Beratung +49 7545 933 9945

  Gratis DE-Versand ab 250 €

  14 Tage kostenloser Umtausch

  Marktführende Bestpreisgarantie

29.01.26

wiwa_fleximix_2_professional

WIWA FLEXIMIX 2 Professional GX: 2K-Beschichtung sicher dosieren, schnell umrüsten, sauber dokumentieren

Praxis-Guide

WIWA FLEXIMIX 2 Professional GX

Wenn große Flächen, dicke Schichtaufbauten und wechselnde Anforderungen zusammenkommen, entscheidet Prozesssicherheit: korrektes Mischungsverhältnis, stabile Förderung, sauberes Spülen und nachvollziehbare Parameter. Genau dafür ist die FLEXIMIX 2-Serie ausgelegt – inklusive Einsatz mit mehreren Pistolen bzw. langen Schlauchpaketen.

WIWA FLEXIMIX 2 Professional GX

Hinweis: Abbildung kann Optionen/Zubehör zeigen (projektabhängige Konfiguration).

Produktüberblick: Varianten, Einsätze, Vorteile

Die FLEXIMIX 2-Serie ist als elektronische 2K-Lösung auf hohe Leistung ausgelegt – ideal für große Oberflächen, dicke Schichtaufbauten sowie den Betrieb mit mehreren Pistolen oder sehr langen Schlauchleitungen.

Variante Typische Einsätze Richtwerte (aus Daten) Praxisvorteil
FLEXIMIX 2 Phoenix Große Flächen & dicke Schichten, 2K-Materialien von niedrig bis hochviskos Mischungsverhältnis 0,5:1–17:1
Druckverhältnis 10:1–52:1
Max. 416 bar
Bis 4 Komponenten
Solider Einstieg in die FLEXIMIX-2-Leistungsklasse
FLEXIMIX 2 Professional GX Größere Projekte mit wechselnden Anforderungen, auch bei kurzen Topfzeiten Mischungsverhältnis 0,5:1–17:1
Druckverhältnis 32:1–71:1
Max. 460 bar
Bis 4 Komponenten
Hohe Prozessreserve + Zubehör-/Heiz-Optionen für sehr viskose Materialien
FLEXIMIX 2 Herkules GX Maximale Leistung für sehr hohe Anforderungen / große Fördermengen Mischungsverhältnis 0,5:1–17:1
Druckverhältnis je nach Ausführung bis 88:1
Max. bis ~497 bar
Bis 4 Komponenten
Maximale Power-Option innerhalb der Serie
Alle Werte als Richtwerte (konfigurations-/materialabhängig). Für freigegebene Arbeitsdrücke stets Materialdatenblatt & Systemkonfiguration beachten.
Spritzdruck (max.)
bis 460 bar
Prozessreserve für anspruchsvolle 2K-Beschichtungen.
Mischungsverhältnis
0,5:1 – 17:1
Breite Abdeckung typischer 2K-Systeme (volumetrisch).
Komponenten / Ausbau
bis 4
Plus Zubehörpakete: z. B. Materialheizer, Feed-Tanks, Spülpumpe.
Praxis-Tipp (Zeit sparen beim Reinigen): Planen Sie den Prozess so, dass nur der kurze Schlauch ab Mischstelle zur Pistole gespült werden muss – das reduziert Spülaufwand, Materialverbrauch und Verschleiß im Vergleich zu unnötig langen Reinigungswegen.
Tipp ist ein allgemeines Vorgehen für 2K-Prozesse: Spülvolumen klein halten, Reinigungswege konsequent trennen.

Empfohlene Grundeinstellungen (Richtwerte)

Diese Startwerte leiten sich aus den verfügbaren Systemdaten ab. Für die endgültige Parametrierung gelten Materialdatenblatt (Viskosität/Temperatur/Topfzeit) und Ihre konkrete Konfiguration.

  • Mischungsverhältnis: gemäß Materialvorgabe einstellen (Systembereich: 0,5:1 bis 17:1).
  • Druckverhältnis (Antriebs-/Förderreserve): Professional GX arbeitet im Bereich 32:1 bis 71:1 (hilfreich bei zähflüssigen Medien und langen Leitungen).
  • Arbeitsdruck: innerhalb Materialfreigabe wählen; System ist für bis 460 bar ausgelegt (nicht als Standardfahrweise verstehen).
  • Komponentenmanagement: bis 4 Komponenten steuerbar – nutzen Sie das für definierte Rezepturen und reproduzierbare Prozesse.
  • Zubehör/Temperierung: bei sehr hoher Viskosität Materialheizung/Heizzubehör einplanen, um Druckbedarf und Pulsation zu senken.
Richtwerte ≠ Freigabe. Finale Werte immer im Projektabgleich definieren.

Profi-Workflow: in 6 Schritten zum stabilen 2K-Prozess

  1. Materialcheck: A/B (und ggf. weitere Komponenten) auf Temperatur, Homogenität und Verarbeitungsfenster prüfen.
  2. Rezept/Verhältnis setzen: Mischungsverhältnis im System gemäß Materialvorgabe parametrieren (innerhalb 0,5:1–17:1).
  3. Förderung aufbauen: Leitungen entlüften, Druck stabilisieren; bei langen Schlauchpaketen bewusst langsam hochfahren.
  4. Optional temperieren: Bei hochviskosen Medien Heizer/Heizzubehör aktivieren, um Fließverhalten zu verbessern.
  5. Prozess stabilisieren: Probespritzbild fahren, Düse/Filter/Materialtemperatur feinjustieren, bis Kanten, Benetzung und Spritzbild passen.
  6. Dokumentieren & sauber beenden: Parameter festhalten, Prozess beenden, Spülroutine starten (Spülweg so kurz wie möglich).

Fehlerbehebung: 4 typische Probleme (inkl. Maßnahmen)

1) Druck schwankt / Pulsation steigt
  • Materialtemperatur/Viskosität prüfen, ggf. Temperierung nutzen (weniger Druckverlust).
  • Filter/Düse auf Teilverstopfung prüfen; Druck nur schrittweise erhöhen.
  • Bei langen Leitungen: Schlauchführung, Querschnitt und Übergänge optimieren (Druckverluste reduzieren).
2) Mischungsverhältnis driftet / Ergebnis härtet falsch aus
  • Rezept/Mischungsverhältnis prüfen (Sollwert vs. Materialvorgabe), anschließend Probespritzung durchführen.
  • Materialversorgung A/B stabilisieren (Füllstand, Zuführung, Luft-/Feuchte-Einflüsse minimieren).
  • Spül- und Startsequenzen konsequent einhalten, damit keine Teilmischung im Prozess bleibt.
3) Spritzbild unsauber / Orangenhaut / zu viel Nebel
  • Düse passend zur Viskosität auswählen, Spritzdruck innerhalb Freigabe feinjustieren.
  • Temperatur/Heizung prüfen (zu kalt = schlechte Zerstäubung, zu warm = Laufnasen-Risiko).
  • Spritzabstand/Überlappung standardisieren (konstant, reproduzierbar).
4) Material härtet im Schlauch / Spülung dauert zu lange
  • Spülweg minimieren: nur den notwendigen Abschnitt (Mixer → Pistole) spülen.
  • Spülmittel/Spülprozedur materialkonform wählen; Potlife nicht „ausreizen“.
  • Stillstandszeiten im Prozess vermeiden: lieber geordnet stoppen, spülen, neu starten.

Wartung: 5 Punkte, die wirklich helfen

  • Filter, Düse und Misch-/Spülkomponenten regelmäßig reinigen und auf Abrieb prüfen.
  • Schläuche/Anschlüsse auf Leckage, Knicke und Druckfestigkeit kontrollieren (besonders bei langen Leitungen).
  • Dichtungen/Verschleißteile vorbeugend tauschen, wenn Druckaufbau oder Prozessstabilität nachlässt.
  • Temperierung/Heizzubehör (falls eingesetzt) auf Solltemperatur, Sensorik und gleichmäßige Wärmeverteilung prüfen.
  • Parameter/Rezepte dokumentieren (für Wiederholaufträge) und Abweichungen frühzeitig auswerten.

Bereit fürs Projekt? (Konfiguration statt Kompromiss)

Die FLEXIMIX 2 Professional GX wird typischerweise projektbezogen ausgelegt (Material, Topfzeit, Schlauchlängen, Pistolenanzahl, Heizung/Zubehör). Lassen Sie uns Ihre Anforderungen einmal sauber aufnehmen – dann erhalten Sie eine passende Konfiguration.

Hinweis: Buttons führen zur Produkt-/Anfrageseite. Dort können Sie die Auslegung (z. B. Heizung, Spülsystem, Pistolen, Schlauchpaket) anstoßen.

FAQ (praxisnah)

Für welche Anwendungen passt die Professional GX besonders gut?

Wenn Sie große Projekte mit wechselnden Anforderungen fahren und 2K-Materialien von niedrig bis hochviskos sicher dosieren möchten – auch bei kurzen Topfzeiten und optionaler Temperierung.

Wie flexibel ist das Mischungsverhältnis?

Der Systembereich liegt bei 0,5:1 bis 17:1 (volumetrisch). Das konkrete Verhältnis muss immer aus dem Materialdatenblatt kommen.

Kann ich mehrere Spritzpistolen oder lange Schläuche einsetzen?

Die FLEXIMIX 2-Serie ist ausdrücklich für hohe Flächenleistung, dicke Schichten sowie paralleles Arbeiten mit mehreren Pistolen bzw. langen Schlauchleitungen konzipiert.

Welche Maximalwerte sollte ich im Kopf behalten?

Bis 460 bar maximaler Betriebsdruck (konfigurationsabhängig). Nutzen Sie das als Reserve – gefahren wird innerhalb Materialfreigabe und Prozessfenster.

Welche Optionen sind für sehr viskose Materialien sinnvoll?

In der Praxis helfen Materialheizer bzw. Heizzubehör, um Viskosität zu senken, Druckbedarf zu reduzieren und das Spritzbild stabiler zu machen.

Fazit

Die WIWA FLEXIMIX 2 Professional GX ist eine starke Wahl, wenn Sie 2K-Beschichtungen auf großen Flächen reproduzierbar und effizient fahren wollen: breites Mischungsverhältnis, hohe Druckreserve und Ausbauoptionen (z. B. Heizung/Zubehör) für zähflüssige Materialien – plus klare Prozessführung für Umrüsten, Spülen und Dokumentation. Wenn Sie uns Material, Topfzeit, Schlauchlängen und gewünschte Leistung nennen, legen wir die passende Konfiguration aus.