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01.01.26

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Elcometer Qualicoat Inspektionsset: Praxis-Guide für Pulverbeschichtung (Basic vs. Top)

Praxis-Guide

Elcometer Qualicoat Pulverbeschichtungs-Inspektionsset: So prüfen Sie sicher, schnell & normnah

Wenn Sie Pulverbeschichtungen an Aluminium-Bauteilen nach Qualicoat-Logik absichern wollen, brauchen Sie reproduzierbare Prüfungen – von Optik & Glanz über Schichtdicke bis Haftung, Verformung und Ofen-Temperaturprofil. Genau dafür ist dieses Kit ausgelegt. Die Mess-/Prüffelder umfassen u. a. Erscheinungsbild, Schichtdicke, Impact/Verformung, Haftung und Ofentemperatur.

Hinweis: Produkt-/Set-Spezifikationen können sich ändern – Angaben im Artikel als praxisnahe Orientierung.

Elcometer Qualicoat Powder Coating Inspection Kit

Was ist Qualicoat – und warum dieses Kit?

Qualicoat definiert Mindestanforderungen an Anlage, Materialien, Prüfmittel und Endprodukt für pulverbeschichtete Aluminium-Architekturanwendungen. Das Inspektionsset bündelt die dafür typischen Prüfgeräte in einem Paket – für stabile QS-Routinen in Wareneingang, Linie und Endkontrolle.

Produktüberblick: Varianten, Einsatz & Vorteile

Variante Für wen geeignet? Typische Vorteile
Basic (YKITQUALICOAT-1B) QS-Start, interne Prüfungen, Fokus auf DFT-Messung auf glatten Oberflächen + Standard-Mechanik/Haftung. Enthält u. a. integriertes FNF-Schichtdickenmessgerät für glatte Oberflächen (Modell 415) sowie die Kern-Prüfmittel für Verformung/Impact/Haftung.
Top (YKITQUALICOAT-1T) Regelmäßige Audits, hohe Vergleichbarkeit, erweiterte DFT-Messung mit separater Sonde + erweiterte Glanzmessung. Beinhaltet u. a. separates FNF-Schichtdickenmessgerät (Elcometer 456, Model T) inkl. Standard-FNF-Sonde (0–1500 µm) sowie Glossmeter (Elcometer 480, 60°).
Richtwerte/Orientierung: Ausstattung gemäß Datenblatt/Herstellerbeschreibung; genaue Konfiguration je Set-Version prüfen.
KPI #1
Schichtdicke schnell absichern
DFT-Checks (FNF) sind der Short-Cut zu stabilen Ergebnissen – besonders bei Serienfreigaben und Nacharbeit.
KPI #2
Haftung & Verformung reproduzierbar
Gitterschnitt, Mandrel-Bend und Cupping liefern belastbare Aussagen bei Material-/Chargenwechseln.
KPI #3
Ofenprofil = weniger Reklamationen
Temperaturprofiling hilft, Unter-/Überhärtung zu vermeiden – besonders bei wechselnder Belegung.
Tipp aus der Praxis Legen Sie pro Linie eine Referenzplatte an (typischer Werkstoff/Geometrie) und messen Sie bei jedem Schicht- oder Ofen-Setup zuerst Schichtdicke + Optik/Glanz auf genau dieser Platte. So erkennen Sie Drift früh – bevor Bauteile in Serie laufen.

Was ist im Kit enthalten? (Kurzliste)

Gerät / Prüfmittel Wofür? Basic Top
Elcometer 480 Glossmeter 60° Glanz/Optik (60°-Messung) Model B Model T
Elcometer 1506 Mandrel Bend (5 / 8 mm) Biege-/Verformungsprüfung
Elcometer 1615 Base Unit + Tube & Kit B Impact/Deformation nach ISO 6272/2 & BS 6496
Elcometer 1620 Manual Cupping (Digital) Tiefungs-/Umformprüfung
Elcometer 215 Oven Temperature Profiling System Ofen-Temperaturprofil (Barrier enthalten); K-Type-Fühler optional
Elcometer 415 FNF Integral (glatte Oberflächen) Schichtdicke auf glatten Substraten
Elcometer 456 FNF Separate (Model T) + Sonde Schichtdicke (separate Sonde); Sonde: 0–1500 µm (Richtwert)
Elcometer 1542 Cross Cut Set (1/2/3 mm) + Tape Haftungsprüfung (Gitterschnitt)

CTA: Passendes Set direkt sichern

Sie möchten direkt mit Qualicoat-tauglichen Prüfungen starten oder Ihr Audit-Setup professionalisieren? Dann wählen Sie das Set, das zu Ihrer Linienrealität passt.

Empfohlene Grundeinstellungen (Richtwerte)

Die genauen Sollwerte hängen von Pulverlack, Spezifikation und Bauteil ab. Als Richtwert-Start für saubere, vergleichbare Messungen hat sich bewährt:

  • Glossmeter: 60°-Messung konsequent für Vergleichbarkeit nutzen (gleiches Messfeld, gleiche Reinigungsroutine).
  • Schichtdicke: Messung mit FNF-Geräten; beim Top-Set Sonde mit Messbereich bis 0–1500 µm als Orientierungswert einplanen.
  • Ofenprofiling: Temperaturprofil mit passender Barriere/Logger-Konfiguration; K-Type-Fühler sind optional und müssen bei Bedarf separat bestellt werden.

Alle Werte/Umfänge als Richtwerte – herstellerseitige Änderungen/Set-Konfiguration möglich.

Profi-Workflow (5–7 Schritte)

  1. Prüfplan festlegen: Welche Prüfungen pro Charge/Los (Optik/Glanz, DFT, Haftung, Verformung, Ofenprofil).
  2. Referenz definieren: Referenzplatte + Grenzmuster (OK/NOK) für schnelle Freigabeentscheidungen.
  3. Optik/Glanz prüfen: Sichtprüfung + 60°-Glanzmessung an festen Messpunkten.
  4. Schichtdicke messen: FNF-Messung an mehreren Punkten; Ausreißer markieren und Ursachencheck starten.
  5. Mechaniktests: Mandrel-Bend / Cupping / Impact je nach Spezifikation – Ergebnisse dokumentieren.
  6. Haftung: Gitterschnitt mit passender Schneidengeometrie (1/2/3 mm) + Tape-Routine.
  7. Ofenprofil verifizieren: Logger-Lauf bei Setup-Änderung/Belegungswechsel; Trend dokumentieren.

Fehlerbehebung (4 typische Probleme)

1) Schwankende Schichtdicke-Werte
  • Messpunkte standardisieren (Anzahl/Position) und Oberfläche vor der Messung reinigen.
  • Prüfen, ob Substrat/Geometrie zur Messmethode passt (glatt vs. komplex).
2) Haftung fällt beim Gitterschnitt durch
  • Tape-Routine & Schnittbild prüfen (gleichmäßige Schnitte, passende 1/2/3-mm-Geometrie).
  • Prozesscheck: Vorbehandlung/Entfettung und Aushärtefenster via Ofenprofiling gegenprüfen.
3) Verformungs-/Impact-NOK trotz OK-Optik
  • Bauteiltemperatur/Ofenprofil prüfen (Unter-/Überhärtung kann mechanische Kennwerte beeinflussen).
  • Pulvercharge/Materialwechsel dokumentieren und Vergleichsmuster fahren.
4) Glanz/Optik driftet über die Woche
  • Glossmeter-Fenster & Referenzfläche reinigen; Messwinkel (60°) strikt beibehalten.
  • Linienparameter (Pulverauftrag, Erdung, Belegung) als Trend erfassen und Abweichungen früh korrigieren.

Wartung & Best-Practice (5 Punkte)

  • Messflächen/Anlagenfenster regelmäßig reinigen (Optik/Glanz & DFT profitieren sofort).
  • Prüfgeräte stoßfrei lagern und Transport im Koffer konsequent nutzen.
  • Gitterschnitt-Schneiden auf Verschleiß prüfen und bei unsauberen Schnitten ersetzen.
  • Temperaturprofiling: Barriere/Logger nach Einsatz abkühlen lassen und Sichtprüfung durchführen.
  • Dokumentation standardisieren (Checkliste + Foto der Prüffläche) für Audit-Sicherheit.

FAQ (praxisnah)

1) Welche Prüfbereiche deckt das Kit ab?

Typisch sind Optik/Erscheinungsbild, Schichtdicke, Impact/Verformung, Haftung und Ofentemperatur-Profiling – also genau die Felder, die in der Qualicoat-nahen QS häufig gefordert werden.

2) Was ist der wichtigste Unterschied zwischen Basic und Top?

In der Praxis ist es vor allem das Schichtdicken-Setup: Basic setzt auf das integrierte Messgerät (415) für glatte Oberflächen, Top auf das separate System (456 Model T) inkl. Sonde. Außerdem ist die 60°-Glanzmessung im Top-Set als „Model T“ ausgewiesen.

3) Sind Temperaturfühler im Set enthalten?

Das Profiling-System ist Bestandteil des Kits; ein breites Sortiment an K-Type-Fühlern ist optional verfügbar und wird je nach Bedarf separat beschafft.

4) Reicht eine einzelne Schichtdickenmessung pro Bauteil?

Für belastbare Entscheidungen sind mehrere Messpunkte sinnvoll (Rand/Zentrum, kritische Geometrien). Definieren Sie ein fixes Messschema, dann sind Trends wirklich aussagekräftig.

5) Kann ich die Einzelgeräte auch außerhalb von Qualicoat nutzen?

Ja – die Instrumente lassen sich auch für andere Prüfaufgaben einsetzen; das Kit ist ein gebündeltes Setup für wiederkehrende QS-Routinen.

Fazit

Mit dem Elcometer Qualicoat Pulverbeschichtungs-Inspektionsset bauen Sie eine auditfeste, praxistaugliche QS-Routine auf: Optik/Glanz, Schichtdicke, Haftung, Umform-/Impacttests und Ofenprofiling in einem System. Wählen Sie Basic für den schnellen, soliden Einstieg – oder Top, wenn Sie maximale Vergleichbarkeit und das separate DFT-Setup bevorzugen.

Herstellerhinweis: Spezifikationen können sich ohne Ankündigung ändern; Angaben im Artikel als Orientierung.