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09.01.26

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WIWA Professional Classic: Praxis-Guide für Hochdruck-Airless im Korrosionsschutz (Model 24071)

Praxis-Guide

WIWA Professional Classic: Hochdruck-Airless für schweren Korrosionsschutz (Model 24071)

Wenn Sie hochviskose, lösungsmittelarme oder lösungsmittelfreie Beschichtungsstoffe mit hohem Feststoffanteil verarbeiten, zählt vor allem eins: stabiler Druck, große Düsen und lange Materialschläuche ohne Einbruch der Flächenleistung. Genau dafür ist die WIWA Professional Classic ausgelegt.

WIWA Professional Classic Hochdruckpumpe

Schnell-Check: Passt die Professional Classic zu Ihrem Material?

  • Sie brauchen hohe Spritzdrücke und wollen auch mit größeren Düsenbohrungen stabil arbeiten.
  • Sie spritzen dickschichtige Systeme (z. B. Korrosionsschutz, Glasflake, Bitumen, PFP/Brandschutz-Materialien).
  • Sie planen lange Materialschläuche bzw. mehrere Meter Abstand zur Fläche.
  • Wichtig: Die Classic-Serie ist in Normalstahl ausgeführt – für wasserbasierende Materialien ist typischerweise eine Edelstahl-/GX-Alternative sinnvoll.
KPI
460 bar
Max. Betriebsdruck (Model 24071) – ideal für schwere Korrosionsschutzsysteme.
KPI
bis 44 l/min
Max. Förderleistung (Model 44032) – wenn Flächenleistung Priorität hat.
KPI
71:1
Druckübersetzung (Model 24071) – stark bei hochviskosen Materialien.

Produktüberblick: Varianten & Einsätze (kurz & kaufklar)

Modell Stärke Druckübersetzung Max. Betriebsdruck Max. Förderleistung Ausführungen
24071 Hochviskos, lange Schläuche, hohe Drücke 71:1 460 bar 24 l/min Fahrgestell / Hubwagen / Wandhalter
28064 Kompromiss aus Druck & Output 64:1 450 bar 28 l/min Fahrgestell / Hubwagen / Wandhalter
44032 Maximale Flächenleistung bei moderatem Druck 32:1 255 bar 44 l/min Fahrgestell / Hubwagen / Wandhalter
Praxis-Hinweis: Wenn Sie größere Düsen und lange Schläuche planen, ist 24071/28064 oft die erste Wahl – genau darauf ist die Serie ausgelegt.
Tipp aus der Praxis: Starten Sie bei zähen Korrosionsschutz-Systemen lieber mit konservativer Düsengröße und erhöhen Sie schrittweise den Druck, bis der Strahl sauber „steht“. So vermeiden Sie unnötige Pulsation, Materialnebel und frühe Filterbelastung – und finden schneller das stabile Fenster für Ihre Schlauchlänge.

Empfohlene Grundeinstellungen (Richtwerte)

Die folgenden Werte sind Richtwerte und müssen immer an Material, Temperatur, Schlauchlänge und Düse angepasst werden. Nutzen Sie sie als Startpunkt – danach feinjustieren.

Parameter Startwert (Richtwert) Warum / worauf achten
Lufteingangsdruck 4,5–6,0 bar Steigern, bis der Strahl sauber ist. Maximalwerte sind modellabhängig (24071 bis 6,5 bar).
Spritzdruck an der Pistole 120–200 bar Viele Anwendungen liefern im Bereich 50–250 bar sehr gute Oberflächen – innerhalb dieses Fensters optimieren.
Düse (Startpunkt) 0,33 mm / 40°–65° Als robuster Startpunkt (Zubehör-/Standarddüsen). Für dickere Systeme ggf. größer – dann Druck & Filter im Blick behalten.
Schlauch-Setup so kurz wie möglich Jeder Meter kostet Druckreserve. Bei langen Strecken schrittweise nachregeln (Druck/Düse).

Profi-Workflow (5–7 Schritte)

  1. Material prüfen: Viskosität/Temperatur einschätzen, Gebinde sauber ansetzen, Sieb/Ansaugung vorbereiten.
  2. Filter & Düse definieren: Start mit bewährter Düse (z. B. 0,33 mm) und sauberem Hochdruckfilter.
  3. Luftdruck niedrig starten: Anlage anfahren, Druck langsam erhöhen, bis der Fächer stabil ist.
  4. Spritzbild optimieren: Kanten/Überlappung testen, Abstand & Geschwindigkeit anpassen.
  5. Konstanz sichern: Nach 3–5 Minuten erneut prüfen (Filterbelastung/Temperaturdrift) und fein nachstellen.
  6. Pausenstrategie: Kurze Stopps so organisieren, dass Material nicht unnötig in Düse/Filter „steht“ (je nach Material).
  7. Ende & Reinigung: Druck abbauen, Filter/Düse prüfen, Anlage materialgerecht reinigen und konservieren.

Fehlerbehebung: 4 typische Probleme (mit Maßnahmen)

1) Pulsierender Strahl / Druck schwankt
  • Lufteingangsdruck leicht erhöhen oder stabilisieren (Regler/Kompressorleistung prüfen).
  • Düse eine Stufe kleiner testen (senkt Bedarf an Materialdurchsatz).
  • Hochdruckfilter reinigen/prüfen – zugesetzter Filter erzeugt Druckspitzen.
2) Zu viel Overspray / „Nebel“
  • Spritzdruck reduzieren, bis der Fächer gerade noch sauber bleibt.
  • Spritzabstand verkleinern und gleichmäßiger führen (Überlappung sauber halten).
  • Spritzwinkel/Düse an Bauteilgeometrie anpassen.
3) „Spucken“ / ungleichmäßiger Auftrag
  • Düse und Düsensitz reinigen; bei Beschädigung tauschen.
  • Materialansaugung auf Luftziehen prüfen (Dichtungen/Anschlüsse).
  • Materialtemperatur stabilisieren (zähe Systeme reagieren stark auf Kälte).
4) Durchsatz bricht ein (vor allem bei langen Schläuchen)
  • Schlauchlänge/Schlauchquerschnitt prüfen; wenn möglich kürzen oder Querschnitt anpassen.
  • Düse minimal kleiner wählen oder Druckreserve schaffen (modellabhängig).
  • Filter/Ansaugung prüfen – hohe Viskosität setzt Filter schneller zu.

Wartung (5 Punkte, kurz & wirksam)

  • Hochdruckfilter regelmäßig öffnen & reinigen (sauberer Filter = ruhiger Strahl).
  • Trennmittel/Schmierkammer im Blick behalten: Füllstand prüfen, sauber halten – schützt Packungen und Kolbenstange.
  • Dichtungen/Überwurfmuttern prüfen: rechtzeitig nachziehen/tauschen, bevor Luft gezogen wird.
  • Materialwege sauber halten: kurze Reinigungsroutinen verhindern „Zukleben“ und sparen Zeit im nächsten Job.
  • Verschleißteile als Set bevorraten: Düse, Filtereinsatz/Spaltfilter, relevante Dichtungen – so vermeiden Sie Stillstand.

Video: Professional Classic im Einsatz

FAQ (praxisrelevant)

Welche Classic-Variante ist die „sichere Bank“ für hochviskose Korrosionsschutzstoffe?
In der Classic-Serie sind 24071 und 28064 besonders für hochviskose, lösungsmittelarme/-freie Materialien mit hohem Feststoffanteil ausgelegt – ideal bei langen Schläuchen und großen Düsen.
Kann ich wasserbasierende Materialien mit der Professional Classic spritzen?
Die Classic-Serie ist als Normalstahl-Ausführung beschrieben. Für wasserbasierende Materialien wird typischerweise eine dafür geeignete Edelstahl-/GX-Variante empfohlen.
Was bringt mir eine hohe Druckübersetzung (z. B. 71:1)?
Sie bekommen mehr Druckreserve für zähes Material, lange Schläuche und größere Düsen – das hilft, den Fächer stabil zu halten und Schichtstärken sicher aufzubauen.
Mit welchen Startwerten finde ich schnell ein sauberes Spritzbild?
Starten Sie mit moderater Düse (z. B. 0,33 mm) und mittlerem Druck, dann in kleinen Schritten erhöhen, bis der Fächer sauber steht. Die Maximalwerte hängen vom Modell ab.
Welches Bauteil verursacht in der Praxis die meisten Stillstände?
In vielen Setups ist es der zugesetzte Filter oder eine verschlissene Düse. Wer Filter/Düse regelmäßig prüft und Ersatz bevorratet, reduziert Ausfallzeiten spürbar.

CTA: Welche Ausführung passt zu Ihrem Einsatz?

Wählen Sie jetzt die passende Model 24071-Ausführung – mobil auf Fahrgestell, flexibel auf Hubwagen oder stationär auf Wandhalter.

Hinweis: Technische Daten und Richtwerte sind anwendungsabhängig. Prüfen Sie Materialdatenblatt, Baustellenbedingungen und Sicherheitsvorgaben, bevor Sie Parameter final festlegen.