Sagola XTech 100 Airbrush: saubere Linien, weiche Fades, stressfreie Wartung
Dieser Guide zeigt dir praxiserprobte Richtwerte und einen klaren Workflow für die Sagola XTech 100 (0,2 mm / 0,9 ml) – damit du schneller zu einem stabilen Sprühbild kommst, weniger verstopfst und deine Details reproduzierbar werden.
- Feinlinien, Illustrationen, Airbrush-Design
- Retusche & Markierungen an Teilen
- Sanfte Übergänge (Feathering / Soft Fades)
- Richtwerte für Druck, Abstand und Linienbreite
- 6-Schritt-Profi-Workflow (Setup → Spray → Clean)
- Fehlerbehebung + Wartungsroutine, die wirklich Zeit spart
Produktbild
Tipp: Für präzise Details lohnt sich ein sauberer, gefilterter Lack und ein stabil geregelter Luftdruck – das reduziert Nadelaufbau und Nacharbeit deutlich.
Produktüberblick: XTech-Serie & Einsatzbereiche
Die XTech-Serie ist als Double-Action (Luft + Material getrennt steuerbar) aufgebaut und in mehrere Modelle für unterschiedliche Farbmenge/Flächenleistung unterteilt.
| Modell | Düse / Nadel | Behälter / Volumen | Typische Aufgabe | Gewicht |
|---|---|---|---|---|
| XTech 100 | 0,2 mm | 0,9 ml (integriert) | Feinlinien, schnelle Farbwechsel, Detailarbeit | ca. 61,5 g |
| XTech 200 | 0,2 / 0,3 mm (je nach Set) | 1,5 ml (integriert) | Mehr Durchsatz, trotzdem detailfähig | ca. 69,7 g |
| XTech 300 | 0,3 mm | 5 ml (integriert) | Flächen + Effekte mit mehr Reserve | — |
| XTech 400 | 0,3 mm | Seitentank 9 ml (wechselbar) | Schneller Farbwechsel, einfache Reinigung | ca. 103,7 g |
| XTech 500 | 0,3 / 0,5 mm (je nach Set) | Saugbehälter 22 ml (wechselbar) | Größere Flächen / mehr Material | ca. 135,7 g |
Hinweis: Gewichte/Varianten können je nach Ausführung/Set leicht abweichen. Die Tabelle ist zur schnellen Orientierung gedacht.
KPI-Boxen: Die 3 Werte, die dein Ergebnis am stärksten beeinflussen
CTA: Sagola XTech 100 (0,9 ml / 0,2 mm) bei Beschicht.com
Wenn du Feinlinien, Retusche und saubere Übergänge ohne Frust willst, ist die XTech 100 eine sehr direkte Wahl: kompakt, präzise und auf kleine Materialmengen optimiert.
Jetzt XTech 100 ansehenEmpfohlene Grundeinstellungen (aus Handbuch abgeleitet – als Richtwerte)
- Luftdruck: typischer Arbeitsbereich 1–2 bar (Richtwert; abhängig von Viskosität, Oberfläche und gewünschtem Effekt).
- Feinlinien & Details: sehr nah an die Oberfläche, wenig Materialweg (Trigger nur leicht zurückziehen).
- Breite Linien / Blending: Abstand vergrößern – bis ca. 15 cm als Richtwert; mehr Triggerweg = mehr Material.
- Sprühbreite Hintergrund: als Orientierung ca. 5 cm (abhängig von Druck/Abstand/Material).
- Punktierung (Texturen): Druck als Spielraum ca. 0,3–2 bar; niedriger Druck = grobere Punkte, höherer Druck = feinere Punkte.
- Luftquelle: geregelte Luftversorgung bzw. Kompressor mit Regelung und idealerweise Luftspeicher (stabiler Druck = stabiler Strahl).
Diese Werte sind Richtwerte. Dickere Farben bzw. höherer Farbfluss benötigen in der Regel mehr Druck – und umgekehrt.
Profi-Workflow (6 Schritte): reproduzierbar von “Setup” bis “Clean”
- Material vorbereiten: nach Herstellerangaben mischen, richtig verdünnen und filtern (Nylonsieb). Lieber mehrere dünne Schichten sprühen.
- Airbrush-Check: nach Reinigung/Service alle Teile fest angezogen, keine Luftleckage; chemische Kompatibilität beachten (z. B. Aluminium/Edelstahl/PE).
- Druck einstellen: starte bei ca. 1 bar, erhöhe bei Bedarf Richtung 2 bar (Richtwerte).
- Testspray / Spülung: Airbrush von dir weg, Trigger nach unten (Luft) und kurz zurück (Material) – zunächst mit etwas Lösungsmittel, um Reststoffe auszuspülen.
- Sprühtechnik: Luft an, Material fein dosieren. Linienbreite über Abstand + Triggerweg steuern; für weiche Übergänge Abstand vergrößern und Bewegung gleichmäßig halten.
- Direkt reinigen: bei schnell trocknenden Lacken nicht stehen lassen. Nach dem Sprühen zeitnah spülen/reinigen, damit nichts eintrocknet.
Fehlerbehebung (4 typische Probleme + schnelle Maßnahmen)
1) Ungleichmäßiges Sprühbild
- Prüfe Nadelspitze: minimale Verbiegung kann das Muster stören – Nadelschutz verwenden.
- Düse/Nadel reinigen (Ablagerungen) und Material filtern.
- Druck leicht anpassen (innerhalb Richtwertbereich).
2) Spucken / Pulsieren
- Farbe zu dick: etwas dünner einstellen und erneut filtern.
- Düse/Materialkanal verschmutzt: spülen, dann reinigen.
- Materialfluss reduzieren (Produktregler nutzen) und in dünnen Passes arbeiten.
3) Luftleckage / instabiler Luftstrom
- Nach Reinigung prüfen: alle Teile fest angezogen, Dichtflächen ok.
- O-Ringe/Dichtungen kontrollieren und bei Defekt ersetzen.
- Luftquelle geregelt betreiben (konstanter Druck).
4) Verstopfung / trocknet in der Airbrush an
- Schnell trocknende Lacke nicht “stehen lassen” – kontinuierlich arbeiten, zwischendurch kurz spülen.
- Material dünner + in mehreren Durchgängen aufbauen.
- Direkt nach dem Einsatz spülen/reinigen, bevor Rückstände hart werden.
Wartung (5 Punkte, die dir teure Ausfallzeiten sparen)
- Immer Luftleitung trennen, bevor du wartest/reinigst.
- Regelmäßig prüfen: Zustand der Komponenten, bei Bedarf ersetzen; idealerweise Original-Ersatzteile nutzen.
- Schmierung: Gewinde und Reibstellen mit gleichmäßigem Fett; bei hakeligem Trigger v. a. Nadelpackung/ Kontermutter-Bereich minimal schmieren.
- Wenig ist mehr: nur ein Tropfen, gleichmäßig verteilen – nicht überschmieren, sonst drohen Farbflussprobleme.
- Kein WD-40 / kein leichtes Maschinenöl: kann zum Klemmen führen und ins Luftsystem gelangen.
FAQ (praxisnah)
Fazit
Die Sagola XTech 100 spielt ihre Stärke aus, wenn du drei Dinge konsequent machst: sauber gefiltertes, eher dünnes Material, stabil geregelter Druck im Richtwertbereich und direkte Reinigung nach dem Sprühen. Damit werden Feinlinien, Fades und Retusche reproduzierbar – und die Wartung bleibt angenehm kurz.