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27.01.26

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Sagola 4600 HEX richtig einstellen: Profi-Workflow, Richtwerte & Kauf-Guide

Praxis-Guide

Sagola 4600 HEX richtig einstellen: Richtwerte, Workflow & Kauf-Guide

Wenn du mit Basis- oder Klarlack sauber, gleichmäßig und materialeffizient arbeiten willst, entscheidet die Einstellung der Pistole über das Ergebnis. In diesem Guide bekommst du praxiserprobte Richtwerte (Druck, Abstand, Luftkappe), einen 7-Schritte-Profi-Workflow, typische Fehlerbilder samt Fix – und passende Shop-Links zu den 4600-DFT-Varianten.

Reinish / Automotive Basislack & Klarlack Richtwerte aus Manual
Sagola 4600 DFT / HEX Lackierpistole
Produktbild: Sagola 4600 (DFT/HEX)

Warum HEX (und warum Einstellungen so viel ausmachen)

Die HEX-Technologie ist auf eine besonders kontrollierte Vorzerstäubung ausgelegt: Ziel ist ein ruhiges, flaches Spritzbild und eine gleichmäßige Tröpfchenverteilung – gerade dann, wenn du mit höherem Materialdurchfluss arbeiten musst oder „kritische“ Metallic-Töne sauber legen willst. Entscheidend bleibt trotzdem: Druck, Luftkappe, Viskosität, Abstand müssen zusammenpassen, sonst entstehen Wolken, trockener Auftrag oder unnötiger Overspray.

Produktüberblick: Varianten, Einsätze, Vorteile (Tabelle)

Variante / Luftkappe Typische Anwendung Empfohlene Düsengrößen Kurzvorteil
DVR BASE Wasser- & lösemittelbasierte Basislacke 1.20 / 1.20 XL / 1.30 Gleichmäßige Metallic-Ablage, kontrollierter Auftrag
DVR HVLP Basislacke + Spezialbeschichtungen (HVLP-Setup) 1.20 / 1.20 XL / 1.30 Overspray reduzieren, hoher Luftvolumen-Ansatz
DVR CLEAR HS/UHS Klarlacke + Einschichtlacke 1.20 / 1.20 XL / 1.30 Feine Zerstäubung für Glanz & Verlauf
DVR CLEAR PRO Express-Trocknung Klarlacke (High Gloss) 1.20 / 1.20 XL / 1.30 Schnell & hochglänzend – wenn Timing zählt

Hinweis: Düsengrößen & Luftkappen sind abhängig vom Material und vom gewünschten Durchfluss. Nutze die Angaben als Orientierung und prüfe immer den Lackhersteller.

KPI 1
> 65% Transfer
Hohe Ergiebigkeit bei sauberem Spritzbild – Ziel: weniger Nebel, mehr Lack auf dem Teil.
KPI 2
468 g (ohne Becher)
Weniger Ermüdung bei Spot-Repair & Komplettlack – gerade bei langen Klarlack-Gängen.
KPI 3
1.4–2.2 bar (Richtwert)
Empfohlener Arbeitsdruck-Bereich als Startpunkt – Feintuning über Ergebnis (Verlauf/Deckung/Overspray).
Praxis-Tipp (schnell sichtbar im Spritzbild): Starte mit voll geöffnetem Produktregler (ohne ihn auszubauen) und arbeite den Materialfluss dann von „zu“ langsam auf – bis die gewünschte Menge erreicht ist. So minimierst du unnötigen Verschleiß an Düse/Nadel und bekommst eine maximal nutzbare Fächerbreite.

Empfohlene Grundeinstellungen (aus Manual abgeleitet – Richtwerte)

Parameter Richtwert / Startpunkt Warum wichtig
Empfohlener Arbeitsdruck 1.4–2.2 bar (Startbereich) Zu hoch = mehr Nebel, weniger Ergiebigkeit; zu niedrig = grob/„körnig“.
HVLP Arbeitsdruck (Eingang) 1.8 bar (HVLP-Richtwert) HVLP soll nicht „überfahren“ werden – sonst steigt Overspray und die Übertragung sinkt.
Werkseinstellung / Leistungs-Start 2.0 bar Eingangsdruck Guter Referenzpunkt für die meisten Anwendungen – danach ans Material anpassen.
Spritzabstand (EPA) 15–20 cm Stabiler Fächer, gute Ergiebigkeit bei kontrolliertem Nebel.
Spritzabstand (HVLP) 12–15 cm HVLP arbeitet näher am Objekt, um Übertragung zu verbessern.
Max. Eingangsdruck (Sicherheit) 4 bar (nicht überschreiten) Schützt Mensch, Material und Ergebnis – zu viel Druck macht nicht „besser“.
Hinweis zur Druckmessung: Schlauchlänge & Luftversorgung beeinflussen den realen Druck. Als Richtwert kann über längere Leitungen ein spürbarer Abfall entstehen – stelle daher am Regler so ein, dass am Setup das Ergebnis passt (nicht nur „am Kompressor“).

Profi-Workflow (7 Schritte)

  1. Saubere Druckluft sicherstellen: Filtere Öl/Silikon/Aerosole und feste Partikel – saubere Luft ist die Basis für konstante Zerstäubung.
  2. Material vorbereiten: Nach Lackdatenblatt mischen, filtern und Viskosität passend einstellen (Basis/Klar je nach System).
  3. Grundregler öffnen: Strahlregulierung und Produktregler vollständig öffnen (ohne auszubauen), dann von dort sauber „runterregeln“.
  4. Druck als Richtwert setzen: Starte im Bereich 1.4–2.2 bar (HVLP: 1.8 bar) und prüfe den Spritztest.
  5. Fächer einstellen: Luftkappen-Öffnungen ausrichten, Fächerbreite über Strahlregulierung setzen (breit für Flächen, runder für Kanten/Spot).
  6. Materialmenge feinjustieren: Produktregler langsam öffnen bis die gewünschte Menge erreicht ist; bei Engstellen über den Abzug „dosieren“.
  7. Abstand & Geschwindigkeit stabil halten: EPA typ. 15–20 cm, HVLP 12–15 cm. Zu langsam = zu dick; zu schnell = zu trocken/dünn.

Fehlerbehebung (4 typische Probleme + schnelle Maßnahmen)

1) Material sprudelt im Becher
  • Ausguss/Düse prüfen und nachziehen.
  • Sitz am Ausguss-Körper reinigen; bei Beschädigung ersetzen.
2) Zerstäubt nicht (kein Lackbild)
  • Material vorhanden? Luftdruck vorhanden und ausreichend?
  • Material zu dick: verdünnen; Produktregler öffnen/einstellen.
  • Leitungen/Düse: reinigen.
3) Strahl intermittierend (spuckt/unterbricht)
  • Material nachfüllen; immer filtern (Unreinheiten vermeiden).
  • Ausguss nachziehen; bei Rissen oder defekter Nadeldichtung ersetzen.
4) Zerstäubung „nicht korrekt“ (grob, wolkig, unruhig)
  • Luftdüse reinigen; Luftdruck/Menge/Viskosität aufeinander abstimmen.
  • Strahlöffnung (Fächer) neu einstellen; Produkt auf Fremdkörper prüfen und filtern.

Wartung: 5 Punkte, die die Pistole „wie neu“ halten

  • Nach jeder Arbeit reinigen: Pistole und Becher mit geeignetem Lösemittel säubern; keine harten/metallischen Gegenstände an Präzisionsbohrungen.
  • Produktfilter prüfen: Filter je nach Verschmutzung reinigen oder austauschen – verstopfte Filter verursachen schlechten Auftrag.
  • Luftdüse schonend behandeln: Deformationen am Luftausgang verschlechtern die Zerstäubung – bei Bedarf einweichen, ausblasen, vorsichtig reinigen.
  • Schmierung nicht vergessen: Nach Reinigung Gewinde/Reibzonen leicht fetten (silikonfreie Schmierstoffe verwenden).
  • Originalteile nutzen: Austauschbarkeit und Funktion bleiben stabil; Dichtungen/Nadel/Düse bei Undichtigkeiten rechtzeitig ersetzen.

Video (Praxis-Einblick)

Wenn du lieber „live“ siehst, wie sich die 4600 im Einsatz verhält, nutze das Video:

▶️ YouTube ansehen: Sagola 4600 im Einsatz

FAQ (praxisrelevant)

1) Mit welchem Druck starte ich am besten?
Starte im empfohlenen Bereich 1.4–2.2 bar. Bei HVLP beginne mit 1.8 bar. Danach über Spritztest feinjustieren.
2) Warum wird das Ergebnis „trocken“ oder die Schicht zu dünn?
Häufig ist der Luftdruck im Verhältnis zur Materialmenge zu hoch. Druck reduzieren, Materialmenge erhöhen oder Viskosität anpassen.
3) Warum hängt der Lack oder läuft ab?
Meist zu viel Material bei zu wenig Kontrolle oder falscher Geschwindigkeit. Materialmenge reduzieren, Viskosität prüfen und gleichmäßiger/zügiger führen.
4) Muss ich wirklich immer filtern?
Ja – Fremdkörper sind einer der häufigsten Gründe für Unterbrechungen, schlechtes Spritzbild und verstopfte Düsen/Filter.
5) Woran erkenne ich, dass Dichtung/Nadel/Düse fällig sind?
Undichtigkeiten, unruhiger Strahl trotz sauberer Luftdüse, „Spucken“ oder das Nicht-Schließen der Nadel deuten auf Verschleiß/Verunreinigung hin.

CTA: Passende Sagola 4600 DFT/HEX Varianten direkt kaufen

Wähle die Variante passend zu deinem Einsatz (Basis/Klar/Express-Klar/HVLP) oder ergänze deinen Düsensatz für reproduzierbare Ergebnisse.

Fazit

Die Sagola 4600 HEX spielt ihre Stärken aus, wenn du sie wie ein System betrachtest: saubere Luft, gefiltertes Material, passende Luftkappe, stabiler Abstand – und Druck nur so hoch wie nötig. Starte mit den Richtwerten, optimiere über Spritztest und halte Reinigung + Schmierung konsequent ein – dann bekommst du reproduzierbar ein ruhiges Spritzbild, sauberen Metallic-Stand und klaren Glanz bei Klarlack.