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30.01.26

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Sagola XTech 100 Airbrush: Grundeinstellungen, Profi-Workflow & Wartung (Praxis-Guide)

Praxis-Guide

Sagola XTech 100 Airbrush: saubere Linien, weiche Fades, stressfreie Wartung

Dieser Guide zeigt dir praxiserprobte Richtwerte und einen klaren Workflow für die Sagola XTech 100 (0,2 mm / 0,9 ml) – damit du schneller zu einem stabilen Sprühbild kommst, weniger verstopfst und deine Details reproduzierbar werden.

Für wen ist das?
  • Feinlinien, Illustrationen, Airbrush-Design
  • Retusche & Markierungen an Teilen
  • Sanfte Übergänge (Feathering / Soft Fades)
Warum dieser Guide?
  • Richtwerte für Druck, Abstand und Linienbreite
  • 6-Schritt-Profi-Workflow (Setup → Spray → Clean)
  • Fehlerbehebung + Wartungsroutine, die wirklich Zeit spart

Produktbild

Tipp: Für präzise Details lohnt sich ein sauberer, gefilterter Lack und ein stabil geregelter Luftdruck – das reduziert Nadelaufbau und Nacharbeit deutlich.

Sagola XTech 100 Airbrush

Produktüberblick: XTech-Serie & Einsatzbereiche

Die XTech-Serie ist als Double-Action (Luft + Material getrennt steuerbar) aufgebaut und in mehrere Modelle für unterschiedliche Farbmenge/Flächenleistung unterteilt.

Modell Düse / Nadel Behälter / Volumen Typische Aufgabe Gewicht
XTech 100 0,2 mm 0,9 ml (integriert) Feinlinien, schnelle Farbwechsel, Detailarbeit ca. 61,5 g
XTech 200 0,2 / 0,3 mm (je nach Set) 1,5 ml (integriert) Mehr Durchsatz, trotzdem detailfähig ca. 69,7 g
XTech 300 0,3 mm 5 ml (integriert) Flächen + Effekte mit mehr Reserve
XTech 400 0,3 mm Seitentank 9 ml (wechselbar) Schneller Farbwechsel, einfache Reinigung ca. 103,7 g
XTech 500 0,3 / 0,5 mm (je nach Set) Saugbehälter 22 ml (wechselbar) Größere Flächen / mehr Material ca. 135,7 g

Hinweis: Gewichte/Varianten können je nach Ausführung/Set leicht abweichen. Die Tabelle ist zur schnellen Orientierung gedacht.

KPI-Boxen: Die 3 Werte, die dein Ergebnis am stärksten beeinflussen

Düse / Nadel
0,2 mm
Für superfeine Details – reagiert aber sensibler auf Viskosität & Verstopfung.
Arbeitsdruck (Richtwert)
1–2 bar
Mehr Druck = breiter/kräftiger, weniger Druck = kontrollierter/feiner.
Becher
0,9 ml
Ideal für kleine Mengen & schnelle Farbwechsel – weniger Material = weniger Reinigungsaufwand.
Praxis-Tipp (schnell, aber extrem effektiv) Verdünne lieber etwas dünner, filtere die Farbe (z. B. durch ein Nylonsieb) und baue den Farbton in mehreren Durchgängen auf. Das reduziert Ablagerungen an der Nadelspitze und verkürzt die Reinigungszeit.

CTA: Sagola XTech 100 (0,9 ml / 0,2 mm) bei Beschicht.com

Wenn du Feinlinien, Retusche und saubere Übergänge ohne Frust willst, ist die XTech 100 eine sehr direkte Wahl: kompakt, präzise und auf kleine Materialmengen optimiert.

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Empfohlene Grundeinstellungen (aus Handbuch abgeleitet – als Richtwerte)

  • Luftdruck: typischer Arbeitsbereich 1–2 bar (Richtwert; abhängig von Viskosität, Oberfläche und gewünschtem Effekt).
  • Feinlinien & Details: sehr nah an die Oberfläche, wenig Materialweg (Trigger nur leicht zurückziehen).
  • Breite Linien / Blending: Abstand vergrößern – bis ca. 15 cm als Richtwert; mehr Triggerweg = mehr Material.
  • Sprühbreite Hintergrund: als Orientierung ca. 5 cm (abhängig von Druck/Abstand/Material).
  • Punktierung (Texturen): Druck als Spielraum ca. 0,3–2 bar; niedriger Druck = grobere Punkte, höherer Druck = feinere Punkte.
  • Luftquelle: geregelte Luftversorgung bzw. Kompressor mit Regelung und idealerweise Luftspeicher (stabiler Druck = stabiler Strahl).

Diese Werte sind Richtwerte. Dickere Farben bzw. höherer Farbfluss benötigen in der Regel mehr Druck – und umgekehrt.

Profi-Workflow (6 Schritte): reproduzierbar von “Setup” bis “Clean”

  1. Material vorbereiten: nach Herstellerangaben mischen, richtig verdünnen und filtern (Nylonsieb). Lieber mehrere dünne Schichten sprühen.
  2. Airbrush-Check: nach Reinigung/Service alle Teile fest angezogen, keine Luftleckage; chemische Kompatibilität beachten (z. B. Aluminium/Edelstahl/PE).
  3. Druck einstellen: starte bei ca. 1 bar, erhöhe bei Bedarf Richtung 2 bar (Richtwerte).
  4. Testspray / Spülung: Airbrush von dir weg, Trigger nach unten (Luft) und kurz zurück (Material) – zunächst mit etwas Lösungsmittel, um Reststoffe auszuspülen.
  5. Sprühtechnik: Luft an, Material fein dosieren. Linienbreite über Abstand + Triggerweg steuern; für weiche Übergänge Abstand vergrößern und Bewegung gleichmäßig halten.
  6. Direkt reinigen: bei schnell trocknenden Lacken nicht stehen lassen. Nach dem Sprühen zeitnah spülen/reinigen, damit nichts eintrocknet.

Fehlerbehebung (4 typische Probleme + schnelle Maßnahmen)

1) Ungleichmäßiges Sprühbild

  • Prüfe Nadelspitze: minimale Verbiegung kann das Muster stören – Nadelschutz verwenden.
  • Düse/Nadel reinigen (Ablagerungen) und Material filtern.
  • Druck leicht anpassen (innerhalb Richtwertbereich).

2) Spucken / Pulsieren

  • Farbe zu dick: etwas dünner einstellen und erneut filtern.
  • Düse/Materialkanal verschmutzt: spülen, dann reinigen.
  • Materialfluss reduzieren (Produktregler nutzen) und in dünnen Passes arbeiten.

3) Luftleckage / instabiler Luftstrom

  • Nach Reinigung prüfen: alle Teile fest angezogen, Dichtflächen ok.
  • O-Ringe/Dichtungen kontrollieren und bei Defekt ersetzen.
  • Luftquelle geregelt betreiben (konstanter Druck).

4) Verstopfung / trocknet in der Airbrush an

  • Schnell trocknende Lacke nicht “stehen lassen” – kontinuierlich arbeiten, zwischendurch kurz spülen.
  • Material dünner + in mehreren Durchgängen aufbauen.
  • Direkt nach dem Einsatz spülen/reinigen, bevor Rückstände hart werden.

Wartung (5 Punkte, die dir teure Ausfallzeiten sparen)

  • Immer Luftleitung trennen, bevor du wartest/reinigst.
  • Regelmäßig prüfen: Zustand der Komponenten, bei Bedarf ersetzen; idealerweise Original-Ersatzteile nutzen.
  • Schmierung: Gewinde und Reibstellen mit gleichmäßigem Fett; bei hakeligem Trigger v. a. Nadelpackung/ Kontermutter-Bereich minimal schmieren.
  • Wenig ist mehr: nur ein Tropfen, gleichmäßig verteilen – nicht überschmieren, sonst drohen Farbflussprobleme.
  • Kein WD-40 / kein leichtes Maschinenöl: kann zum Klemmen führen und ins Luftsystem gelangen.

FAQ (praxisnah)

1) Welcher Druck ist “richtig” für die XTech 100?
Als Richtwert liegt der Arbeitsbereich häufig bei 1–2 bar. Je dicker das Material bzw. je höher der gewünschte Farbfluss, desto eher brauchst du mehr Druck.
2) Wie sprühe ich wirklich feine Linien ohne “Spucken”?
Sehr nah an die Oberfläche, Luft an (Trigger runter) und Material nur minimal dosieren (Trigger leicht zurück). Sauber gefiltertes, eher dünnes Material ist der größte Hebel.
3) Was bringt der Produktregler am Griff?
Du kannst die Produktmenge begrenzen – das macht feine Details stabiler und reduziert “Überziehen”, vor allem bei Übergängen und Schatten.
4) Welche Richtwerte gelten für Punktierung (Dots / Texturen)?
Als Spielraum wird häufig ca. 0,3–2 bar genutzt: niedriger Druck erzeugt grobere Punkte, höherer Druck feinere. Viskosität und Abstand beeinflussen ebenfalls stark.
5) Wie oft sollte ich schmieren?
Nicht “nach Plan”, sondern nach Gefühl: Wenn Trigger/Nadelbewegung nicht mehr sauber läuft, minimal fetten (weniger ist mehr). Wichtig: nicht überschmieren und kein WD-40/leichtes Öl verwenden.

Fazit

Die Sagola XTech 100 spielt ihre Stärke aus, wenn du drei Dinge konsequent machst: sauber gefiltertes, eher dünnes Material, stabil geregelter Druck im Richtwertbereich und direkte Reinigung nach dem Sprühen. Damit werden Feinlinien, Fades und Retusche reproduzierbar – und die Wartung bleibt angenehm kurz.