Richtwerte aus der Betriebslogik (kein Ersatz für ein produktspezifisches Datenblatt deiner Kombination):

Parameter Richtwert / Vorgehen Warum das hilft
Steuerluft mind. 3 bar anlegen (Richtwert laut Anleitung). Saubere, stabile Ansteuerung der internen Ventile – weniger Timing-Probleme.
Spritzluft Auf den notwendigen Eingangsdruck einstellen (prozessabhängig). Konstantes Spritzbild – besonders wichtig für reproduzierbare Robotikbahnen.
Materialfluss In Normalbetrieb Materialmengenregler voll öffnen und Materialmenge über Materialförderdruck einstellen (Feindosierung nur bei sehr kleinen Mengen). Reduziert Düsenverschleiß und hält die Linie stabil (weniger „drehende“ Eingriffe am Regler).
Fächerbild Flach-/Rundstrahl über die Regler sauber auf Bauteil/Geometrie anpassen. Kantenaufbau & Overspray kontrollieren – weniger Nacharbeit.

Profi-Workflow (5–7 Schritte) für stabile Ergebnisse

  1. Luftqualität sichern: Nur saubere Druckluft verwenden (Filterkonzept prüfen), bevor du Parameter bewertest.
  2. Düsensatz passend wählen: Größe nach Material/Schichtziel – nicht „gegen die Düse“ regeln.
  3. Montage & Anschlüsse: Steuerluft, Spritzluft und Material sauber anschließen; Verschraubungen handfest und geprüft.
  4. Grundparameter setzen: Steuerluft (≥ 3 bar) anlegen, Spritzluft auf notwendigen Eingangsdruck einstellen.
  5. Materialfluss stabilisieren: Materialmengenregler in Normalbetrieb weit öffnen; Materialmenge über Förderdruck einstellen.
  6. Fächerbild einstellen: Flach-/Rundstrahl so setzen, dass Überlappung und Kanten sauber laufen.
  7. Dokumentieren & sperren: Wenn das Ergebnis passt: Parameter dokumentieren (Material, Düse, Drücke, Abstand/Speed) und Änderungen nur kontrolliert durchführen.

Fehlerbehebung: 4 typische Probleme (mit Maßnahmen)

1) Instabiles Spritzbild / „schwankende“ Applikation
  • Saubere Druckluft sicherstellen (Filter prüfen), erst dann Parameter nachstellen.
  • Spritzluft auf notwendigen Eingangsdruck bringen (nicht „unterversorgen“).
  • Bei Bedarf den kompletten Düsensatz als Einheit tauschen (Nadel/Luftkappe/Farbdüse).
2) Materialmenge passt nicht / zu viel Verschleiß an der Düse
  • Materialmengenregler im Normalbetrieb vollständig öffnen; Materialmenge über Materialförderdruck einstellen.
  • Materialmengenregler nur für sehr kleine Durchflüsse zur Feineinstellung nutzen.
  • Wenn trotz stabiler Förderung keine Reproduzierbarkeit entsteht: Düsensatz prüfen/ersetzen.
3) Luftaustritt an Kontrollbohrung / Nebenluft
  • Ursache häufig Dichtung/Manchette oder Dichtungshalter: betroffene Teile ersetzen.
  • Reinigung gemäß Anleitung durchführen (ungeeignete Reinigungsmittel vermeiden).
4) Steuerluft liegt dauerhaft an / Automatik schaltet nicht wie erwartet
  • Steuerluftdruck entlasten und Ansteuerung/Signal prüfen.
  • Wenn die Automatik Luft nicht sauber abschaltet: Sitz/Komponenten reinigen, Dichtungen bei Bedarf ersetzen.

Wartung & Pflege (5 Punkte für Prozesssicherheit)

  • Vor Wartung immer drucklos: Pistole entleeren und von Druckluft- und Materialversorgung trennen.
  • Nur passende Werkzeuge: Spezielle SATA-Werkzeuge nutzen, um Beschädigungen zu vermeiden.
  • Bewegliche Teile schmieren: Bewegliche Teile mit geeignetem Fett (SATA Hochleistungsfett ist als Artikel benannt) warten.
  • Düsensatz als Einheit tauschen: Nadel, Luftkappe, Farbdüse als geprüfte Kombination komplett ersetzen – nicht „mixen“.
  • Nach Produktionsende: Bei längeren Pausen Spritzluft und Materialversorgung trennen und sauber lagern/entsorgen.

FAQ aus der Praxis (Automatik & Roboter-Beschichtung)

Welche Steuerluft braucht die SATAjet 1000 A als Mindestwert?
Als Richtwert nennt die Anleitung mindestens 3 bar Steuerluft für die zuverlässige Ansteuerung.
Wie stelle ich die Materialmenge am stabilsten ein?
In Normalbetrieb Materialmengenregler weit öffnen und die Materialmenge über den Materialförderdruck einstellen. Feindosierung am Regler nur bei sehr kleinen Durchflüssen.
Wann macht Materialumlauf Sinn?
Wenn Material nicht stehen soll (z. B. Prozessstabilität oder Sedimentation): Umlauf hält das Medium in Bewegung. Wichtig ist ein sinnvoller Aufbau (z. B. Gegendruckregler am Ausgang).
Warum sollte ich den Düsensatz komplett tauschen?
Weil der Düsensatz als geprüfte Kombination aus Nadel, Luftkappe und Farbdüse vorgesehen ist – Komplettwechsel erhöht Reproduzierbarkeit und reduziert Suchzeiten.
Welche Luftauslegung sollte ich für die Anlage grob einplanen?
Die technischen Daten nennen einen Orientierungswert von 440 Nl/min Luftverbrauch (je nach Technologie/Variante innerhalb der Produktreihe).

Fazit

Mit der SATAjet 1000 A bekommst du eine robuste, intern gesteuerte Automatikpistole für vielseitige Beschichtungsaufgaben. Wenn du Düsensatz, Luftqualität und Materialförderung sauber definierst, erreichst du schnell ein stabiles Spritzbild – und optimierst anschließend kontrolliert über Spritzluft, Förderdruck und Fächerbild. Für schnelle Conversion: wähle jetzt deinen passenden RP-Düsensatz im Shop und starte mit einer belastbaren Basis.