WIWA FLEXIMIX 2 HERKULES GX
Wenn Sie große Flächen oder dicke Schichtaufbauten beschichten und dabei 2K-Material zuverlässig verarbeiten wollen, ist die FLEXIMIX 2 HERKULES GX als elektronische 2K-Serie genau für dieses Lastenheft ausgelegt: hohe Flächenleistung, hohe Schichtdicken und der Einsatz mehrerer Pistolen bzw. sehr langer Schlauchleitungen.
Produktabbildung (Beispiel)
Produktüberblick: Varianten, Einsätze, Vorteile
Die FLEXIMIX 2-Familie ist als elektronische 2K-Serie für maximale Performance konzipiert – besonders dort, wo hohe Materialmengen, lange Schlauchpakete oder Mehrpistolen-Betrieb gefragt sind. Typische Felder: großflächige oder dickschichtige Protective-Coatings (z. B. Stahlbau, Marine, Rohrleitungen, Anlagenbau).
| Variante | Wofür geeignet | Kern-Vorteil (praxisnah) |
|---|---|---|
| FLEXIMIX 2 PHOENIX | 2K-Anwendungen mit robustem Grundsetup | Starker Einstieg in die elektronische 2K-Klasse |
| FLEXIMIX 2 PROFESSIONAL | Wenn Ausstattung/Optionen stärker im Fokus stehen | Mehr Raum für projektspezifische Konfiguration |
| FLEXIMIX 2 HERKULES 270 | Große Flächen, dicke Schichten, hohe Leistung | Volumetrische Mischungsverhältnisse 0,5:1 bis 17:1 (Richtwert je Setup) |
| FLEXIMIX 2 HERKULES 333 GX | Wie 270 – je nach Projekt/Material mit anderer Druck-/Leistungscharakteristik | Mehrpistolen-Betrieb & sehr lange Schlauchleitungen möglich (projektabhängig) |
Hinweis: Die konkrete Auslegung hängt von Material, Viskosität, Temperaturführung, Schlauchlänge, Pistolen/Automatik und Zubehör ab – deshalb ist die Konfiguration „auf Anfrage“ in der Praxis sinnvoll.
Empfohlene Grundeinstellungen (Richtwerte)
Die folgenden Startwerte sind bewusst als Richtwerte formuliert – die finale Abstimmung erfolgt über Materialdatenblatt, gewünschte Nass-/Trockenschichtdicke, Düsung/Pistole, Temperatur und Schlauchlänge.
- Mischungsverhältnis: gemäß Materialvorgabe innerhalb des Systemspektrums (0,5:1 bis 17:1 als System-Richtwert).
- Druck-/Übersetzungsbereich: innerhalb der vorgesehenen Druckverhältnisse (270: 24:1–88:1; 333GX: 37:1–75:1 als Richtwerte) auf Applikation abstimmen.
- Betriebsdruck: schrittweise erhöhen, bis Zerstäubung/Strahlbild passt – immer unterhalb der Systemgrenzen (bis 450 bar als Obergrenze der Serie).
- Schlauchmanagement: je länger die Leitung, desto wichtiger sind Druckreserve und konstante Viskosität (Temperierung/Zubehör projektabhängig).
- Komponentensteuerung: bei Zusatzkomponenten (bis 4 möglich) klare Freigabe-/Spülsequenzen definieren.
Wichtig: Wenn Sie mehrere Pistolen parallel oder extrem lange Schläuche fahren, ist die Auslegung (Düsung, Leitung, Heizung, Materialzufuhr) entscheidend – genau dafür ist die Konfiguration auf Anfrage gedacht.
Profi-Workflow: In 6 Schritten zur stabilen 2K-Applikation
- Projektcheck: Zielschichtdicke, Fläche/Output, Material (2K-Chemie), Topfzeit, Umgebung, Zulassungen.
- Auslegung wählen: 270 vs. 333GX (Druckverhältnis/Leistungsfenster), Anzahl Pistolen, Schlauchlänge, Zubehör (Heizer, Feed-System etc.).
- Mischverhältnis parametrieren: Verhältnis nach Datenblatt setzen (innerhalb 0,5:1–17:1) und Kalibrier-/Kontrollroutine definieren.
- Sanfter Start: niedrig beginnen, Düsung/Strahlbild kontrollieren, dann Druck in kleinen Schritten erhöhen – bis zur sauberen Zerstäubung.
- Prozess stabilisieren: Temperatur/Viskosität konstant halten, bei langen Leitungen Druckverluste einplanen, bei Mehrpistolen Betrieb symmetrisch verteilen.
- Dokumentieren & reproduzieren: Parameter (Verhältnis, Druck, Düse, Temperatur, Schlauch, Materialcharge) notieren – so werden Ergebnisse wiederholbar.
Fehlerbehebung: 4 häufige Probleme (mit Maßnahmen)
- Druck schrittweise anpassen (nicht springen), Leitung/Filter prüfen.
- Viskosität stabilisieren (Materialtemperatur und Förderweg beachten).
- Parametrierung/Kalibrierung prüfen (Richtwerte nur Startpunkt – Materialvorgabe ist führend).
- Start/Stop-Sequenzen und Spülroutinen für lange Schlauchvolumina festlegen.
- Düsung/Pistole auf Zieloutput abstimmen; Druckreserve berücksichtigen.
- Bei Mehrpistolen: Verteilung/Leitungsquerschnitte prüfen (Symmetrie hilft).
- Topfzeit/Temperaturführung prüfen; Pausen vermeiden oder Spülen/Wechseln definieren.
- Abläufe standardisieren (Einrichten, Spritzen, Stoppen, Spülen, Stillstand).
Wartung: 5 Punkte, die im Alltag wirklich zählen
- Täglich: Sichtprüfung auf Leckagen, Schlauchzustand, Kupplungen und Filter.
- Nach Schichtende: definierte Spül-/Reinigungsroutine (insb. bei reaktiven 2K-Materialien).
- Wöchentlich: Verschleißteile an Pistole/Düse prüfen, Druckstabilität verifizieren.
- Monatlich: Parameter-Audit (Verhältnis/Druck/Temperatur) + Doku-Abgleich für reproduzierbare Ergebnisse.
- Projektbezogen: Konfiguration/Zubehör (Heizer, Feed, Automatik) an tatsächliche Bedingungen anpassen.
FAQ zur FLEXIMIX 2 HERKULES GX (praxisrelevant)
Projekt geplant? Wir konfigurieren die passende FLEXIMIX 2 HERKULES GX
Damit Druckverhältnisse, Mischungsverhältnis, Schlauchpaket, Temperaturführung und Pistolen/Automatik wirklich zusammenpassen, erhalten Sie bei uns eine Konfiguration auf Anfrage – abgestimmt auf Ihr Material und Ihre Zielschichtdicke.
Fazit
Die WIWA FLEXIMIX 2 HERKULES GX ist eine konsequente 2K-Lösung für anspruchsvolle Protective-Coatings: hohe Flächenleistung, hohe Schichtdicken sowie die Möglichkeit, mehrere Pistolen oder lange Schlauchleitungen zu fahren – mit Mischungsverhältnissen im weiten Spektrum und bis zu 4 steuerbaren Komponenten. Der Schlüssel zum stabilen Ergebnis liegt in der projektspezifischen Auslegung (Material, Schlauch, Temperatur, Düsung, Prozessroutine) – und genau hier bringt eine Konfiguration auf Anfrage den größten Praxisnutzen.