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21.12.25

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Gema OptiFlex Pro C im Praxis-Einsatz: Der Leitfaden für Labor & Kleinstserien

Praxistiefe

Gema OptiFlex Pro C: Der Profi-Guide für perfekte Pulvertests und Kleinstserien

Sie entwickeln neue Pulver, prüfen Chargen oder beschichten kleine, wertvolle Musterteile? Das Gema OptiFlex Pro C mit seinem einzigartigen Fluid-Applikationsbecher ist Ihre maßgeschneiderte Lösung. Dieser Guide zeigt Ihnen, wie Sie das System optimal für reproduzierbare Laborergebnisse und effiziente Kleinserien nutzen.

Gema OptiFlex Pro C Beschichtungsgerät

Das macht das OptiFlex Pro C einzigartig

Im Gegensatz zu den großen Produktionsmodellen der Serie ist das Pro C für minimalen Pulververbrauch und maximale Flexibilität konzipiert. Es ist die ideale Brücke zwischen Entwicklung und Serie.

🎯 Kernvorteile

  • Perfekt für Kleinstmengen (ab ca. 20 g/min)
  • Selbst-fluidisierender Applikationsbecher (150 ml oder 500 ml)
  • Schnelle und saubere Farb-/Pulverwechsel
  • Kann mit anderen Beschichtungsgeräten kombiniert werden

⚙️ Typische Einsätze

  • Pulverentwicklung & Rezepturtests
  • Chargenprüfung und Qualitätskontrolle
  • Beschichtung von Muster- und Prototypenteilen
  • Kleinserienproduktion (z.B. Sondermaschinenbau)
💡 Wichtiger Praxis-Tipp: Nutzen Sie für Laborprüfungen immer den PCC-Modus (Precise Charge Control) Ihrer OptiStar 4.0 Steuerung. Er regelt den Sprühstrom im ultrapräzisen Bereich von 0–10 µA und verhindert so die Überladung empfindlicher Pulver – besonders wichtig bei Metallic- oder Effektpulvern. So erhalten Sie aussagekräftige, übertragbare Ergebnisse.

Vom Auspacken zum ersten Beschichtungsergebnis: Ihr Start-Up Guide

  1. Lieferumfang prüfen: Neben der OptiSelect Pro Pistole (GM04) und dem OptiStar 4.0 Steuergerät (CG21) finden Sie den Applikationsbecher (500 ml im Standard), Sockel mit Filter, alle Pneumatikschläuche und die Bedienungsanleitung.
  2. Anschlüsse herstellen: Verbinden Sie das Gerät mit gereinigter Druckluft (max. 10 bar) und Strom (100–240 V). Schließen Sie den roten Schlauch (Förderluft) und den schwarzen Schlauch (Zusatzluft) an.
  3. Pulver befüllen: Füllen Sie eine kleine Menge des zu testenden Pulvers in den sauberen Applikationsbecher. Nutzen Sie für vergleichende Tests immer ähnliche Füllmengen.
  4. Grundparameter einstellen: Wählen Sie am OptiStar 4.0 Display ein Standardprogramm oder erstellen Sie ein neues. Für erste Tests eignet sich eine moderate Pulverförderung und die Aktivierung des PCC-Modus.
  5. Probelauf & Feinjustierung: Sprühen Sie auf ein Probeteil oder eine Testplatte. Passen Sie mit der DVC-Technologie (Digital Valve Control) den Pulverausstoß und die Hochspannung an, bis Sie den gewünschten, gleichmäßigen Sprühkegel erhalten.
  6. Dokumentation: Nutzen Sie die Electrostatic App (E-App), um Ihre optimalen Parameter für das getestete Pulver festzuhalten und zu speichern. So sind sie für den nächsten Einsatz sofort abrufbar.

Optimale Einstellungen für typische Laborszenarien (Richtwerte)

Diese Werte sind Ausgangspunkte. Passen Sie sie je nach Pulvertyp, Teilgeometrie und gewünschter Schichtdicke an.

Anwendungsfall Pulverausstoß (ca.) Empfohlener Modus Düsentipp
Dünne Prüfschicht (Farb-/Deckkrafttest) 20 - 80 g/min PCC Modus: EIN Flachstrahldüse
Gleichmäßiger Schichtaufbau (Korrosionsschutztest) 100 - 180 g/min PCC Modus: EIN Flachstrahldüse
Beschichtung komplexer Teile (Prototypen) 80 - 150 g/min PCC Modus: EIN, ggf. reduzierte Hochspannung Rundstrahldüse für Hinterschneidungen
Schneller Farbwechsel zwischen Tests - Reinigungsprogramm Düse mitreinigen

Hinweis: Die maximal mögliche Förderleistung des Systems liegt bei ca. 250 g/min.

Pflege und Wartung für lange Lebensdauer

Die richtige Pflege ist gerade im Labor mit häufig wechselnden Pulvern entscheidend für genaue Ergebnisse.

  • Sofortreinigung nach Gebrauch: Reinigen Sie den Applikationsbecher, die Pistole und den OptiFlow-Injektor sofort nach jedem Pulverwechsel gründlich, um Kreuzkontamination zu vermeiden.
  • Filter checken: Der Sockel mit Filtereinheit schützt die Pneumatik. Prüfen und reinigen Sie diesen regelmäßig.
  • Düsen inspizieren: Die Standard-Düsensätze der OptiSelect Pro Pistole auf Abnutzung oder Verstopfungen prüfen.
  • Schläuche freihalten: Stellen Sie sicher, dass die Pneumatikschläuche nicht abgeknickt sind.
  • Dokumentation: Nutzen Sie die E-App auch für Wartungshinweise und um Reinigungsintervalle zu protokollieren.

Ideal für Ihre Entwicklung und Qualitätssicherung

Das OptiFlex Pro C bringt die Leistung der Pro-Serie ins Labor. Fordern Sie jetzt Ihr unverbindliches Angebot an.

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FAQ – Das OptiFlex Pro C im Frage-Antwort-Check

1. Kann ich auch weniger als 20 g/min fördern?

Ja, das System ist sehr fein dosierbar. Der angegebene Bereich (20-250 g/min) bezieht sich auf die stabile und reproduzierbare Förderleistung. Für minimale Mengen einfach den Pulverausstoß per DVC-Technologie entsprechend herunterregeln.

2. Welche Vorteile hat der selbst-fluidisierende Becher?

Durch die integrierte Fluidisierung wird das Pulver optimal aufgelockert und gleichmäßig zur Pistole transportiert. Das verhindert Klumpenbildung und sorgt für einen konstanten Sprühstrahl – essenziell für vergleichbare Testergebnisse.

3. Ist die PowerBoost-Technologie (110 kV) auch für Laborpulver nicht zu stark?

Im Gegenteil. Gerade in Kombination mit dem PCC-Modus bietet sie die nötige Präzision und Regelbarkeit. Sie können die Hochspannung stufenlos anpassen und so für jedes Pulver – ob feines Weiß oder grobes Metallic – die ideale Aufladung einstellen.

4. Was bedeutet "kann mit jedem Beschichtungsgerät kombiniert werden"?

Der Applikationsbecher des Pro C ist ein in sich geschlossenes, pneumatisches Fördersystem. Er kann daher nicht nur mit dem mitgelieferten OptiStar-Steuergerät, sondern prinzipiell auch mit anderen manuellen Beschichtungsgeräten verbunden werden, sofern die Anschlüsse kompatibel sind.

Fazit

Das Gema OptiFlex Pro C ist weit mehr als nur ein "kleines" Beschichtungsgerät. Es ist ein hochpräzises Werkzeug für die Pulverentwicklung und Qualitätssicherung. Durch die Integration der gesamten Pro-Serie-Technologie – von PowerBoost über PCC bis zur E-App – liefert es laborgenaue, skalierbare und perfekt dokumentierbare Ergebnisse. Damit bildet es die verlässliche Basis für die Entscheidung über den späteren Produktionseinsatz Ihrer Pulver.