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10.02.26

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MarSurf M 310 richtig einsetzen: Rauheit mobil messen – Einstellungen, Workflow & Tipps

Praxis-Guide

MarSurf M 310 richtig einsetzen: Einstellungen, Workflow & Profi-Tipps für mobile Rauheitsmessung

Sie wollen schnell und normnah prüfen, ob die Oberfläche passt – direkt an Maschine, Werkstück oder Großbauteil? In diesem Guide bekommen Sie praxisbewährte Richtwerte für die wichtigsten Messparameter, einen klaren Ablauf (5–7 Schritte) sowie Troubleshooting & Wartung, damit Ihre Messungen reproduzierbar werden.

Produktbild

Mahr MarSurf M 310 mobiles Rauheitsmessgerät

Tipp: Bildbreite ist bewusst auf 400px ausgelegt – wirkt auf Mobile trotzdem sauber durch max-width:100%.

Warum der MarSurf M 310 im Alltag so gut funktioniert

  • Intuitive Touch-Bedienung und schnelle Messungen in Werkstattumgebung
  • Herausnehmbares Vorschubgerät – Messungen in vielen Messlagen ohne lange Einrichtzeit
  • Integriertes (herausnehmbares) Rauheitsnormal – unterstützt das Einmessen/Kalibrieren
  • Automatische Cutoff-Wahl als „Sicherheitsnetz“ für normnahe Ergebnisse

Produktüberblick: Varianten, Einsätze, Vorteile

Variante / Set Typischer Einsatz Praxis-Vorteil
MarSurf M 310 (2 µm) Feinere Oberflächen, QS im Fertigungsbereich Hohe Detailauflösung / typische Standard-Variante
MarSurf M 310 (5 µm) Robuste Anwendungen, „Werkstatt-alltagstauglich“ Gute Balance aus Robustheit & Aussagekraft
Set mit Bluetooth-Drucker Dokumentation direkt am Arbeitsplatz Sofort-Protokolle (z. B. für Abnahme/Prüfplan)

Hinweis: Konkreter Set-Umfang (z. B. Zubehör/Adapter/Drucker) kann je nach Zusammenstellung variieren – prüfen Sie die jeweilige Artikelbeschreibung im Shop.

Kern-KPIs (schnell greifbar)

Messbereich
bis 350 µm
typisch: −200 µm bis +150 µm
Messgeschwindigkeit
0,5 – 1,0 mm/s
für reproduzierbare Vorschubmessung
Mobile Ausdauer
min. 1200 Messungen
integrierter Akku (Richtwert abhängig von Nutzung)
Praxis-Tipp (Quick & Easy = weniger Fehler) Wenn Sie wiederkehrende Teile prüfen (z. B. gleiche Beschichtung / gleiche Bearbeitung), speichern Sie Ihre Mess- und Auswertebedingungen als Quick&Easy. So bleibt Lt/Lc/N, Kennwerte und Toleranz-Setup konstant – und Sie vermeiden „Parameter-Drift“ zwischen Schichten/Schichtenwechseln und Schichtenprüfungen.

Bereit für saubere, reproduzierbare Rauheitsmessungen?

Wenn Sie das MarSurf M 310 für QS, Inprozess-Kontrolle oder Wareneingang suchen: Im Shop finden Sie das passende Set – inkl. Zubehör.

Empfohlene Grundeinstellungen (als Richtwerte)

Die folgenden Werte sind Richtwerte für typische Werkstattmessungen. Je nach Normvorgabe, Oberfläche, Erwartungswerten und Kennwerten kann es sinnvoll sein, Lt/Lc/N anzupassen.

Einstellung Richtwert Wofür gut?
Taststrecke Lt 4,8 mm oder 15,0 mm Guter Standard-Tradeoff: schnell & normnah (je nach Oberfläche)
Cutoff Lc Standard (0,8 mm bei Lt 4,8 mm / 2,5 mm bei Lt 15 mm) Normgerechte Filterung als Basis; reduziert Fehlinterpretationen
Anzahl Einzelmessstrecken N 5 Typischer Standard nach ISO/JIS/ASME (robust gegen Ausreißer)
Messgeschwindigkeit 1,0 mm/s (schnell) oder 0,5 mm/s (stabil) 0,5 mm/s, wenn Sie maximale Reproduzierbarkeit priorisieren
Filter Ls Automatisch Gerät wählt passend zur Taststrecke – guter Praxis-Default

Wichtig: Bei „Automatisch“ kann die Taststrecke abhängig von RSm/Rz normbasiert gesetzt werden – ideal, wenn unterschiedliche Rauheiten gemessen werden.

Profi-Workflow (7 Schritte) – so messen Sie reproduzierbar

  1. Transportsicherung entfernen und aufbewahren (für Rücktransport wieder verwenden).
  2. Vorschubgerät korrekt einsetzen (sauber einrasten lassen – keine „halben“ Verriegelungen).
  3. Messbedingungen einstellen: Lt/Lc/N, Vorlauf/Nachlauf, Messgeschwindigkeit – als Quick&Easy speichern, wenn wiederkehrend.
  4. Taster einmessen (Kalibrieren) mit integriertem Normal: Rz-Sollwert ablesen, Normal so platzieren, dass die gesamte Taststrecke in der definierten Rauheit liegt, dann Einmessverfahren starten.
  5. Messung starten (grüne Start-Taste) und Ergebnis/Profil prüfen (Plausibilität, Ausreißer).
  6. Dokumentieren: Protokoll direkt im Gerät als PDF erzeugen oder Daten (z. B. CSV/PDF) sichern – je nach QS-Prozess.
  7. Nach der Messung: Gerät bei Ablage ohne Etui seitlich kippen, um die Tastspitze zu schützen.

Fehlerbehebung: 4 typische Probleme (und schnelle Maßnahmen)

1) Kalibrierung liefert „unplausibel“ / Korrekturwert zu groß

  • Messaufbau prüfen: Normal richtig positioniert, gesamte Taststrecke im Rauheitsfeld, Tastspitze senkrecht.
  • Nominalwert/Sollwert korrekt eingegeben (Rz vom Normal ablesen und exakt übernehmen).
  • Wenn wiederholt kein brauchbares Ergebnis: Taster kann defekt sein – prüfen lassen.

2) Werte „springen“ / schlechte Wiederholbarkeit

  • Messgeschwindigkeit auf 0,5 mm/s reduzieren (stabiler Vorschub, weniger dynamische Effekte).
  • Taststrecke/Cutoff prüfen: für Ihre Oberfläche ggf. Lt/Lc anpassen (Standard ist guter Startpunkt).
  • Taster reinigen (Pinsel) und Oberfläche frei von Öl/Partikeln halten.

3) Akku schnell leer / Gerät lädt nicht wie erwartet

  • Nur das mitgelieferte Netzteil + USB-Kabel nutzen (Schutz vor Schäden/Garantie).
  • Als Richtwert: Voll laden über Netzteil ~3 h; über normalen PC-USB-Port länger (typisch 6–7 h).
  • Wenn Kapazität stark nachlässt: Akkutausch nur durch Fachpersonal (Spezifikation beachten).

4) Gerät/Ergebnisse wirken „falsch“ nach Transport

  • Für Versand: Vorschubgerät entnehmen, Transportsicherung aufsetzen, alles im Koffer verstauen.
  • Nach Transport: Einmessen/Kalibrierung durchführen und Plausibilitätsmessung machen.
  • Stecker/Einrastpunkte prüfen (Vorschubgerät sauber eingerastet?).

Wartung & Pflege (5 Punkte für langfristige Genauigkeit)

  • Gehäuse bei Bedarf mit weichem, fusselfreiem Tuch reinigen (leicht angefeuchtet) – keine aggressiven/alkalischen Mittel.
  • Taster bei Bedarf mit weichem Haarpinsel reinigen – keine Flüssigkeit ins Gerät eindringen lassen.
  • Zubehör im Transportetui/-koffer lagern; vor Staub, hoher Luftfeuchte und dauerhafter Sonne schützen.
  • Integriertes Normal regelmäßig überprüfen; nach ca. 350 Einmessungen ggf. ersetzen (Richtwert).
  • Bei Verdacht auf Messfehler: Genauigkeit durch Einmessen mit integriertem Normal/geeignetem Normal verifizieren.

FAQ (praxisnah)

1) Welche Taststrecke soll ich als Erstes verwenden?

Starten Sie praxisnah mit Lt 4,8 mm (schnell) oder Lt 15 mm (mehr „Statistik“ über die Strecke). Wenn Sie unsicher sind, nutzen Sie die Automatik (normbasiert nach RSm/Rz), und speichern Sie die Parameter als Quick&Easy.

2) Was bringt „Cutoff = Standard“?

Standard-Cutoff ist der sichere Default für normgerechte Filterung. Er koppelt Lc logisch an die Taststrecke und verhindert, dass Rauheit/Welligkeit „versehentlich“ vermischt werden.

3) Wie oft muss ich einmessen (kalibrieren)?

Für reproduzierbare QS empfiehlt sich Einmessen regelmäßig (z. B. täglich/je Schicht) oder immer dann, wenn Setup, Taster oder Umgebung sich geändert haben. Das integrierte Normal ist dafür gedacht – hat aber Verschleiß (Richtwerte beachten).

4) Kann ich Messergebnisse direkt als PDF sichern?

Ja – je nach Setup können Protokolle und Daten als Dateien (u. a. PDF/CSV) gesichert werden. Für die QS ist das ideal, weil Sie Messung und Dokumentation am Arbeitsplatz zusammenführen.

5) Was sind gute „Start-Kennwerte“ für Beschichtungs-/Fertigungschecks?

Häufig werden Ra und Rz als Basis genutzt. Ergänzend kann RSm helfen, wenn die Struktur-/Rillenabstände relevant sind. Wichtig ist: Kennwerte immer im Kontext Ihrer Zeichnung/Norm und der funktionalen Oberfläche interpretieren.

Fazit

Das MarSurf M 310 ist ein starkes „Werkstatt-Tool“ für mobile Rauheitsmessung: mit Quick&Easy-Programmen, normnaher Filterlogik und integriertem Normal für kontrolliertes Einmessen. Wenn Sie Lt/Lc/N konsequent standardisieren und Ihren Ablauf sauber halten, bekommen Sie schnell reproduzierbare Ergebnisse – genau das, was QS und Produktion im Alltag brauchen.