WIWA Professional Classic: Hochdruck-Airless für schweren Korrosionsschutz (Model 24071)
Wenn Sie hochviskose, lösungsmittelarme oder lösungsmittelfreie Beschichtungsstoffe mit hohem Feststoffanteil verarbeiten, zählt vor allem eins: stabiler Druck, große Düsen und lange Materialschläuche ohne Einbruch der Flächenleistung. Genau dafür ist die WIWA Professional Classic ausgelegt.
Schnell-Check: Passt die Professional Classic zu Ihrem Material?
- Sie brauchen hohe Spritzdrücke und wollen auch mit größeren Düsenbohrungen stabil arbeiten.
- Sie spritzen dickschichtige Systeme (z. B. Korrosionsschutz, Glasflake, Bitumen, PFP/Brandschutz-Materialien).
- Sie planen lange Materialschläuche bzw. mehrere Meter Abstand zur Fläche.
- Wichtig: Die Classic-Serie ist in Normalstahl ausgeführt – für wasserbasierende Materialien ist typischerweise eine Edelstahl-/GX-Alternative sinnvoll.
Produktüberblick: Varianten & Einsätze (kurz & kaufklar)
| Modell | Stärke | Druckübersetzung | Max. Betriebsdruck | Max. Förderleistung | Ausführungen |
|---|---|---|---|---|---|
| 24071 | Hochviskos, lange Schläuche, hohe Drücke | 71:1 | 460 bar | 24 l/min | Fahrgestell / Hubwagen / Wandhalter |
| 28064 | Kompromiss aus Druck & Output | 64:1 | 450 bar | 28 l/min | Fahrgestell / Hubwagen / Wandhalter |
| 44032 | Maximale Flächenleistung bei moderatem Druck | 32:1 | 255 bar | 44 l/min | Fahrgestell / Hubwagen / Wandhalter |
Empfohlene Grundeinstellungen (Richtwerte)
Die folgenden Werte sind Richtwerte und müssen immer an Material, Temperatur, Schlauchlänge und Düse angepasst werden. Nutzen Sie sie als Startpunkt – danach feinjustieren.
| Parameter | Startwert (Richtwert) | Warum / worauf achten |
|---|---|---|
| Lufteingangsdruck | 4,5–6,0 bar | Steigern, bis der Strahl sauber ist. Maximalwerte sind modellabhängig (24071 bis 6,5 bar). |
| Spritzdruck an der Pistole | 120–200 bar | Viele Anwendungen liefern im Bereich 50–250 bar sehr gute Oberflächen – innerhalb dieses Fensters optimieren. |
| Düse (Startpunkt) | 0,33 mm / 40°–65° | Als robuster Startpunkt (Zubehör-/Standarddüsen). Für dickere Systeme ggf. größer – dann Druck & Filter im Blick behalten. |
| Schlauch-Setup | so kurz wie möglich | Jeder Meter kostet Druckreserve. Bei langen Strecken schrittweise nachregeln (Druck/Düse). |
Profi-Workflow (5–7 Schritte)
- Material prüfen: Viskosität/Temperatur einschätzen, Gebinde sauber ansetzen, Sieb/Ansaugung vorbereiten.
- Filter & Düse definieren: Start mit bewährter Düse (z. B. 0,33 mm) und sauberem Hochdruckfilter.
- Luftdruck niedrig starten: Anlage anfahren, Druck langsam erhöhen, bis der Fächer stabil ist.
- Spritzbild optimieren: Kanten/Überlappung testen, Abstand & Geschwindigkeit anpassen.
- Konstanz sichern: Nach 3–5 Minuten erneut prüfen (Filterbelastung/Temperaturdrift) und fein nachstellen.
- Pausenstrategie: Kurze Stopps so organisieren, dass Material nicht unnötig in Düse/Filter „steht“ (je nach Material).
- Ende & Reinigung: Druck abbauen, Filter/Düse prüfen, Anlage materialgerecht reinigen und konservieren.
Fehlerbehebung: 4 typische Probleme (mit Maßnahmen)
- Lufteingangsdruck leicht erhöhen oder stabilisieren (Regler/Kompressorleistung prüfen).
- Düse eine Stufe kleiner testen (senkt Bedarf an Materialdurchsatz).
- Hochdruckfilter reinigen/prüfen – zugesetzter Filter erzeugt Druckspitzen.
- Spritzdruck reduzieren, bis der Fächer gerade noch sauber bleibt.
- Spritzabstand verkleinern und gleichmäßiger führen (Überlappung sauber halten).
- Spritzwinkel/Düse an Bauteilgeometrie anpassen.
- Düse und Düsensitz reinigen; bei Beschädigung tauschen.
- Materialansaugung auf Luftziehen prüfen (Dichtungen/Anschlüsse).
- Materialtemperatur stabilisieren (zähe Systeme reagieren stark auf Kälte).
- Schlauchlänge/Schlauchquerschnitt prüfen; wenn möglich kürzen oder Querschnitt anpassen.
- Düse minimal kleiner wählen oder Druckreserve schaffen (modellabhängig).
- Filter/Ansaugung prüfen – hohe Viskosität setzt Filter schneller zu.
Wartung (5 Punkte, kurz & wirksam)
- Hochdruckfilter regelmäßig öffnen & reinigen (sauberer Filter = ruhiger Strahl).
- Trennmittel/Schmierkammer im Blick behalten: Füllstand prüfen, sauber halten – schützt Packungen und Kolbenstange.
- Dichtungen/Überwurfmuttern prüfen: rechtzeitig nachziehen/tauschen, bevor Luft gezogen wird.
- Materialwege sauber halten: kurze Reinigungsroutinen verhindern „Zukleben“ und sparen Zeit im nächsten Job.
- Verschleißteile als Set bevorraten: Düse, Filtereinsatz/Spaltfilter, relevante Dichtungen – so vermeiden Sie Stillstand.
Video: Professional Classic im Einsatz
FAQ (praxisrelevant)
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